Saison 2018/19

Heimkampf gegen Rahe, 26.1.2019

Holzwerferin Sarah Hartwich auf der Wende mit der Kunststoffkugel.

26.1.2019

 

In der Auseinandersetzung mit den Nachbarn wollten die Westerender Landesliga-Ladys Revanche für die knappe Niederlage aus der Hinserie nehmen. Zuletzt hatte es einige bittere Niederlagen für den Aufsteiger gehagelt und man war absolut gewillt, die zwei Punkte am Samstagnachmittag an der Holzlooger Straße zu behalten.

Die Holzdamen starteten ihr Unterfangen in der Formation Tanja Freudenberg - Christine Friedrichs - Ilka Hoffmann und Sarah Hartwich. Die Gummigirls mussten mit dem Ausfall von Antje Beewen klarkommen, für sie sprang Ramona Gerdes ein, die auf der 3 antrat. Das Feld komplettierten Mannschaftsführerin Imke Pupkes, Youngster Maren Coordes und Magret Campen als Schlusswerferin.

Holz kam gut aus den Startlöchern und konnte sich nach einem tollen Wurf von Tanja Freudenberg gleich die Führung sichern.

Dann ließ Christine Friedrichs ihren Wurf allerdings zu tief, sodass der Vorteil gleich wieder futsch war.

Dieser Zustand hielt aber genau drei weitere Westerender Würfe an, denn Tanja "Psycho" Freudenberg fasste sich erneut ein Herz und eroberte die Führung wieder zurück.

Christine Friedrichs' energischer Wurfstil konnte die knappe Niederlage leider auch nicht verhindern.

Die Unsicherheiten der letzten Wochen schlichen sich in der Folgezeit wieder ein und so war es nicht verwunderlich, dass die Führung nach zwei Böcken von Sarah Hartwich und Ilka Hoffmann erneut die Seiten wechselte. Die Westerender Anwerferin zeigte sich aber bestens aufgelegt und legte zum wiederholten Male stark nach, sodass Christine Friedrichs und final Ilka Hoffmann die Führung dann wieder rot einfärbten.

Anhand der Anfangsszenerie zeigt sich im Grunde das Problem der letzten Woche: Lütje Holt lässt jedwede Konstanz vermissen. Zwei guten Würfen folgt mit absoluter Sicherheit immer ein schlechterer, wodurch sich das Team immer wieder um den Ertrag bringt.

Man hielt sich jedoch am Kanal schadlos und die Führung in den eigenen Reihen, ehe es auf die Stine-Uden-Gerade ging.

Ilka Hoffmann legte hier grandios vor und Sarah Hartwich vollendete zum 1:0. Der Jubel auf Seiten der Roten kannte keine Grenzen und das Team hoffte nun, dass sich die Anfangsnervosität endlich verflüchtigen würde.

Ilka Hoffmann leitete das 1:0 ein, wenig später konnten Tanja Freudenberg (graue Mütze), Christine Friedrichs und Betreuer Manuel Harms (neongelbe Jacke) jubeln.

Doch obwohl eine Rahesterin die Kugel bis in die Schluss-S-Kurve ballerte und Westerende damit vor eine ordentliche Aufgabe stellte, behielten die Hausherrinnen einen kühlen Kopf und agierten souverän. Zwar wurde der etwaige Verlust der Führung in kniffligen Situationen in Kauf genommen, doch gab es keine überhasteten Überreaktionen, die den Ausgleich für Blau bedeutet hätten.

Die Führung wechselte in der Folgezeit immer wieder zwischen den Teams hin und her, aber ohne Auswirkungen auf den Gesamtstand.

Dieser Umstand hielt sich sage und schreibe bis zum Kanaleingang auf der Rückrunde. Dann zündete Rahe aber eine glückgeschwängerte Rakete, die das Blatt zum Wenden brachte.

Die Werferin stand auf der Gerade in Richtung Kanal und traf an deren Ende einen Pfahl derart glücklich, dass die Kugel perfekt abprallte und noch mindestens hundert Meter auf der Kanalgeraden zurücklegte. Ein irrsinniger Wurf, der vermutlich nie wieder so an der Holzlooger Straße zu sehen sein wird und unglücklicherweise zum 1:1 führte.

Der Wendepunkt des Wettkampfs: Zu sehen sind der Abwurfpunkt, der ominöse Pfosten und die Position, bis zu der die Kugel der Rahester lief.

Am Kanalende fiel dann das 1:2 aus Sicht des Heimteams. Dieser Schöt ereignete sich auf Höhe der Wand nach der Kanalgeraden. Die Werferinnen beider Teams warfen gut und trafen das Gemäuer, nur blieb Ilka Hoffmanns Wurf einen Meter zu kurz und das Unglück nahm seinen Lauf.

Westerende schaffte es nicht mehr, sich aufzubäumen. Rahe behielt dagegen in der Folgezeit die Nerven und verteidigte den Vorsprung sicher bis ins Ziel. Hier zeigte sich die Erfahrung der Gäste, die bereits seit einigen Jahren Mitglied der höchsten Spielklasse sind und sich nun nicht mehr aus der Ruhe bringen ließen.

Nach 11.1 Runden blickten die Westerender Holzwerferinnen auf eine extrem unglückliche und unnötige 0:1,76-Niederlage. Eine Niederlage, die bei einem deutlichen Erfolg der Gummigirls noch ein etwas Positives gewandelt werden könnte.

All das Beratschlagen zwischen Tanja Freudenberg und Manuel Harms (v.l.) half leider nichts.

Die Abteilung Gummi legte ebenfalls los wie die Feuerwehr: Imke Pupkes holte die Führung, Maren Coordes besorgte mit einer Granate gleich das 1:0 für ihre Farben. Doch damit waren die Ladys noch nicht zufrieden: Magret Campen legte als letzte Werferin in Runde 1 noch einmal nach und schon stand es 2:0 für Rot.

In diesem Zustand der Glückseligkeit begaben sich die hochmotivierten Damen Lütje Holts in Richtung der von Menschenhand erschaffenen Gewässerstraße.

Maren Coordes holte das 1:0 für ihr Team. Leider hielt die gute Stimmung nicht allzu lange an.

Der Kanal hat schon vielen Teams in Westerende das sprichwörtliche Genick gebrochen, doch an diesem Tag sollte es die Heimmannschaft sein, die nun zu taumeln begann:

Gleich zwei Würfe wurden in das Gewässer gesemmelt, sodass Rot am Ende peinliche vier Versuche benötigte, um die etwas mehr als 300 Meter lange Gerade zu überwinden. Dies war nüchtern betrachtet ein werferischer Offenbarungseid, der selbstredend den Anschlussschöt für Rahe, die dort deutlich sachlicher und sicherer agierten, zur Folge hatte.

Ramona Gerdes sprang in Gummi für die erkrankte Antje Beewen ein.

Plötzlich war ein Bruch in der Performance der Roten spürbar, zudem konnten sich nicht nur die Rahester Holzladys auf Fortuna verlassen. So manche Frostkante trug dazu bei, dass deren Gummipendant wichtige Meter gutmachte und in der Folge auf 2:2 stellen konnte.

Zudem tat die Gummidivision Lütje Holts es ihren Holzkolleginnen gleich: Immer wieder schlichen sich grobe Patzer in deren Wurfgebaren ein. Zwar wurden auch gute Würfe gezeigt, aber letztlich nützt diese keinem etwas, wenn die nachfolgende Werferin nur 50 Meter auf die Straße bringt.

Folgerichtig kassierte das Team auch das 2:3. Zudem agierte Rahe  insbesondere auf der Rücktour keineswegs wie das Auswärtsteam, sondern stelle die Lokalmatadorinnen des Öfteren vor schwierige Aufgabenstellungen.

Ähnlich wie in der Auseinandersetzung der Holzvertretungen retteten die Rahester Gummis den knappen Vorsprung über die Ziellinie. Dem Siegesschöt wurde noch 89 Meter hinzugefügt, sodass sich mit dem 0:3,65 die dritte Heimniederlage der Saison für Lütje Holt manifestierte.

Überdies gewann der bisherige Neuntplatzierte Ostermarsch auf heimischen Geläuf mit 10:0 gegen Dunum, sodass sich die Westerender nun sogar auf einem Abstiegsplatz wiederfinden.

Besonders prekär könnte die Situation für Rot am nächsten Wochenende werden, da man dann in Ostermarsch antreten muss. Im Falle einer Niederlage betrüge der Abstand zum rettenden Ufer bereits drei Punkte.

Mannschaftsführerin Imke Pupkes musste zusammen mit ihren Damen die nächste Heimniederlage hinnehmen.

-ju- (Informationen aus Holz: Ilka Hoffmann, aus Gummi: Imke Pupkes)


Auswärtskampf gegen Dunum/Brill, 19.1.2019

Auf dem kurvigen Geläuf in Dunum ist absolute Konzentration gefragt. Leider lieferten die Lütje Holter Damen nicht so gut ab wie sie sich es erhofft hatten.

21.1.2019

 

Nach der bitteren Heimniederlage in der Vorwoche, mussten unsere Landesliga-Mädels nun beim langjährigen Ligakonkurrenten aus Dunum ran.

Die Gummidivision trat in der gewohnten Formation Imke Pupkes - Maren Coordes - Magret Campen - Antje Beewen an, im Laufe des Wettkampfes kam Imkes Schwester Wiebke für die auf der 4 startende Werferin in die Begegnung.

Nach einem grandiosen Start konnte Lütje Holts bereits nach dem dritten Wurf mit 1:0 in Führung gehen. Die Freude darüber währte aber nicht lange, denn nach drei weiteren Würfen war bereits der Ausgleich gefallen. Dunum hatte perfekt in die nächste Kurve geworfen und die Roten konnten dieser Vorgabe nicht folgen.

 So entwickelte sich der Wettkampf weiter: Dunum stellte sich gut, indem sie aus großer Entfernung in die komplexen Kurven warfen und diese dadurch perfekt meisterten.

Die Westerender Damen waren dagegen immer wieder unsicher und es passierte fortwährend, dass ein Wurf zu hoch gesetzt oder zu tief gelassen wurde.  Demgemäß war es nicht verwunderlich, dass die Gastgeberinnen auf der Wende bereits mit 4:0 in Front lagen.

Auf dem geraden Ende kurz nach der Wende gab es dann das ein oder andere Geschenk, doch die Dunumerinnen  zeigten ebenfalls Unsicherheiten. Lütje Holt packte einfach nicht zu, sondern passte sich der Leistung des Gegners komplett an.

Es war einfach der Wurm drin.

Dann gab es endlich die Führung für Westerende und es war zu dem Zeitpunkt nur eine Frage der Zeit, bis Westerende auf 2:5 verkürzen würde.

Jedoch stellte sich Dunum besser nach der Kurve  und traf den Wurf so optimal, dass die ausgearbeitete Führung wieder komplett weg war.

Am Ende konnte Dunum den Wettkampf so über die Ziellinie retten und warf das eigene Spielgerät noch 64 Meter an der des Gastteams vorbei.

Die Holzgirls traten mit Christine Friedrichs, Sarah Hartwich, Tanja Freudenberg und Ilka Hoffmann in Dunum an.

Der Wettkampf startete bilderbuchmäßig, da die Westerender Anwerferin eine Rakete abfeuerte, die Kolleginnen diese kontinuierlich ausbauten und  Ilka Hoffmann dann das 1:0 nach der Kurve holte.

Da ein Dunumer Radfahrer den Folgewurf der Westerender mit dem Rad stoppte, durfte Christine Friedrichs ihren Versuch wiederholen. Ihr zweiter Wettkampfwurf war zuvor etwas zu stark dosiert gewesen und in der Biegung ausgestiegen, doch schaffte sie das Kunststück, ihren Trüllwurf exakt zu kopieren, sodass Rot keinen Vorteil aus dieser Szene schlagen konnte. Auch Sarah Hartwich legte eher semioptimal nach und drehte das Schwarz mit Daumen an den Straßenrand.

Wenig später kassierte Westerende daraufhin auch den Ausgleich, da auch Tanja Freudenbergs Wurf nicht überzeugen konnte. Ilka Hoffmann setzte dann eher semiotimal nach, aber da Dunum viel schlechter agierte, war die Führung wieder auf Seiten der Gäste.

Christine Friedrichs baute diese aus und zu Beginn der dritten Runde lag somit das 2:1 für Lütje Holt in der Luft, die Gastgeberinnen behielten aber ihre Nerven im Griff und erreichten die Westerender Markierung.

Anja Pupkes musste mit der Holzkugel ran. Kurz vor Schluss leistete sie sich leider einen extremen Fauxpas, der Dunum jubeln ließ.

Schöt Nummer 2 sollte aber nicht lange auf sich warten lassen als Ilka Hoffmann ihren Wurf sehr gut setzte, zum Ende aber extrem viel Pech hatte, da die Kugel der entgegenkommenden Jugendmannschaften genau mit ihrer kollidierte und die noch viel länger andauernde Rollphase damit abrupt ein Ende fand. Hoffmann verzichtete aber auf eine  Wiederholung ihres Versuchs.

Ilka Hoffmann, die sich aus ihrem Formtief herausgekämpft hatte, verfiel dann ins Fluchen, als auch ihr zweiter sehr guter Wurf von einem Auto gestoppt wurde. Eine höhere Boßelmacht schien sich wohl gegen sie verschworen zu haben.

Dieser Fluch scheint aber auf der Familie Hoffmann zu liegen, denn wenige Wochen zuvor erlebte ihr Mann Ragnar in Uplengen Ähnliches.

Es entwickelte sich ein Wettkampf, der vor allem von einem gewaltigen Mangel an werferischer Konstanz auf Seiten der Roten geprägt war und so begab es sich, dass Lütje Holt sang- und klanglos Wurf um Wurf abgab und bei der Auswechslung von Sarah Hartwich bereits mit 2:4 ins Hintertreffen geraten war. Der gute Start war Geschichte und Anja Pupkes musste es nun richten.

Das Niveau der Begegnung verflachte zusehends, wobei keine Team die Präsente des anderen annehmen wollte.

So sind zwei Würfe von Christine Friedrichs als exemplarisch für den gesamten Wettkampf der Westerender zu nennen: Den ersten drehte sie völlig unnötig in den Straßengraben, während sie den zweiten mit Vollgas an den oberen Straßenrand hämmerte, von wo die Kugel nicht mehr verschwinden wollte. Es war ein steter Wechsel von Knaller und Totalausfall - bei jeder Werferin. Klar, dass man damit auswärts keinen Blumenstrauß zu holen vermochte.

Das 2:5 fiel dann auch noch, als Anja Pupkes die Nerven verlor und einen 10-Meter-Wurf in die Landschaft legte.

Tanja Freudenberg zeigte dann aber in der finalen Rechtskurve mit dem letzten Wurf des Wettkampfes aber nochmal, was in ihr steckt, als sie die Kugel mit ihrer gesamten Poco-Loco-Power in Richtung Ziel gallerte und die Führung zurückeroberte. Die Hausherrinnen konnten gar um lediglich 5 Meter das 3:5 verhindern, sodass sich Lütje Holts Holzgruppe am Ende mit 0:2,05 geschlagen geben musste.

In der Endabrechnung ergab dies ein 0:6,69 für Westerende.

Mannschaftsführerin  Imke Pupkes teilte im Nachgang mit, dass sie aktuell absolut unzufrieden mit dem Gezeigten sei und man sich aufgrund zum Teil hanebüchener Unsicherheiten selbst immer wieder in die Bredouille brächte. Nächste Woche wäre, gemäß Pupkes, die Schonfrist vorbei, denn ein weiterer Heimkampf stünde an, bei dem sich ihr Team keinen weiteren Patzer erlauben dürfe.

Glücklichweise konnte Ostermarsch ebenfalls keinen Erfolg verzeichnen, sodass ihre Frauen nach wie vor auf dem rettenden 8. Platz zugegen sind.

 

-ju- (Informationen aus Gummi: Imke Pupkes, Holz: Ilka Hoffmann)


Heimkampf gegen Dietrichsfeld, 12.1.2019

18.1.2019

 

Der Kampf gegen Meisterschaftsaspiranten aus Dietrichsfeld hatte eine enorme Wichtigkeit für die die rotgkleideten Damen. Bei einem Heimsieg hätte man den Anschluss zum Tabellenmittelfeld halten können, eine Niederlage würde dagegen einen herben Rückschlag im Kampf um den Erhalt der Klasse bedeuten.

Aus personeller Sicht gab es bereits vor dem Beginn der Partie zwei Hiobsbotschaften: Tanja Freudenberg hatte sich mit einer Mandelentzündung abgemeldet, Maike Huismann musste arbeiten.

Dadurch musste improvisiert werden, sodass Anja Pupkes sich zu einem Einsatz bereiterklärte und Ramona Gerdes ebenfalls mit an Bord war. Ferner wurde die Unterbesetzung in Holz dadurch ausgeglichen, dass die Gummigruppen Magret Campen verlieh.

Die Voraussetzungen waren also alles andere als optimal gegen die starken Damen aus dem Auricher Nordosten.

Die Gummigirls begannen in der Formation Imke Pupkes, Maren Coordes, Wiebke Pupkes und Antje Beewen. Ramona Gerdes kam später für Wiebke Pupkes in die Auseinandersetzung.

Die Truppe kam von Beginn an nicht in den Wettkampf und haderte mit dem Glück. Wettkampfentscheidende Würfe, wie der vorm Rechtsknick in Richtung Kanal, liefen nicht bis auf die Kanalgerade, sondern brachen bereits viel früher unten weg - der Auftakt barg mehr Kampf denn Glanz.

Die Gäste konnten sehr schnell in Führung gehen, doch dann geschah auf der Ergebnistableau erst einmal gar nichts mehr.

Im gesamten Wettkampfverlauf kam Team Rot nicht so richtig auf Touren und zeigte auf dem eigenen Terrain viele kleine Würfe, das favorisierte Team konnte aber nicht zupacken.

Auf Höhe der Wende ging dann ein kleiner Ruck durch das Team und nach drei richtig langen Würfen in Serie konnte auf 1:1 gestellt werden.

Die Aufholjagd  wurden aber sofort wieder durch Eier zunichte gemacht und so war es nicht verwunderlich, dass am Ende nichts Zählbares für Lütje Holt zu vermelden war. 11.1 Runden sprachen eine deutliche Runde, ist das Team in Normalform doch mindestens eine Runde besser unterwegs.

Bei den Heimsiegen gegen Collrunge und Ardorf stand man am Ende sogar bei 9.2 Runden.

Da Dietrichsfeld ebenfalls keine gute Leistung zeigte, blieb es am Ende beim Unentschieden, wobei Dietrichsfeld lediglich 3 Meter zum Schöt fehlten.

Die ersatzgeschwächten Holzladys starteten mit Magret Campen, Christine Friedrichs, Sarah Hartwich und Ilka Hoffmann.

Von Beginn war die Führung auf Seiten der Dietrichsfelder, die Lütje Holter Schlusswerferinnen eroberte diese dann aber bereits in der ersten Runde für ihre Farben.

Doch Dietrichsfeld zeigte, warum das Team oben steht und legte auf dem Stück nach dem ersten Rechtsknick eine wahre Bombe hin, die sogar auf der Straße liegen blieb und die Führung die Seiten wechseln ließ.

Auf dem Weg zur Wende kassierte die Holzdivision dann auch alsbald das 0:1, eroberte sich aber immer wieder die Führung zurück, sodass noch alles für die Lokalmatadorinnen drin zu sein schien.

Ilka Hoffmann zeigte sich zu diesem Zeitpunkt nicht mit der eigenen Leistung zufrieden und ließ sich auswechseln. Anja Pupkes kam für sie in die Begegnung.

Lütje Holt kämpfte, Dietrichsfeld setzte sich aber immer wieder gut zur Wehr. Die Partie zog sich bis zum Linksknick in Richtung Kanal hin, ehe es zu einer folgenschweren Szene kam: Dietrichsfeld hatte das Kunststoffspielgerät wunderbar durch den Knick auf die Gerade gesteuert, wohingegen die Westerende sich relativ unglücklich anstellten und tatsächlich vom Ausgangspunkt, der sich kurz vor dem Knick befand, bis zum Kanal eine komplette Runde benötigten. Normalweise kann diese Strecke mit zwei Werferinnen absolviert werden und da sich Dietrichsfeld deutlich besser anstellte, klingelte es zum zweiten Mal auf der falschen Seite aus Sicht der Roten.

Diese Runde brachte das Team dann endgültig aus dem Konzept, denn als Christine Friedrichs dann am Kanal zu ihrem Wurf ansetzte, ließ sie diesen zu tief und schon stand es 0:3.

Dies war die Vorentscheidung und für Westerende ging es nun darum, sich nicht komplett abschlachten zu lassen.

Die Damen stabilisierten ihre Wurfgebaren und konnten bis zum Ende noch die Führung zurückerobern, sodass man sich am Ende lediglich mit 0:2,71 geschlagen geben musste.

Das Endergebnis von 0:3,68 bedeutete am Ende, dass man einen Platz nach unten rutschte und nun auf dem 8. Tabellenplatz rangiert.

Lediglich ein Punkt trennt das Team vom ersten Abstiegsplatz und am nächsten Wochenende gastiert man in Dunum auf einer Strecke, wo man noch nie etwas Zählbares holen konnte.

Imke Pupkes teilte vollkommen zurecht mit, dass die Serie der Heimniederlagen nun beendet werden müsse. Ansonsten könnten man sich definitiv nicht in der Liga halten. Zudem müsse sicherlich noch der ein oder andere überraschende Auswärtspunkt folgen müssen, um sich von den Rängen 9 und 10 fernzuhalten.

 

-ju- (Informationen aus Gummi: Imke Pupkes, aus Holz: Ilka Hoffmann)

 


Heimkampf gegen Collrunge Brockzetel-Wiesens, 17.11.2018

Maike Huismann ist der Spontan-Neuzugang der Holzgruppe. Sie hat früher in Ihlow geworfen und sich bereits  in Müggenkrug spontan in den Wettkampf gestürzt.

Huismann wird die Winterpause sicherlich nutzen wollen, um den eigenen Boßelmotor wieder auf Hochtouren zu bekommen.

Links im Bild beobachtet Ilka Hoffmann das Einwerfen der Kolleginnen.

19.11.2018

 

Der Spitzenreiter aus Collrunge kam in die Gemeinde Ihlow gereist, um den Westerendern die bislang so makellose Heimbilanz so verunglimpfen. Doch Imke Pupkes und ihre Ladys hatten sich für den Samstag einiges vorgenommen und mussten ihrerseits dringend für die derbe Auswärtsklatsche vom letzten Wochenende Wiedergutmachung betreiben.

Die Gummigruppe ging für dieses Unterfangen in der gewohnten Formation Imke Pupkes, Maren Coordes, Antje Beewen und Magret Campen auf die Straße. Wiebke Pupkes akkompagnierte die Gummiabteilung, die wie gewohnt von Gerhard Pupkes nach besten Wissen und Gewissen angeleitet und angefeuert wurde.

Die Anwürfe beider Teams waren ordentlich, doch blieb der Wurf der Holzlooger ein wenig kürzer und die Führung ging an den Spitzenreiter.

Mannschaftsführerin Imke Pupkes ging voran und wollte zusammen mit Manuel Harms, Sarah Hartwich und Antje Beewen (v.l.) dem Gast die zweite Saisonniederlage beibringen.

Nachwuchstalent Maren Coordes holte dann den Hammer raus und donnerte die Kugel grandios auf die Gerade. Collrunge kam komplett aus dem Konzept und musste nach der Führungsabgabe sogar das 0:1 schlucken.

Welch ein traumhafter Start in den  Wettkampf und Westerende machte gar keine Anstalten, auch nur einen Hauch nachlassen zu wollen.

Und nach dem Antje Beewen und Magret "Maggie" Campen nachgeliefert hatten, klingelte es tatsächlich auf Höhe des Rechtsknicks bereits zum zweiten Mal auf Seite der Roten und der Traumstart war perfekt.

Der Tabellenführer war eiskalt erwischt worden und drohte nun, komplett einzubrechen, wenn man nicht schnell Antworten finden würde. Doch das Team zeigte, warum es ganz oben in der Landesliga platziert ist und passte das eigene dem Wurfgebahren der Gastgeberinnen an. So konsolidierte sich der Wettkampf auf einem weitestgehend hohen Niveau und bis nach der Stine-Uden-Kurven sollte nicht mehr viel passieren. Dann aber machte sich Magret Campen abwurfbereit.

Die rote Kugel lief bei den Gummigirls richtig gut. Auf dem Stück nach der Stine-Uden-Kurve erzielte Magret Campen mit einem sehenswerten Wurf, der weit auf der Folgegeraden landete, das vielumjubelte 3:0.

Männer-III-Werfer Erich Tirrel schaute sich den Wettkampf wie viele andere Vereinsmitglieder bei herrlichem Herbstwetter an.

Noch vor der 3er-Baumreihe stehend, lief sie an und setzte die Kugel mustergültig an den Strich, sodass sie ohne jedwede Ausstiegsgefahr in den Rechtsknick einlief und noch ein ordentliches Stück auf der Folgegeraden meterte. Ein wunderbarer Wurf, der sicherlich von so manchem männlichen Boßelkollegen schwer zu kopieren gewesen wäre und nun schickte sich die recht nah platzierte Werferin des Auswärtsteams an, den Kunstwurf Campens zu kopieren.

Doch die Werferin aus dem KV Friedeburg wählte eine komplett andere Strategie und drapierte das Rot extrem gefühlvoll an den Straßenkamm, von wo sie den Rechtsknick ebenfalls bravourös meisterte. Aufgrund der etwas anderen Laufbahn und des leichten Fahrtnachteils erreichte sie die Westerender Vorlage unter dem Jubel der zahlreich anwesenden Zuschauer nicht und Lütje Holt konnte auf 3:0 aufstocken.

War rundum zufrieden mit der Leistung seiner Damen: Gerhard Pupkes.

Die Lütje Holter Gummis waren also im Flow und so verwunderte es nicht, dass sie sich in der Folgezeit keine nennenswerten Fehlversuche erlaubten und mit 9.2 Runden am Ende gar einen Streckenrekord aufstellten.

Es lief einfach und das Endergebnis von 7,003:0 konnte sich entsprechend sehen lassen, besonders, weil Collrunges Gummigruppe bis dato in der gesamten Saison nur zwei Gegenschöts kassiert hatte und nun mehr als Dreifache mit auf den Heimweg nehmen durfte.

Die Gummidamen, die entsprechend freudetrunken in die Richtung der Holzformationen liefen, konnten ihre Saisonbilanz damit auf 9:7 Punkte bei nunmehr 17:10 Schöts verbessern und klettern nach einem eher schwachen Start munter in Richtung Tabellenspitze.

Während sich die Gummidamen tabellarisch nach oben orientieren, ergeht es den Holzkolleginnen aktuell komplett anders.

Zuletzt setzte es drei Niederlagen in Folge, was dazu führte, dass man sich am Freitag zu einer Krisensitzung traf, um schnell eine Besserung herbeizuführen. Da war es natürlich extrem ungünstig, mit Collrunge nicht gerade einen Aufbaugegner an der Holzlooger Straße zu empfangen.

Der Wettkampf sollte einen Neuanfang darstellen und so formierte sich das Team neu. Und so gingen Tanja "Psycho" Freudenberg, Christine Friedrichs, Ilka Hoffmann und Sarah Hartwich  erstmals in dieser Aufstellung auf die Reise, während sie Neuzugang Maike Huismann begleitete. Manuel Harms mimte den Betreuer.

Tanja Freudenberg drehte beim Werfen mal wieder vollkommen durch. Am Samstag bekam sie im Vergleich zu den vorherigen Wettkämpfen ihre Würfe deutlich besser auf die Straße, hatte aber erneut den ein oder anderen Wackler mit dabei. Dennoch zeigt ihre Formkurve wieder nach oben.

Die erste Runde der Holzladys war dann auch wie die letzten Wettkampfverläufe: Einfach zum Abgewöhnen.

Zwar war der Anwurf noch recht in Ordnung, auch wenn er nicht ganz zur Birke kam und die Führung an Collrunge ging, doch semmelte die nachfolgenden drei Werferinnen alle Versuche oben aus der Bahn. Die Quittung: Das 0:1 vor dem Rechtsknick.

Das Unternehmen "Wiedergutmachung" erhielt somit gleich einen gewaltigen Dämpfer.

Jedoch zeigte das Team in der zweiten Runde ein komplett anderes Gesicht und nach dem Wurf Ilka Hoffmanns, der in die Kanaleingangskurve einlief, konnte verdientermaßen der Ausgleich bejubelt werden.

Dieses zwischenzeitliche Remis brachte den Damen Sicherheit und die Leistungen wurden in der Folgezeit deutlich stabiler. So konnte die Kanalgerade durch zwei tolle Würfe von Christine Friedrichs und Tanja Freudenberg absolviert werden und da das Team nun eine ordentliche Führung innehatte, stand plötzlich sogar das 2:1 für Team Rot in Aussicht.

Collrunge schaffte jedoch den Konter und nun war es Sarah Hartwich, die im gesamten Wettkampf extrem unglückliche Stände hatte, die aus schwierigem Winkel vorlegen musste.

Doch ihr Wurf flog nach der Bushaltestelle aus der Bahn. Dieser Fauxpas wurde glücklicherweise aber nicht von den Gegnerinnen genutzt, da deren Kugel ebenfalls kurz dahinter ins Aus schnellte.

Ilka Hoffmann fasste sich dann ein Herz und durchdrang den Rechtsknick dann vorschriftsmäßig. Collrunges Versuch blieb zu kurz und folglich durchte nach einer kürzeren Wartezeit doch noch gejubelt werden.

Das Comeback war also geglückt. Doch leider kämpfte Lütje Holts Holzabteilung in den letzten Wochen immer wieder mit einer mangelnden Konstanz in der Wurfleistung und sollte dies auch am Samstag wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Ein Tag zum Vergessen für Christine Friedrichs. Sie war mit relativ wenig Schlaf an den Start gegangen und am Ende machte sich dies deutlich bei ihrer Konzentrationsfähigkeit bemerkbar. Die Holzyoungster senzte einige Würfe aus der Bahn und wurde schließlich ausgewechselt.

Im Hintergrund näherte sich Männer-II-Legende Hartmut Smid.

Besonders Christine Friedrichs haderte des Öfteren mit der eigenen Wurfleistung. Warf sich auf der Gerade nach der Stine-Uden-Kurve noch einen zauberhaften Hammer, den sie an den Straßenkamm knallte und dabei mit dem Daumen gegensteuerte, verlor sie in der Folgezeit komplett die Fassung und jagte einen Wurf nach dem nächsten aus der Bahn.

Da die anderen Ladys im Team recht solide Leistungen erbrachten und vor allem "Miststand-Sarah" die meisten misslichen Lagen souverän meisterte, passierte beim Gesamtstand nichts Weltbewegendes und lediglich die Führung wechselte immer wieder zwischen den Lägern hin und her.

Das Team reagierte dann auf die Formschwäche des Westerender Teenagers und wechselte Neuzugang Maike Huismann dann kurz vor der Gastwirtschaft Uden für Christine Friedrichs ein.

Genau diese Passage war es dann auch, wo die Fehler des Heimteams durch die Gäste bestraft wurden. Westerende hatte lange gebettelt und wurde erhört: Das 2:2 war Realität.

Ilka Hoffmann konstatierte zwischenzeitlich, dass das Team bis zur Wende eine recht ordentliche Leistung erbracht hatte, nach der Umkehr aber wieder in die alten Muster der vergangenen Begegnungen verfiel und sich unnötigerweise selbst demontierte.

Dieser Ausgleich war äußerst schmerzhaft und der sprichwörtliche Beginn vom Niedergang.

Direkt nach Stine Uden war es dann soweit als Ilka Hoffmann ihren Wurf zu tief ließ und nur bis zur hinteren Einfahrt der Kneipe kam: Das 2:3 manifestierte sich und plötzlich begann für die Holzdamen wieder das großte Zittern.

Gute Stimmung hat sie immer: Sarah Hartwich gab Gas, leistete sich aus zum Teil sehr schwierigen Ständen sehr wenige Patzer und erkämpfte ein ums andere Mal die Führung für ihre Farben.

Die folgende Wurfstafette war dann auch sinnbildlich für den Verlauf der gesamten Rücktour, in der sich Eier mit Granaten abwechselten:

Die "Neue" zündete einen schönen Wurf auf der Geraden nach Christine Uden, woraufhin Sarah Hartwich und Ilka Hoffmann Tanja Freudenberg mit respektablen Würfen auf die Kanalgerade brachten. "Psycho" Freudenberg entwickelte dann eine Granate, die 50% des Kanals absolvierte, Maike Huismann schickte die Kugel dann auf Tauchstation und Sarah Hartwich ließ ihren Wurf dann zu tief, sodass Ilka Hoffmann die Rechtskurve dann trüllend erledigen musste.

Tanja Freudenberg ließ ihren Wurf dann etwas zu tief, dieser zog aber aufgrund des Drucks recht ordentlich in Richtung Ziel, ehe die eingewechselte Nummer 2 dann erneut eine Rakete in Richtung Rabatten zündete.

Kurzum: Das Team ließ jedwede Kostanz vermissen. Reichten ihm noch auf der Hintour noch bravouröse zwei Würfe für die Gewässerpassage, waren es zurück schon doppelt so viele - ein echtes Trauerspiel.

Da Collrunge die Rille vor dem finalen Linksknick voll getroffen und bis in den Linksknick geworfen hatte, musste Sarah Hartwich entsprechend liefern. Sie setzte die Kugel gut, doch fiel diese zu stark ab und letztlich fehlten 6 Meter, um das 2:4 zu verhindern.

Beide Teams schienen sich auf das Ergebnis bereits innerlich geeinigt zu haben, da zu diesem Zeitpunkt auch bereits der deutliche Ausgang der Gummiauseinandersetzung bekannt geworden war, doch schaffte es Westerende tatsächlich noch, mit dem letzten Wurf die Führung zurückzuerobern.

Am Ende hatte nicht nur Maren Coordes (rotes Stirnband) was zu lachen, sondern das gesamte Team.

Ebenfalls zu sehen: Magret Campen, Wiebke Pupkes und Dirk Tunder (M I, v.l.).

Das 0:1,65 sah letztlich nicht mehr so schlimm aus, versetzte dem Heimteam aber natürlich den nächsten Schlag in die Magengrube.

Man hatte sich viel vorgenommen, war relativ gut aus den Startlöchern gekommen, hatte sich nach einem schönen Zwischenspurt das 2:1 erkämpft und dann im Nachgang komplett den Faden verloren.

Der Wettkampf brachte folglich die Erkenntnis, dass sich das Team im Vergleich zu den vorherigen Partien zwar besser verkaufte, bei einem Rundenergebnis von 12.0 jedoch von keiner ansprechenden Vorstellung gesprochen werden darf. So fand auch Mannschaftsführerin Imke Pupkes deutliche Worte als sie von einer "grottenschlechten Leistung" sprach.

Mit 11:18 Schöts und 6:10 Punkten bleibt aktuell nur Rang 16 in der Gruppentabelle, jedoch wird die Truppe alles dafür tun, um am nächsten Wochenende zu reüssieren.

Insgesamt sieht es nach diesem 7:1 (+5,038) für Lütje Holt wieder rosiger aus: Mit 29:29 Schöts und 8:8 Punkten hat man Platz 6 inne und ist neben Tabellenführer Dietrichsfeld das einzige Team, das auf eigenem Grund noch keine Punkte abgeben musste. Allerdings ist man auch zusammen mit dem Tabellenletzten aus Ihlowerfehn das einzige Team, das auswärts noch nicht einen Punkt ergattern konnte.

Für den 24.11. hat sich Südarle dazu bereiterklärt, das Heimrecht zu tauschen und somit haben die Westerender Damen nicht nur die Chance, erstmalig ein positives Punkteverhältnis vorzuweisen, sondern sich die eigene anschließend stattfindende Weihnachtsfeier zu versüßen.

 

-ju- (Informationen: Ilka Hoffmann)


Auswärtskampf gegen Müggenkrug, 10.11.2018

13.11.2018

 

Den Wettkampf gegen die Müggenkrugerinnen nahmen Imke Pupkes, Maren Coordes, Wiebke Pupkes und Antje Beewen in Gummi auf. Magret Campen lief aufgrund der knappen Besetzung der Holzgruppe mit, um notfalls in beiden Gruppen eingewechselt werden zu können. Dies erwies sich auch als goldrichtige Entscheidung, da sie zur Wende dringend in der anderen Division benötigt wurde und dort zum Einsatz kam.

Auf der Hintour war es ein Wettkampf auf Augenhöhe, bei der von beiden Teams eine ganz starke Leistung gezeigt wurde und man mit 5.0 Runden über die Wende ging. So fanden auch die Heimakteurinnen durchaus anerkennde Worte für den Umstand, dass Lütje Holt so gut mithielt.

Dennoch ging es für die rotgekleideten Damen permanent darum, das 0:1 abzuwenden. Nach der Wende war es dann trotz starker Gegenwehr so weit und man musste den Rückstand schlucken.

Auf der sehr schönen, aber auch anspruchsvollen Strecke stellt dies im Normalfall kein großes Problem dar, weil man bei einem Fehler der Gegener sofort wieder zurückkommen kann. Vor allem die langgezogenen Kurven halten oftmals wunderbare 200-Meter-Würfe bereit, können aber auch den ein oder anderen Rohrkrepierer ausspucken.

Leider verlor das Auswärtsteam auf der Rücktour die Konstanz des Hinwegs, wohingegen die Lokalmatadorinnen unermüdlich im gleichen Rhythmus weiterwarfen. So folgte schnell das 0:2 auf das 0:1 und das Team hatte sich vollends um die Früchte der starken Hinrunde gebracht.

Am Ende stand auf dem Ergebnistableau ein 3,96:0 für Müggenkrug, das nach Meinung von Mannschaftsführerin Imke Pupkes um einen Schöt zu hoch ausgefallen war. Auch Betreuer Gerhard Pupkes teilte mit, dass Müggenkrug sicherlich die bessere Leistung in Gummi gezeigt hatte, der Unterschied jedoch augenscheinlich nicht 4 Würfe betragen hat.

Westerendes Holzmannschaft wurde spontan in Person von Maike Huismann verstärkt. Die Ihlowerin hatte länger nicht mehr geworfen und war durch Zufall auf die Lütje Holter aufmerksam geworden, sodass sich diese Option kurzfristig ergab.

Der Neuzugang startete auch direkt auf der Position 4, komplettiert wurde das Quartett durch Ilka Hoffmann, Tanja Freudenberg und Sarah Hartwich. Alle vier Werferinnen sollten jedoch einen Nachmittag zum Abgewöhnen erleben.

Ilka Hoffmann erledigte die für sie ungewohnte Rolle der Anwerferin sehr anständig und ihr Versuch blieb lediglich 2 Meter vor der Kugel des Heimteams liegen. Die Führung war zwar auf Seiten des Heimteams, jedoch nur marginal.

Eine Runde später reichte der Wurf Ilka Hoffmanns dann aber nicht mehr und es stand schon 1:0 für die Hausherrinnen.

Zuvor hatten diese ihren Wurf wunderbar an den Straßenkamm gedreht und der Westerender Neuzugang, der vor allem auf der Rücktour sehr konstant warf, dieses Kunststück ansprechend kopiert, doch sie hatte dann Pech, dass die Kugel ein Schlagloch traf und mit einem wunderbaren Linksdrall oben aus der Trasse flog und somit die Führung abgab, die man erst kurz zuvor erworben hatte.

Müggenkrug baute Zug um Zug Druck auf, während Lütje Holt nur aus der Defensive heraus agierte und lediglich versuchte, Schöts zu vermeiden, anstatt eigene Chancen zu kreieren. So stand es zur Wende bereits 0:3 und das Team haderte bereits heftig mit der eigenen Wurfleistung.

Dabei agierten die Westerender Mädels als schlechte Gäste, da die besten Geschenke des Heimteams nicht angenommen wurden und so Chance um Chance verstrich. Routinier Magret Campen kam - wie bereits angekündigt - zu ihrem Einsatz und ersetzte Ilka Hoffmann, die nach dem Wettkampf unverblühmt zugab, eine ausgesprochen miese Leistung erbracht zu haben.

Die Wurfleistung der Holzmädels konnte bestensfalls als Kraut und Rüben bezeichnet werden. Gerade die beiden arrivierten Kräfte Tanja Freudenberg und Sarah Hartwich entpuppten sich als wahre Wundertüten, die keine Stabilität in ihre Würfe bekamen.

So zündete vor allem die Erstgenannte einige Granaten, zeigte im Gegenzug dann aber wieder ungeahnte Schwächen.

Besonders schlimm wurde das Wurfgebahren der Truppe dann als sich die Gummigruppe näherte und das eigene Abschneiden verkündete. Plötzlich brachen alle Dämme und es gab ein Eier-Feuerwerk auf Seiten der Gäste, sodass man sich am Ende nicht mehr über das 0:8,60 wundern musste.

Insgesamt bezogen die Damen damit eine 0:12,56-Packung, die zum einen das erste zweistellige Ergebnis in der Landesliga bedeutete - leider zuungunsten der Roten - und zum anderen das nächste bis dato recht heimschwach agierende Team (vorher 1:5 Punkte) aufbaute.

Ilka Hoffmann kündigte bereits an, dass sich die Holzmannschaft dringend zusammensetzen möchte, um einen Schlachtplan zu entwerfen, mit dem sie sich aus der Misere bewegen wird.

Imke Pupkes ärgerte sich ebenfalls über die vierte Auswärtsniederlage in Serie und den Verlust des bisher so tadellosen Schötverhältnisses. Dennoch verwies sie darauf, dass die Heimkämpfe in dieser Saison die entscheidenen Auseinandersetzungen sind und man hier mit 6:0 Punkten nach wie vor absolut im Soll ist. Setzt man die Serie fort, wird man mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Um dies zu bewerkstelligen, muss am 17.11. aber kein geringerer Gegner als der Tabellenführer KBV Collrunge Brockzetel-Wiesens aus dem Weg geräumt werden. Der Ligaprimus reist dabei mit etwa gleichstarken Gruppen an, wenn man die aktuelle Tabelle der Divisionen so deuten darf.

 

-ju- (Informationen aus Gummi: Imke Pupkes, aus Holz: Ilka Hoffmann)


Heimkampf gegen Ardorf, 3.11.2018

Wiebke Pupkes, die noch ihrem Studium fröhnt und deswegen eher begrenzte Einsatzzeiten in der Frauen I erhält, war am Wochenende endlich mal wieder mit von der Partie.

6.11.2018

 

Nun stand es also an: Das mit Spannung erwartete Familienduell an der Holzlooger Straße. Nicht nur, dass Gummiwerferin Maren Coordes zumindest indirekt auf ihre ältere Schwester Nina (Holzwerferin) traf, nein,  Sarah Hartwich bekam es überdies noch im Vergleich der Holzgruppen direkt mit ihrer Cousine Ann-Christin Peters  zu tun.

Die Voraussetzungen beider Teams sahen jedoch komplett unterschiedlich aus. Wollten die Lokalmatadorinnen doch gerne den dritten Heimsieg der Saison einfahren, um sich im Mittelfeld der Liga zu etablieren, ging es für die Gäste um den Anschluss an die Tabellenspitze.

Da das Wetter zudem auch noch mitspielte, war also alles für eine herrliche und vor allem emotionsgeladene Auseinandersetzung bereitgestellt. Zahlreiche Schaulustige aus den Männermannschaften Lütje Holts waren ferner angereist, um ihre Mädels nach vorne zu peitschen und sich am gutklassigen Boßelsport zu ergötzen.

Am meisten zitterete dabei vermutlich Männer-II-Werfer Stefan Coordes. Salomonisch teilte er Jens Ufken mit, dass er beiden Töchtern einen Gruppensieg gönnte. Manch einer wird ihm im Nachgang vermutlich prophetische Kräfte zugeschrieben habe. Ebenfalls mit an Bord: Senior Johann Hinrichs, der seine Enkelinnen auf der Straße bestaunen wollte.

Mutter Christa Coordes war einige Hundert Meter entfernt vom Geschehen, da sie selbst mit ihrem Team gegen Sandhorsts Frauen II aktiv war.

 

Antje Beewen zeigte wie ihre Kolleginnen eine tolle Wettkampfleistung und war mit dafür verantwortlich, dass Gummi endlich richtig in die Saison startete.

Die Westerender Gummigirls hatten einen eher durchwachsenen Saisonstart hingelegt und konnten bislang vor allem zu Hause auch nicht das abrufen, was sie aus der letzten Saison wurftechnisch gewohnt waren. Mit einer Mischung aus Frustration, Konzentration, Wut und Respekt vor dem Gegner ging es folglich auf die Reise.

Imke Pupkes' Anwurf war gut und kam fast bis zur Birke, jedoch legten die Gäste einen noch leicht besseren Premierenwurf hin und übernahmem aufgrund weniger Meter die Führung.

Doch Maren Coordes ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und drapierte die rote Kugel wenig später souverän auf die Straße und brachte die Gäste damit gehörig unter Druck. Noch gelang ihnen der Konter, doch schon wenig später fiel das 1:0 für die in ihren einheitlich schwarzen Wurfshirts auftretenden Lütje Holter und es kam zu der interessanten Konstellation, dass Westerende schon gut auf die Kanalgerade werfen konnte, wohingegen Ardorf noch sehr unglücklich platziert war, ergo noch einen Korrekturwurf benötigte.

Antje Beewen nutzte diese Situation und knallte ihren dritten Wettkampfwurf daraufhin sensationell über die Kanalgerade und dem Auswärtsteam blieb daraufhin nichts anderes übrig als das 0:2 zu schlucken.

Coach Gerhard Pupkes konnte mit seinen Damen durchaus zufrieden sein.

Die Partie beruhigte sich dann in den nächsten 20 Minuten etwas, ehe Maren Coordes die Ärmel hochkrempelte und eine Rakete in den wunderbaren Herbstnachmittag zündete. Das Auswärtsteam fand erneut keine passende Antwort und mit dem 3:0 stellte sich der Vorsprung folglich doch als sehr beruhigend und komfortabel da.

Im Grunde setzte das Team von Gerhard Pupkes die Matchmarschroute auch konsequent um, war man sich doch im Vorfeld bereits darüber im Klaren, dass die schlagbarere der beiden Ardorfer Gruppen auf jeden Fall die Rotkugeldivision wäre, immerhin dümpelte diese nur im Mittelfeld der Gruppentabelle herum, wohingegen die Holzgruppe ungeschlagen Höhenluft schnupperte.

Die rotgekleideten Girls spulten ihr Programm immer selbstbewusster ab und Magret "Maggie" Campen oblag es dann, die Wende im Wettkampf werferisch einzuleiten.

Dabei brachte sie die Kugel dermaßen gekonnt in Richtung der Ekelser Straße, dass Ardorf erneut ins Straucheln geriet und mit dem 4:0 die Vorentscheidung fiel. Der hohe Vorsprung war aber bitter nötig, da die Kunststoffkugelladys zu diesem Zeitpunkt bereits arg in der Bredouille waren.

Maren Coordes hatte - wie ihre Kolleginnen - auch noch nicht so richtig in die Saison gefunden. Doch am Samstag sollte sich das deutlich ändern. Coordes agierte deutlich sicherer als in den Wettkämpfen zuvor.

Die Partie konsolidierte sich und es passierte eine halbe Stunde lang rein gar nichts. Es gab keine groben Eier auf der einen, aber auch keine riesigen Reißer auf der anderen Seite. Legte das eine Team gut vor, konterten die anderen und umgekehrt. Dennoch behielt Westerende weitestgehend die Führung in den eigenen Reihen, sodass man dem 5:0 näher als dem 4:1 war.

Der Kanal nahte und Ardorf gönnte sich wieder einen Lapsus, den Lütje Holt sofort zu nutzen wusste und auf das ganze wichtige 5:0 erhöhte.

Die Damen hatten nun Blut geleckt und wollten mehr. Und mehr sollte es auch geben, da Imke Pupkes ihre Kugel auf der Schlussgeraden noch einmal wunderbar bis kurz das Ziel jagte. Circa 30 Meter waren noch zum Wettkampfende zu überbrücken und das Heimteam wartete mit Spannung auf die Antwort der Ardorferinnen.

Diese kam dann, aber blieb vor der Markierung der Mannschaftsführerin liegen, sodass sogar noch das halbe Dutzend vollgemacht werden konnte.

Maren Coordes fügte dem 6:0 noch angenehme 71 Meter hinzu und die in der Konstellation Imke Pupkes - Maren Coordes - Antje Beewen und Magret Campen werfende Gummimannschaft Lütje Holts hatte somit toll vorgelegt und wartete nun bangend auf Informationen aus dem Holzlager.

Eine blöde Situation für Stefan Coordes und Johann Hinrichs (rote Jacke), aber letztlich ging es für alle Familienmitglieder versöhnlich aus.

Die Jägerinnen der schwarzen Kugel erwischten einen miserablen Start: Die vorher im Warmwerfen so brillant auftretende Christine Friedrichs verlor scheinbar die Nerven und jagte die Kugel einmal quer über die Straße in die Wicken. Dies war natürlich ein ausgesprochener Bärendienst, den sie ihren Kolleginnen da erwiesen hatte. Die Führung ging folgerichtig an Ardorf und da Tanja Freudenberg ihren Wurf auch nicht optimal traf, stand Ilka Hoffmann als 3. Werferin der Westerender bereits knapp hinter der Birke und musste die erste richtige Schötchance der Gäste verhindern, da Nina Coordes ordentlich vorgelegt hatte.

Bis zum Kanal fiel dann trotz besser werdender Gegenwehr das schon fast logische 0:1 nachdem die Kugeln sehenswert nebeneinander im Graben miteinander kuschelten und Westerende musste nun aufpassen, nicht komplett ins Hintertreffen zu geraten.

Während Ardorf mit zwei Würfen die Kanalpassage absolvierte, benötigten die Heimdamen derer drei Würfe und hatten extrem viel Glück, dass Christine Friedrichs die Kugel am Ende hauchdünn an der Kugel der Gegnerinnen vorbeibugsierte. Sarah Hartwich respektive Ilka Hoffmann hatten vorher eher semioptimale Versuche gezeigt.

 

Tanja Freudenberg musste die Scharte von Christine Friedrichs auswetzen und lief bereits wieder in den Hauptpulk ein als Ilka Hoffmann zu ihrem Premierenwurf ansetzte. Im Hintergrund näherte sich Nina Coordes.

Am Kanal traf Tanja Freudenberg ihren Wurf optimal, während das Auswärtsteam einen Waschtag für die eigene Kugel initiierte und somit konnte sich Lütje Holt zumindest wieder am Rückgewinn der Führung erfreuen.

Doch leider sollte ihre Freude nicht lange fortbestehen, da das Team in eine wahre Patzerarie verfiel und die Gäste somit munter zum Erhöhen des Spielstandes einlud. Bis zur Wende, die die Gäste überragend überwarfen, nahm Ardorf zwei Geschenke dankbar an, sodass man sich nun bereits einem 0:3 gegenübersah.

Als besonderes Ereignis ist sicherlich auf dem Weg dorthin der Wurf von Christine Friedrichs auf der Geraden in Richtung der Stine-Uden-Kurve zu erwähnen: Sie traf den Wurf sehr solide, worauhfin die Kugel in die Biegung einfiel und dort aber jäh von einem herannahenden Auto gestoppt wurde. Der Holz-Betreuer Manuel Harms entschied sofort, den eigentlich schon sehr ordentlichen Wurf wiederholen zu lassen.

Und das junge Boßeltalent bewies nun tatsächlich Nerven als sie die Kugel wie eine Wahnsinnige an den oberen Straßenkamm drehte, die Kugel dabei mehrfach mit dem Ausstieg drohte und am Ende noch um einiges weiter als zuvor lief. Westerende hatte also in Person von Manuel Harms richtig spekuliert.

Angesichts des Ergebnisses in der Gummiauseinandersetzung war das Kind sicherlich noch nicht in den Brunnen gefallen, doch würde es schnell richtig spannend werden, wenn hier noch der vierte oder gar fünfte Gegenschöt fielen.

Anita Kleen (in rot) wollte sich in dieser Saison eigentlich eine boßlerische Schaffenspause gönnen. Umso erfreuter waren Magret Campen und Co. als sie dann etwas verspätet am Abwurfpunkt eintraf und später auch noch aktiv ins Wettkampfgeschehen eingriff.

Und urplötzlich raffte sich das Team auf: Zwar senzte Christine Friedrichs ihren Wurf von der Wende oben raus, doch trugen Tanja Freudenberg und wenig später Ilka Hoffmann die Kugel souverän auf die nachfolgende lange Gerade, womit die Führung endlich wieder an Lütje Holt ging.

Auch Sarah Hartwich riss sich am Riemen und so war es wenig später Christine Friedrichs, die auf 1:3 verkürzen konnte.

1:3 und es waren bereits knapp 2/3 der Strecke absolviert. Angesichts des komfortablen Vorsprungs der Gummidamen sollte der Käse damit also gegessen sein, doch auf eines konnte sich die Abteilung an diesem Samstagnachmittag nicht verlassen: Auf die eigene Konstanz.

Die Führung wurde prompt aus den Händen gegeben und nun musste sich die für Ilka Hoffmann kurz vor der Stine Uden-Kurve ins Team gekommene Rückkehrerin Anita Kleen gleich beweisen.

Und Antia Kleen tat so als wäre sie nie weggewesen: Sie durchtrüllte die ganze Kurve und stellte Sarah Hartwich noch ein ordentliches Ende auf die Gerade. Somit ging die Führung wieder an die Hausherrinnen über.

Für Sarah Hartwich und ihre Boßelschwestern war in der gesamten Begegnung der Wurm drin. Zündete eine von ihnen mal eine Rakete, machte die nächste dies mit dem Folgewurf oftmals wieder zunichte. Vermutlich war das Team auch mit etwas zuviel Respekt in die Begegnung gegangen und warf deswegen nicht vollkommen frei auf.

 

Kurz nach der S-Kurve forderte die Westerender Anwerferin das Glück dann ganz besonders heraus: Sie setzte ihre Kugel viel zu tief, daraufhin rutschte diese nach unten ab, traf einen Baum, kam wieder auf die Straße zurück, kroch bis an die obere Straßenmarkierung und rollte knapp an der Kugel der Ardorferinnen vorbei. Ohne diese Rückkehraktion wäre die Kugel mindestens 50 Meter weniger gerollt. Welch eine Duselaktion der jungen Gymnasiastin.

Doch nun setzte eine Ardorferin zu einem wahren Raketenwurf  auf der Geraden an und warf diese mit einem Schlag nahezu komplett ab. Dies war ein Wurf, mit dem sicherlich so mancher Männer-I-Werfer seine Probleme hätte und Tanja Freudenberg hatte nun die herausragende Aufgabe, diese Vorgabe zu erreichen.

Glücklicherweise warf sie mit der Führung im Rücken, sodass es nicht allzu sehr ins Gewicht fiel, dass ihr Versuch viel zu tief blieb.

Die kleine zwischenzeitliche Aufholjagd des Heimteams kann danach aber urplötzlich zum Erliegen, denn bis zu diesem Rekordwurf hatte man sich berechtigterweise noch Hoffnungen auf ein Remis gemacht.

Nun war die Wunderwaffe Westerendes, namentlich Anita Kleen, an der Reihe, die gemäß Ilka Hoffmann die mit Abstand beste Leistung zeigte und nur so spät eingewechselt wurde, weil sie sich bereits beim Einwerfen eine Zerrung zugezogen hatte.

Mit ihrem Wurf desillusionierte die Ardorferin, die sich hier im Gespräch mit M III-Werfer Wilfried Lohmeyer befand, das Heimteam komplett.

Das Team war jedenfalls froh, dass sie wieder mit an Bord war, denn nun folgte die nächste Zaubertat: Von der Ringstraße abwerfend, gab sie der Kugel einen angenehmen Fingerdrall mit, sodass diese im Nachgang bis zur Bushaltestelle lief und postwendend die Führung wieder an Lütje Holt ging, da Ardorf nicht adäquat konterte.

Nachdem die Wittmunderinnen den Kanal zur Hälfte abgeworfen hatten und Christine Friedrichs ihren Versuch viel zu tief blieb, war die Führung aber schnell wieder verloren und es lagen noch 2/3 des Kanals vor den nach wie vor mit 1:3 hinten liegenden Werferinnen.

"Psycho" Freudenberg patzte dann leider auch und füllte lediglich das zweite Drittel auf, sodass Ardorf nun zum Matchball ansetzen konnte.

Leider zeigte sich dann aus Sicht der Westerender, warum es bei den Gästen um ein Spitzenteam der Landesliga handelt, denn die Werferin drückte das Schwarz ganz oben an den Straßenrand, wo sie für eine lange Zeit verweilte und erst auf der nachfolgenden Geraden beim Haus auf der linken Seite zum Stillstand kam.

Anita Kleen und ihre Kolleginnen wussten nun bereits vorher, dass es nahezu unmöglich wäre, die Position der Ardorfer Kugel zu erreichen. Anstatt Harakiri zu spielen, entschied sich die eingewechselte Werferin dazu, einen soliden Wurf zu absolvieren, dem am Ende auch nur lediglich 3 Meter zur Kugel der Ardorferinnen fehlten. Ein erneut toller Versuch, aber dennoch war das 1:4 hiermit gefallen.

Zeigte, dass sie in der Boßelabstinenz nichts verlernt hatte und war zudem Werferin des Tages mit der Holzkugel, obwohl sie nur als Kurzarbeiterin agierte: Anita Kleen, die sich in dieser Szene auf ihren Wurf auf der Höhe des Ringkanals vorbereitete.

Die im Wettkampf eher unglücklich agierende Tanja Freudenberg zeigte auf der Geraden nach dem Linksknick dann doch noch mal, dass sie boßeln kann und drückte die Kugel wunderbar an den oberen Straßenrand.

Nina Coordes und Anita Kleen standen dann Face-to-Face kurz vor dem finalen Linksknick. Nachdem der ältere Sprössling aus dem Hause Coordes derart grandios vorgelegt hatte, dass schon fest mit dem 1:5 gerechnet werden musste, machte sich erneut Anita Kleen ans Werk.

Sie traf den Wurf ebenso gut, doch am Ende setzte sich die Wurfkraft der knapp 15 Jahre jüngeren Coordes durch und es klingelte erneut auf der Seite der Ardorferinnen.

Mit etwas Pech hättedie Begegnung nun tatsächlich noch zu einem Unentschieden verkommen können, doch Sarah Hartwich hatte eindeutig etwas dagegen. Sie traf ihren letzten Wettkampfwurf perfekt und ergaunerte sich damit die extrem wichtige Führung für ihre Farben zurück.

Ilka Hoffmann war gegen 16:30 Uhr über eine Tatsache genauso stark erfreut wie der Rest des Teams: Der Wettkampf, in dem niemand im Team die Form der letzten Begegnungen auch nur annähernd erreichte, war endlich zu Ende gegangen.

Christine Friedrichs warf dann souverän über die Ziellinie und nun lag es an der sehr gut aufgelegten Nina Coordes, ob der Wettkampf 0:3 oder 0:4 aus Sicht des Heimteams ausgehen sollte. Am Ende entschieden 8 Meter zugunsten des höheren Ergebnisses und Lütje Holt durfte sich angesichts der dargebotenen Performance auch keineswegs darüber beklagen.

Dieser hart erkämpfte 6:4-Erfolg (+2,63) macht die Westerender zum einzigen Ligateam, das ein ausgeglichenes Punktekonto vorweist. Dies ist auch die logische Konsequenz daraus, wenn man alle Heimkämpfe gewinntund im Gegenzug auswärts alle Punkte abgibt.

Bereis am 10.11. können die Damen um Mannschaftsführerin Imke Pupkes beim Tabellennachbarn in Müggenkrug den nächsten Versuch starten, die Auswärtsnegativbilanz ein wenig aufzupolieren.

 

-ju- (Informationen aus Gummi: Imke Pupkes, aus Holz: Ilka Hoffmann)

Ein Tag zum Vergessen für Christine Friedrichs. Glücklicherweise erwies sich die Gummigruppe heute als besonders talentiert im Ausbügeln, sodass das "Holz-Versagen" ohne Folgen blieb.


Auswärtskampf gegen Ihlowerfehn, 27.10.2018

Voll fokussiert in den Wettkampf. Hier erwartete Tanja Freudenberg zusammen mit Manuel Harms den Wurf von Christine Friedrichs.

27.10.2018

 

Ins Spannung erwartete Nachbarschaftsduell gingen die Lütje Holter Holzdamen in der Besetzung Christine Friedrichs, Tanja Freudenberg, Ilka Hoffmann und Sarah Hartwich. Anja Pupkes lief mit und diente als Notfall-Backup für die Damen.

Der Start gelang den Gästen bomastisch: Christine Friedrichs erwarf sehenswert die Führung und Tanja Freudenberg baute diese sehenswert aus. Nur aufgrund eines Meters blieb es weiterhin beim Remis.

Leider  leisteten sich Ilka Hoffmann und Sarah Hartwich dann zwei Aussteiger, sodass die Führung wieder abgegeben wurde und sich das Team nach dem tollen Start wieder neu konfigurieren mussten.

In der dritten Runde war es dann aber soweit: Tanja "Psycho" Freudenberg nahm sich ein Herz und knallte die Kugel in Richtung A31. Ihlow konnte nicht folgen und somit ging Rot mit 1:0 in Führung.

Es folgten diverse Führungswechsel, jedoch ohne eine Auswirkung auf dem Gesamtstand, sodass sich der Tross allmählich in Richtung der Wende begab.

 

Gut gelaunt in den Wettkampf: Sarah Hartwich und Anja Pupkes (v.l.) hatten sich in Holz viel vorgenommen.

Es ging eigentlich für die fokussierten und konzentrierten Damen um das 2:0, doch dieser Traum fand ein abruptes Ende, als Ilka Hoffmann zuerst ein Ei über die Wende warf und die Führung aus der Hand gab und die Lütje Holter Schlusswerferin ebenfalls katastrophal umkehrte und den Hausherrinnen den Ausgleich bescherrte.

In Runde 8 ging das für Lütje Holt so böse Treiben dann weiter: Nachdem die Führung schon auf Seiten Ihlows lag, blieb Christine Friedrichs Wurf zu kurz und Westerendes Kunststoffkugelanhängerinnen mussten sich tatsächlich erstmal mit einem Rückstand anfreunden.

Es folgte eine völlig irrsinnige Runde, die den gesamten Wettkampfverlauf sehr gut zusammenfasst: Tanja Freudenberg holte die Führung mit einem richtigen Dampfhammer wieder, Ilka Hoffmann gab sie daraufhin ab, Sarah Hartwich erkämpfte diese wieder zurück und Christine Friedrichs Wurf blieb abermals zu kurz. Es fehlte jedwede Konstanz bei den Gästen. Mit dieser Leistung sollte es schwer werden, beim Tabellenletzten zu reüssieren.

Antje Beewen und ihre Gummiladys hatten bisher einen eher semioptimalen Saisonstart. Nichtsdestotrotz reiste das Team hochmotiviert nach Ihlowerfehn und wollte sich selbst am Schopfe aus der Krise ziehen.

Die anschließenden Kurvenpassagen wurden wieder mit zum Teil absurden Slapstickeinlagen, aber auch brillanten Würfen auf beiden Seiten absolviert. Es blieb somit weiterhin beim 1:2 aus Sicht der Gäste, wobei sich die Gastgeberinnen mittlerweil doch sehr deutlich den Vorsprung verdient hatten, wohingegen sich Westerende nur noch aufs Reagieren versteifte.

Und die Ladys sollten für diese Taktik bestraft werden: Kurz vor dem Ende kassierten sie dann doch auch noch das 1:3 und die Partie war aus Sicht Westerendes gelaufen.

Die Ziellinie näherte sich und Ihlowerfehn schaukelte die Begegnung routiniert nach Hause. Letztlich ging die Partie für Westerende mit 0:2,38 verloren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Mannschaft selbst um den Sieg gebracht hat. Es hat den sichtlich angeknockten Gegner stark geworfen und wurde für die eigenen Unzulässigkeiten eiskalt bestraft. Die Damen mussten auf bittere Art und Weise feststellen, dass es eben keine schwachen Gegner in der Landesliga gibt.

Betreuer Gerhard Pupkes (Warnweste) tat alles, um seine Damen in diesem spannenden Lokalderby anzufeuern.

Die Gummidamen, die in der Reihenfolge Imke Pupkes, Magret Campen, Maren Coordes und Antje Beewen antraten, erwischten ebenfalls einen Bombenstart: Imke Pupkes knallte die Kugel sensationell über die Straße und Magret "Maggie" Campen baute die Führung weiter aus.

Leider konnte das Team nicht kontinuierlich darauf aufbauen, ferner entwickelte sich das gesamte Wettkampfgeschehen zu einem Akt der permanenten Führungswechsel - bis zur 6. Runde geschah dies nach gefühlt jedem zweiten Wurf. Dies führte dazu, dass es 1:1 stand und sich kein Team wirksam absetzen konnte.

Die Wettkämpferinnen wirkten nervös und man merkte förmlich die Spannung in der Luft, wodurch sich auf beiden Seiten immer wieder kleinere Unzulänglichkeiten einschlichen. 

Zur Wende konnte Ihlow auf 2:1 erhöhen, doch die Gäste konternten stark und konnten auf Höhe der Mühle den Ausgleich erzielen.

Gegen der Partie fuhren die Lokalmatadorinnen nochmal groß auf und warfen immer mit rund 60 - 70 Meter Führung im Rücken, jedoch konnte Westerende immer das 2:3 verhindern.

Maren Coordes zeigte dann mit dem letzten Wettkampfwurf, zu welchen Leistungen sie fähig ist und knallte die Kugel extrem weit über die Ziellinie, sodass am Ende doch noch das 3:2 fiel und dieser Vorsprung mit niedlichen 2 Metern garniert wurde.

In Addition mit dem 0:2 der Holzdivision setzte es in dritten Auswärtsbegegnung die dritte Niederlage, wenn auch mit 1:2 (-1,36) denkbar knapp.

Durch die Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf steckt Westerende jetzt also mittendrin im Sumpf der Landesliga, da die Teams zwar 5 Tabellenplätze, aber lediglich zwei Punkte trennen. Ein Auswärtserfolg hätte sicherlich ein wenig mehr Sicherheit geben können.

In der nächsten Woche kommt es dann zum Geschwisterduell an der Holzlooger Straße, wenn Nina Coordes mit Ardorf anreist und dort auf Maren und ihre Kolleginnen treffen wird. Diese Begegnung wird sicherlich ein Gradmesser für die nächsten Wochen, handelt es sich bei den Gästen doch bei einem Aspiranten auf den Titel.

 

-ju- (Informationen aus Holz: Ilka Hoffmann, Gummi: Imke Pupkes)

Gerhard Pupkes und Sarah Hartwich waren mit dem Wettkampfverlauf nicht zufrieden. Am kommenden Wochenende wird aber wieder voll angegriffen. Gegen Ardorf ist aber sicherlich eine gute Leistung notwendig, um etwas Zählbares zu holen.


Heimkampf gegen Ostermarsch, 20.10.2018

Gute und entspannte Stimmung in der Gummigruppe, obwohl der Vergleich mit Ostermarsch äußerst nervenaufreibend war.

Am Kanal warten Ramona Gerdes, Magret Campen, Gerhard Pupkes, Antje Beewen und Maren Coordes (v.l.) auf das Abklingen des Autoverkehrs.

23.10.2018

 

Die Teams aus Ostermarsch und Westerende verbindete eine lange, gemeinsame Geschichte, wie Betreuer Gerhard Pupkes nach dem Wettkampf in seiner Ansprache so treffend feststellte. So stiegen beide Teams vor knapp zehn Jahren gemeinsam aus der Bezirksklasse in die Bezirksliga auf und warfen dann bis zur Saison 2012 Seite an Seite in der Liga.

Jedoch hielten es die Ostermarscher Damen dann irgendwann nicht mehr in der Liga aus und stiegen fluchs in die Landesliga auf, wo sie sich seitdem pudelwohl fühlen. Westerende scheiterte dagegen einmal mit Rang 3 ganz knapp am Aufstieg und konsolidierte sich danach im Liga-Mittelfeld, ehe in der letzten Saison dann der Aufstiegscoup gelang.

Beim Wiedersehens-Wettkampf gingen die Holzdamen in der Formation Christine Friedrichs, Tanja Freudenberg, Ilka Hoffmann und Sarah Hartwich auf die Straße.

Beide Anwürfe der Holzabteilungen misslangen, wobei die Führung erst einmal auf Seiten der Gäste zu finden war.

Ilka Hoffmann war es dann aber, die das Kräfteverhältnis wieder geraderückte und den Vorteil für ihre Farben zurückerzwang. Die Westerender Schlusswerferin sorgte dann für einen Ausbau der Führung, ehe Christine Friedrichs das 1:0 mit einer grandiosen Rakete vollendete.

Doch diese Führung stand noch auf recht wackeligen Beinen, da sich die rotgekleideten Frauen so manchen Lapsus leisteten. Glücklicherweise wurde dies aber nicht bestraft, sodass Ilka Hoffmann zwar kurz vor dem Kanal recht unglücklich agierte, Sarah Hartwich ihren Fehler aber sofort wieder ausbügelte und das 1:0 wieder komplettierte.

Aber wieder sollte die Freude darüber nicht lange anhalten.

Zwar schleuderte die rotgekleidete Anwerferin die Kunststoffkugel über 3/4 der gesamten Kanalgeraden, doch wurde die Freude durch ein Folgeei von Tanja Freudenberg getrübt, die ihre Kugel noch vor der Linkskurve ließ.

Ilka Hoffmann stellte Sarah Hartwich dann trüllend auf die Gerade und da diese die anstehende Rechtskurve ebenfalls nicht erreichte, war die Führung erneut auf Seiten des Gegners.

Diese permanenten Führungswechsel zogen sich noch bis zum Ukena-Haus hin, ehe das Team endlich den Sack zumachen konnte und auf 2:0 stellte.

Mit dieser Führung ging es in Richtung Wende. Hier zeigten sich die Ladys jedoch nicht von ihrer Schokoladenseite: Sarah Hartwich ließ die Kugel zu tief und Christine Friedrichs jauchzte die Kugel oben aus der Bahn. Tanja Freudenberg beging die Umkehr und produzierte ebenfalls einen Aussteiger. Da die Gegnerinnen jedoch auch in die Eierproduktion einstiegen, konnte sie damit gar die Führung zurückerkämpfen.

Das 3:0 erfolgte dann auf der Geraden in Richtung Stine Uden nach einer Co-Produktion von Christine Friedrichs und Tanja Freudenberg, wobei Letztere die Kugel sehenswert an den Straßenrand schleuderte und den Spielstand ergo erhöhte.

Die Episode bis nach dem Kanal verblieb ohne bemerkenswerte Vorkommnisse, ehe Tanja "Psycho" Freudenberg sich dann nochmal ein Herz nahm und auf 4:0 stellte.

Die beiden Divisionen bewegten sich in der Folge zielgericht zum Ende der Strecke hin und es schien, als habe man sich salomonisch auf das 4:0 geeinigt. Jedoch hatte die Champions-Tour-Teilnehmerin Christine Friedrichs eindeutig etwas dagegen und überwarf die gegnerische Kugel um angenehme 157 Meter. Laut Aussage von einer recht fassungslosen Ilka Hoffmann "eine absolute Granate", die den Endstand von 5,57:0 markierte.

Die Holzdamen waren also wieder einmal nicht zu schlagen und können mit einem Schötverhältnis von 11:2 bei 6:2 Punkten von einem bravourösen Saisonstart in der neuen Liga sprechen.

Nach einem äußerst bescheidenen Start mit 3 völlig missratenen Würfen, konnten die Lütje Holter Damen froh sein, nicht schon in Rückstand geraten zu sein. Da aber auch Ostermarsch ein wenig neben der Spur zu sein schien, hielten sich beide Teams tatsächlich bis zur Wende schadlos. Imke Pupkes, Maren Coordes, Ramona Gerdes und Magret Campen waren anfangs weit von ihrer Normalform entfernt, was auch Pupkes nach dem Wettkampf konstatierte. Sie stellte zudem fest, dass ein Team bei der Anzahl der Fehler sicherlich zur Wende bereits mit drei oder vier Schöts hätte führen können, derart erbärmlich war das Wurfgebahren auf Seiten beider Teams.

Es schlichen sich immer wieder kleinere Würfe auf Seiten der Roten ein, sodass man die Führung nie kostant ausbauen oder gar veredeln konnte. Die Führung wechselte aufgrund der fehlenden werferischen  Konstanz munter zwischen den Teams hin und her und so war es auch nicht verwunderlich, dass im gesamten Gummiwettkampf nur ein Schöt fiel; leider auf der falschen Seite.

Kurz vor dem Kanal fing sich nämich Team Rot nach einigen Unzulänglichkeiten das 0:1 ein.

Westerende versuchte alles, konnte aber zu keinem Zeitpunkt auf ein Remis stellen.

Letztlich war es dann sehr glücklich, dass das Team mit dem finalen Wurf des Wettkampfes noch die Führung holte und aus einer Niederlage noch ein Unentschieden (-87 Meter) formte.

Pupkes bemängelte ganz klar den werferischen Auftritt ihres Teams auf der Hintour, da man ganze 5.3 Runden zur Wende benötigte, wohingegen nur 16 Würfe auf der Rücktour verzeichnet wurden.

Das interne Ziel, alle Heimkämpfe zu gewinnen, muss auch nach dem zweiten Auftritt in heimischen Gefilden nicht revidiert werden und  logiert nach diesem tollen 5:0-Erfolg (+4,70) auf dem für einen Aufsteiger wunderbaren 5. Tabellenplatz. Die Westerender Gummis kommen in dieser Saison noch nicht so recht in Tritt und liegen aktuell mit 2:6 Schöts und 3:5 Punkten auf Rang 14 im Gruppenranking.

In der nächsten Woche geht es zum Tabellenletzten nach Ihlowerfehn. Der Nachbarverein, bei dem etliche Westerender Werferinnen ihre boßlerischen Wurzeln haben, hatte ein übles Startprogramm (Heimkämpfe gegen die favorisierten Teams aus Ardorf und Dietrichsfeld) und steht aktuell bei 0:25 und 0:8 Punkten und entsprechend früh in der Saison unter Druck. Will man nicht schon vorzeitig für die Bezirksliga planen, müssen gegen Westerende die ersten beiden Saisonzähler her.

Imke Pupkes und ihre Girlgroup werden alles dafür tun, um dies zu verhindern.

Genau so hatten sich die Lütje Holter die Tabelle nach dem 4. Spieltag der Landesliga gewünscht.

Das Team kann absolut mit dem Saisonstart zufrieden sein, zumal bereits viele andere Teams daheim Federn ließen.

 

-ju- (Informationen aus Holz: Ilka Hoffmann, Gummi: Imke Pupkes)


Auswärtskampf gegen Rahe, 13.10.2018

Anreise mit dem Rad zu den Nachbarn aus Rahe: Christine Friedrichs, Imke Pupkes und Maren Coordes (v.l.) nutzten das gute Wetter am Gallimarkt-Wochenende genauso wie Sarah Hartwich und Antje Beewen.

15.10.2018

 

Petrus hatte bestes Wetter bereitgestellt und somit war der Grundstein für ein angenehmes Nachbarschaftsduell gelegt.

Die Westerender Gummi-Girls versuchten in der Aufstellung Ramona Gerdes, Magret Campen, Maren Coordes und Antje Beewen die nötigen Schöts auf dem bei Auswärtsteam eher unbeliebten Rahester Geläuf zu ergattern.

Leider missglückte der Start vollkommen, da das Heimteam die Kugel bis in die erste Kurve donnerte und Ramona Gerdes ihren Anwurf vollkommen verzog.

Magret Campen stand nun schon so weit vor der Linkskurve, dass es ihr kaum möglich war, die Markierung der Blauen zu erreichen. Und so fehlten am Ende ein paar Meter und es klingelte bereits zum ersten Mal; leider auf der falschen Seite.

Nach der ersten Kurve entschied sich Westerende dann aber dazu, das Boßeln ernsthafter zu betreiben und konnte nach drei vernünftigen Würfen ausgleichen.

Ladys in Black: Maren Coordes, Magret Campen, Christine Friedrichs, Tanja Freudenberg, Antje Beewen, Imke Pupkes und Ramona Gerdes (v.l.) kamen fest entschlossen in Rahe an.

Im Hintergrund näherten sich Anja Pupkes (verdeckt), Ilka Hoffmann und Sarah Hartwich sowie Gerhard Pupkes (v.l.).

In Runde 4 gab es dann einen Kompletteinbruch im Team, der sich darin äußerte, dass Lütje Holt nur noch werferischen Mist fabrizierte und Rahe konnte den Vorsprung weiter ausbauen, sodass das Team schnell mit 1:4 ins Hintertreffen geriet. Insbesondere auf dem ganz schmalen Stück zeigte Rahe, warum es "Heimvorteil" heißt.

Auf der Rücktour begann aber die Aufholjagd der Roten und sie kamen sogar wieder bis auf 3:4 heran.

Leider kam es dann aber erneut zu einem unerklärlichen Einbruch im Wurfverhalten der roten Girls und Rahe konnte sogar auf 7:3 davonziehen.

Team-Chefin Imke Pupkes zeigte sich im Nachgang extrem enttäuscht, da ihr Team viel zu viele kleine Würfe mit maximal 50 Metern gezeigt hatte und den ebenfalls nicht überzeugenden Auftritt der Hausherrinnen nicht vernünftig ausnutzen konnte.

Ramona Gerdes nach der ordentlichen Vorgabe der Rahester "Wichter". Gerhard Pupkes zeigte an, Tomke P., Maren Coordes, Antje Beewen, Tanja Freudenberg, Magret Campen und Manuel Harms (v.l.) schauen gespannt in Richtung Kukelorum.

Sie selbst kam auf der ersten Wende im Übrigen für Maren Coordes ins Team, die arge Probleme mit der Straße hatte. Drei Würfe hatte das Nachwuchstalent komplett neben die Straße gesetzt, sodass ein rascher Wechsel absolut notwendig wurde.

Pupkes lobte überdies die Leistung einer Rahester Werferin, die an diesem Samstag jeden Wurf traf und den Kampf so gut wie im Alleingang für ihre Farben entschied.

Insgesamt war keine ihrer Damen mit der eigenen Leistung zufrieden und so verließ man entsprechend niedergeschlagen den Ort des Geschehens. Das 0:4,28 war sicherlich noch keine extrem hohe Niederlage, ist aber umso ärgerlicher, wenn man den Wettkampfverlauf der Holzdamen betrachtet.

Anwurf im Holzvergleich: Ilka Hoffmann und Sarah Hartwich (v.l.) erwarteten Christine Friedrichs' Versuch. Manuel Harms kniete nieder und wies ihr ganz genau die Richtung.

Christine Friedrichs warf mit der Kunststoffkugel an, Ilka Hoffmann, Tanja Freudenberg und Sarah Hartwich folgten ihr auf den Startplätzen 2 bis 4.

Im Vergleich zu Gummi kam Holz besser aus den Startlöchern. Youngster Friedrichs hatte bei ihrem Anwurf zwar etwas Glück und touchierte mehrfach die Grasnaht, konnte ihre Kugel aber fast bis zur Vorlage Rahes in die Linkskurve bringen.

Sarah Hartwich fasste sich zum Ende der zweiten Runde ein Herz und traf die Straße perfekt und wenig später stand es 1:0 für die Gäste - besser hätte das Team nicht starten können.

Das Team dominierte den Wettkampf über die gesamte Hinrunde hinweg und kam auch perfekt über die Wende.

Sarah Hartwich war auch in Rahe gut drauf und konnte die frühe Führung für ihr Team besorgen.

Nach der Wende entwickelte sich der Wettkampf zu einem Hin und Her. Es ging  dabei aber immer eher um das 2:0 für Lütje Holt als um den Ausgleich für das Heimteam. Auf der Zielgeraden zimmerte Tanja Freudenberg dann nach den vergeblichen Versuchen ihrer Teamkolleginnen nochmal eine Granate auf den Asphalt und konnte endlich auf 2:0 stellen.

Leider wurde mit dem darauffolgenden Wurf die Führung wieder abgegeben und nun stand der Sieg wieder auf des Messers Schneide.

Anwerferin Christine Friedrichs hatte nun die Aufgabe, an der Vorgabe des Heimteams vorbeizuwerfen, schaffte dies um Haaresbreite und beendete somit die Begegnung zugunsten ihrer Farben.

Ilka Hoffmann zeigte, wie auch ihre Teamkolleginnen, eine tolle Leistung in Rahe und konnte nach dem souveränen 1,27:0-Erfolg zufrieden sein.

Das 1:4 (-3,001) bedeutete die zweite Auswärtsniederlage im zweiten Gastauftritt. Gemäß Imke Pupkes ist dies aber kein Beinbruch wie sie zu Protokoll gab: "Wir müssen versuchen, unsere Heimkämpfe zu gewinnen. Auswärts lassen wir uns einfach überraschen. Mit 18 Punkten steigt man definitiv nicht ab."

Mit 9:7 Schöts (die Männer I hat aktuell das gleiche Verhältnis in der Ostfrieslandliga) und 2:4 Punkten liegt Westerende auf Platz 7 der Landesliga. Die Holzgruppe belegt dabei Platz 6 und Gummi Platz 14 in der Gruppentabelle.

Die Saison ist noch jung und am Wochenende kommt der Tabellenvierte aus Ostermarsch an die Holzlooger Straße. Kann man diesen Wettkampf erfolgreich bestreiten, sieht die Welt schon wieder deutlich positiver aus.

 

-ju- (Informationen zu Gummi: Imke Pupkes, zu Holz: Ilka Hoffmann)


Heimkampf gegen Dunum/Brill, 29.9.2018

Gute Stimmung bei den Holzladys Sarah Hartwich, Ilka Hoffmann und  Tanja Freudenberg (v.l.) in der Partie gegen Dunum.

2.10.2018

 

Die Westerender Damen waren in der Vorwoche mit einer Niederlage nach einem hartem Kampf in die Saison gestartet und wollten im Wettkampf gegen das Team aus Dunum, welches davon profitierte, dass sich Dietrichsfeld II vor der Saison abgemeldet hatte und sich somit als Bezirksliga-Dritter für die Landesliga qualifizieren konnte, nun einen raschen Ausgleich des Punktekontos herbeiführen.

Die Abteilung Gummi  ging dieses Unterfangen mit Imke Pupkes, Maren Coordes, Antje Beewen und Ramona Gerdes an.

Das Gästeteam aus Dunum legte mit dem spürbaren Rückwind der letzten Woche, als man in Südarle etwas überraschend reüssierte, los wie die Feuerwehr und so lagen die rotgekleideten Ladys bereits am Kanal mit 0:2 hinten. Zu diesem Zeitpunkt war es den Mädels unmöglich, den Vorgaben der Grünen auch im Ansatz Paroli zu bieten.

Lange Zeit sah es für die Lütje Holter Gummi-Girls nicht gut aus, doch Maren Coordes, Magret Campen und Imke Pupkes (v.l.) und Co. steckten nicht auf und sollten dafür belohnt werden.

Die berüchtige Kurve bei Christine Uden war dann wieder einmal das Zünglein an der Waage: Während die Roten drei tolle Würfe aus ihren Ärmeln zauberten, verlor der Gast ein wenig den Faden und geriet gar mit 2:3 in Rückstand, der bis zur Wende sogar noch zu einem 2:4 ausgebaut werden sollte.

Man hatte sich jetzt in Rage geworfen und zog sogar kurzzeitig auf 6:2 davon, brach dann aber erneut auf dem Teilstück ab dem Kanal ein und konnte am Ende darüber froh sein, dass ein 2,91:0 über die Ziellinie gerettet wurde.

Imke Pupkes war letztlich darüber froh, dass der Wettkampf endlich vorüber war und ihre Truppe schon einmal knappe 3 Schöts zur Mannschaftswertung beisteuern konnte.

Antje Beewen (weiße Ärmel) und Ramona Gerdes hatten am Ende trotz eines durchwachsenen Auftritts ihres Teams  glücklicherweise doch noch gut lachen.

Die Lieberhaberinnen der Kunststoffkugel starteten in der Formation Christine Friedrichs, Tanja Freudenberg, Ilka Hoffmann und Sarah Hartwich in den Wettkampf. Anja Pupkes lief mit.

Der Anwurf der 16-Jährigen blieb ein wenig zu kurz und erreichte nicht die von allen so gerne anvisierte Birke, dennoch kam das Team recht gut aus den Startlöchern. Der dramatische Zwischenstand aus der Gummi-Begegnung sorgte zwar zeitweise für etwas bleiernde Beine und Arme, das Team warf aber solide los und zeigte zum Teil respektable Wurfleistungen.

Wie bei den Teamkolleginnen aus Gummi war es ebenfalls die Kurve in der Nähe der "berühmten" Neu-Barsteder Kneipe, die den ersten zählbaren Erfolg aus das Konto der Roten brachte.

Ilka Hoffmann hatte Sarah Hartwich wunderbar im Bereich der Bushaltestelle positioniert, von wo aus die Auricherin die Kugel dann sehenswert in Richtung des Neuen Wegs drückte. Da die grüngekleideten Gäste dieser Vorgabe nicht folgen konnten, durfte erstmals auf Seiten der Westerender gejubelt werden.

 

Tolle Gemeinschaftsleistung im Bereich der ersten S-Kurve: Ilka Hoffmann (weiße Ärmel) platzierte Sarah Hartwich (schwarze Haare) goldrichtig, die daraufhin das 1:0 markierte und Youngster Christine Friedrichs (Brille) erhöhte  schließlich auf 2:0. Mit der Warnweste zudem im Bild zu sehen: Holz-Betreuer Manuel Harms.

Wenig später erhöhte die aktuelle Champions-Tour-Teilnehmerin Westerendes auf 2:0, weil Dunums Werferin aus einem extrem ungünstigen Winkel auf die Gerade werfen musste, diesen erwartungsgemäß im obenliegenden Graben versenkte und die Gymnasiastin daraufhin die komplette Gerade für ihre Zwecke ausnutzte, indem sie die Kugel an die obere Straßenkante donnerte.

Beide Teams hielten sich dann für eine lange Zeit schadlos und gingen unverändert über die Wende.

Sarah Harwich erwies sich an diesem Tag als wahre Kurvenexpertin und erhöhte auf 3:0 als sie in die Doppelkurve einwarf und die Kugel sich zum Vorteil der Roten unten stieß und diese für Dunum praktisch unerreichbar wurde.

Dann zeigte sich Westerendes Powerwerferin auf Höhe der Bushaltestelle nahe der schon so oft beschriebenen Kurve wieder einmal extrem explosiv, indem sie die 11er-Kugel durch den kleinen Rechtsknick jagte, diese daraufhin ganz nach oben an die Grasnaht stieg bis sie schließlich bei Hermann Kleene liegen blieb. Da das Auswärtsteam keine adäquate Antwort parat hielt, konnte sich Tanja "Poco Loco" Freudenberg mit ihren Kolleginnen über das 4:0 freuen.

Tanja Freudenberg bei ihrem Wurf zum 4:0. Diverse Schaulustige schauten sich den Wettkampf bei bestem Wetter an.

Fortan lief es auf Seiten der Heimmannschaft, ohne jedoch noch etwas Zählbares zu erreichen, da Dunum gut dagegenhielt.

Schöt Nummer 5 gesellte sich schnell zu den bisherigen 4, als Sarah Hartwich zum dritten Mal einen roten Schötjubel auslöste. Beim letzten Linksknick setzte sie das schwarze Rund nochmals wunderbar ganz nach oben und schon klingelte es  und der Wettkampf war damit entschieden.

Kurz danach senzte Christine Friedrichs ihren Wurf dann aber noch einmal unnötigerweise oben heraus, sodass die Führung weg und aus dem sicheren 5:0 jetzt nur noch ein 3:0 mit den entsprechenden Metern geworden war.

Doch Ilka Hoffmann hatte, genauso wie ihr Mann Ragnar, an diesem Wochenende den letzten Wurf des Wettkampfes zu absolvieren, fasste sich ein Herz und überwarf die Kugel des Gegners um genau 102 Meter, sodass der Vorteil wieder zurückwechselte und Lütje Holts Holztruppe einen starken 5,02:0-Erfolg für sich verbuchen konnte.

Insgesamt gab es also einen schönen 7,93:0 Heimsieg für die Landesliga-Novizen, die sich damit aufgrund des besseren Schötverhältnisses (7:3)  bei ausgeglichenem Punktekonto auf Platz 4 vorschoben.

Am 13.10. folgt dann der Auftritt bei den Nachbarn aus Rahe, deren Strecke sicherlich noch kein Auswärtsteam in absolute Verzückung versetzt hat.

 

-ju- (Informationen aus Gummi: Imke Pupkes, Holz: Ilka Hoffmann)

Das Victory-Zeichen. Sarah Hartwich zeigte sich siegesgewiss und sollte recht behalten. Angesichts ihrer drei Schöts hatte sie auch allen Grund dazu.

Ihre Kolleginnen beratschlagen sich im Hintergrund.


Auswärtskampf gegen Dietrichsfeld, 22.9.2018

Auf zur Landesliga-Premiere: Sarah Hartwich (in schwarz) und Mannschaftsführerin Imke Pupkes warfen sich frohen Mutes auf dem Auswärtsgeläuf ein.

23.9.2018

 

Auftakt in der höchsten Boßelliga Ostfrieslands und dann ausgerechnet in Dietrichsfeld. Die Damen um Mannschaftsführerin Imke Pupkes waren vor ihrer Premierensaison entsprechend nervös. In Gummi stellten sich Imke Pupkes, Maren Coordes, Antje Beewen und Magret Campen dem berüchtigten Geläuf in Richtung Langefeld. Im Laufe des Wettkampfes wechselte man zudem Ramon Gerdes für die an der 3 gestartete Werferin ein.

Es entwickelte sich mit der roten Kugel ein Wettkampf auf absoluter Augenhöhe mit einer extrem hohen werferischen Qualität. So gaben die Dietrichsfelder in ihrer Ansprache im Anschluss auch zu verstehen, dass die am Samstag gezeigte Wurfleistung normalerweise locker ausreichen würde, um andere Teams mit 5 oder 6:0 nach Hause zu schicken, womit man Westerende gleichzeitig absolute Landesliga-Tauglichkeit konstatierte. Am Ende reichte es in Gummi gar nur zu einem 1,29:0 für die Lokalmatadorinnen.

Holz ging mit Christine Friedrichs, Tanja Freudenberg, Sarah Hartwich und Ilka Hoffmann an den Start. Die Liebhaberin der Kunststoffkugel gerieten schnell in Rückstand, konnten diesen aber ebenso flott wieder egalisieren. Im weiteren Verlauf des Wettkampfes gerieten die Damen in Rot wieder ins Hintertreffen und konnten diesen knappen Rückstand bis zum letzten Wurf Dietrichsfelds halten. Dann folgte jedoch ein satter Wurf der Heimdamen, der um 104 Meter am Wurf der Gäste und über das Ziel schoss und den Endstand von 2,04:0 für Dietrichsfelds Holzdamen markierte.

Für Imke Pupkes zählte nach dem mit 0:3,33 verlorenen Wettkampf vielmehr, dass ihr Team Spaß gehabt hat und trotz der Niederlage einen gelungenen Einstand in der höchsten Spielklasse feiern durfte. Ihre Mädels haben konzentriert und fokussiert geworfen und somit ist ihr mit Blick auf die nächste Heimbegegnung gegen Dunum gar nicht bange, auch wenn der kommende Gegner überraschend in Südarle reüssieren konnte. Westerende wird gegen den Mitaufsteiger voll angreifen und von Beginn an keinen Zweifel daran lassen, dass die zwei Punkte die Holzlooger Straße nicht verlassen werden.

 

Gute Stimmung trotz Niederlage: Tomke und Anja Pupkes genossen den Ligastart.

-ju- (Informationen: Imke Pupkes)