Heimkampf gegen Bernuthsfeld, 17.12.17

Männer des Tages: Erich Tirrel (l.) und Waldemar Suntken hatten am heutigen Sonntag spielfrei mit ihrer eigentlichen Männer III-Mannschaft und waren gleich Feuer und Flamme dafür, bei der durch Teammitgliederabsagen stark gebeutelten Holzvertretung der Männer I auszuhelfen.

17.12.2017

 

Sven Frerichs, Simon Hanssen, Ingo "Harvey" Weber, Thorsten Wienekamp, Timo Saathoff, René Boettcher, Harm Auts - die Anzahl der Holzwerferabsagen vor dem Highlight gegen den Tabellenzweiten aus Bernuthsfeld reichte beinahe aus, um eine komplette 8er-Mannschaft zu bestücken. Steffen Lengert und Jens Ufken hatten sich infolgedessen mit den Spielplänen der anderen Mannschaften auseinandergesetzt und stießen schnell auf die Männer III-Vertretung Lütje Holts. Das Team von Kapitän Jacob Penning befindet sich bereits seit einiger Zeit in der Weihnachtspause und so erklärten sich der 59-jährige Erich Tirrel und sein um ein Jahr jüngerer Sportkamerad Waldemar Suntken bereit, dem Kräftemessen gegen die bis dato stärkste Holzmannschaft der gesamten Liga beizuwohnen.

Ergänzend hielt das Wetter ebenfalls noch ein Überraschung bereit: Sollte das Aufeinandertreffen der beiden Teams doch eigentlich um 12 Uhr in Bernuthsfeld stattfinden, wurde kurzfristig das Heimrecht getauscht, als die Bernuthsfelder beim Abfahren ihrer Heimstrecke extreme Straßenglätte feststellen mussten. Da das Geläuf in Westerende vorzeigbar war, warf man kurzerhand um 12.30 Uhr an der Holzlooger Straße an.

Das Warten auf die Gäste: Hendrik Bents, Erich Tirrel, Matthias Lottmann, Steffen Lengert, Dirk Tunder, Christian Smid und Thilo Adomat vertreiben sich die Zeit mit Warmwerfen (v.l.).

Lediglich Christian Smid, Jens Ufken und der Nachwuchswerfer Thilo Adomat waren als reguläre Holzwerfer der Lütje Holter Männer I verblieben. Kurzum entschieden sich die zusammengewürfelten Mannschaftsteile aus Männer I und III bei allerbestem Winterwetter dazu, mit einem Wechselspiel aus Routiniers und Jungspunden in den Kampf zu ziehen.  Christian Smid warf wie gewohnt an, ihm folgte dann Waldemar Suntken auf Startposition 2, ehe Jens Ufken und Erich Tirrel die Starting-4 abrundeten. Thilo Adomat lief nahezu den gesamten Wettkampf eifrig mit und wurde für sein Engagement kurz vor Schluss belohnt, als er zu seinem ersten Wettkampfeinsatz in der Männer I-Auswahl kam und man ihn für den wiederholt stark werfenden Christian Smid drei Würfe vor Wettkampfende in die Partie nahm.

Christian Smid hatte bereits in der letzten Woche einen sensationellen Anwurf aus dem Ärmel geschüttelt, als er seine Kugel ca. 220 Meter in Richtung Neu-Barstede jagte. Der scherzhaften Anweisung Jens Ufkens, "heute nicht unbedingt so weit werfen zu müssen", leistete er glücklicherweise nicht Folge: Dieses Mal legte er die Kunststoffkugel mustergültig in die Rille unterhalb der Mittellinie und landete mit seinem Anwurf bei einer Weite von ca. 230 Metern - ein richtiges Brett auf dem ersten Teilstück der Strecke.

Da liegt das gute Stück: Der Anwurf der Lütje Holter landete bei der 185-Meter-Markierung.

Es kam, was kommen musste: Der Bernuthsfelder Anwurf blieb viel zu kurz und der Folgeversuch ebenfalls. Somit hatte Holz das Kunststück hingebracht, zum zweiten in Folge mit dem Anwurf 1:0 in Führung zu gehen. Waldemar Suntken legte seinen Versuch ebenfalls ordentlich auf die Straße und dann war es wiederum Jens Ufken, dessen Wurf mustergültig oben am Straßenrand in Richtung 50er-Schild lief und vom gegnerischen Werfer nicht erreicht wurde. Nun war das Déjà-vu komplett: Wie in der Vorwoche führte Westerende nach 3 Würfen mit 2:0 und die Schöts hatten überdies dieselben Werfer wie in der Vorwoche erzielt.

Die Roten trafen zu Beginn des Wettkampfs jeden Wurf und so war es Waldemar Suntken vorbehalten, der die Kugel vor dem Rechtsknick stehend mustergültig bis in die Kanalkurve lenkte und auf 3:0 erhöhte. Das eigentümliche Quartett, das zusammen im Übrigen mehr als 175 Lebensjahre vorweisen konnte, hatte das Kunststück vollbracht, es mit 6 Würfen an den Kanal zu bringen.

Jens Ufken stand jetzt leider noch sehr weit vorne in der Linkskurve, doch schien an diesem Sonntag alles möglich und so knallte er die Kugel stark fingerlastig nah am unteren Ende der Straße in Richtung kanalnahe Grasnaht, wo sich die Kugel hielt und insgesamt 150 Meter weit lief. Erich Tirrel und Christian Smid erledigten ihre Aufgaben sicher und stellten Waldemar Suntken auf die Gerade nach der Kanalabschlusskurve, wo dieser dann einen ganz besonderen Sahnewurf auspacken sollte:  Knapp auf der Gerade stehend, setzte er das schwarze Spielgerät auf die linke Straßenseite, wo es sich die komplette Strecke bis in Richtung Rechtsknick hielt, in der Kurve mitfiel und noch ca. 60 Meter weiterrollte. Wenn ein Wurf einen Schöt verdient gehabt hätte, dann dieser. Und so kam es, dass es nach dem 10. Wurf Lütje Holts "Palimpalim" machte und 4:0 stand.

Fachsimpeln vor dem Wettkampf: Ob Steffen Lengert (l.) und Christian Smid da schon ahnten, was später folgen sollte?

Beide Mannschaften rieben sich spätestens jetzt verwundert die Augen: Die Bernuthsfelder, weil sie sicherlich mit einem leichteren Wettkampfverlauf gegen die im Mittelfeld der Gruppentabelle positionierte Holzvertretung Westerendes gerechnet hätten und das Heimteam, weil sie nach rund einem Viertel des Wettkampfes mit Fug und Recht behaupten konnten, noch keinen einzigen schwachen Wurf gehabt zu haben.

Jens Ufken war nun an der Reihe und setzte die Kugel zwar nur knapp unterhalb der Mitte, doch zog sich der Wurf des mittelalten Regional Directors ordentlich in Richtung Stine Uden, sodass dabei für das gegnerische Team abermals eine ordentliche Aufgabenstellung heraussprang. Und wieder blieb deren Wurf zu kurz und es stand 5:0.

Es kehrte ein wenig Ruhe in das Match ein, auch weil sich die Gastgeber jetzt den ein oder anderen Flüchtigkeitsfehler gönnten, ohne dabei aber richtig kurze Würfe zu zeigen.

Christian Smid stand dann kurz nach dem  Rechtsknick in Richtung Schluss-S-Kurve und zeigte wiederum, wie viel boßlerisches Talent in ihm steckt: Er setzte seinen Versuch mustergültig auf die Mitte, überbrückte rasch die Restgerade und landete auf Höhe der roten Hütte. Da die Kugel der Gäste ein kleines Stück davor im Graben einschlug, hatte das Heimteam bereits vor der Wende das halbe Dutzend komplettiert.

Der in Walle wohnende Routinier Erich Tirrel hatte großen Spaß am Match und drehte vor allem im letzten Viertel nochmal richtig auf.

Zur Wende, vor der Jens Ufken mit dem erst 19. Wettkampwurf knapp liegen blieb, gab es wiederum die ein oder andere Unsicherheit bei den Westerenden, doch folgten zu keinem Zeitpunkt zwei kurze Würfe in Serie; anders wäre ein Schnitt von über 150 Metern pro Wurf sicherlich auf der kurvenreichen Strecke auch nicht zustande gekommen. Die Führung ging zwar ein ums andere Mal verloren, doch lief das Team nicht Gefahr, einen Schöt zu kassieren. Was der eine verbockte, bügelte der andere schlichtweg wieder aus - die Vier hatten sich gut aufeinander eingestellt.

Das Match plätscherte ein wenig vor sich hin, ehe es auf die Gerade hinter Stine Uden ging. Waldemar Suntken, Jens Ufken und Erich Tirrel überbrückten mit ihren Würfen das Stück bis zur Kanalkurve und wurden für ihre allesamt ausgezeichneten Würfe folgerichtig mit dem 7:0 belohnt, das sich Erich Tirrel an die imaginäre Hutkrempe tackern durfte.

Der Westerender Schlusswerfer war es auch, der scheinbar mit dem Ergebnis noch nicht ganz einverstanden war und zur Schlussoffensive blies. Erst zauberte er seinen Wurf durch die Kanalendkurve und verwandelte dann - wie einige hundert Meter zuvor - wieder die erstklassigen Vorlagen seiner beiden Vordermänner mustergültig zum 8:0, als er kurz nach der letzten Linkskurve auf der Schlussgeraden stand und die Kugel mal eben schlanke 200 Meter auf dem flachen Stück in Richtung Ziel drückte. Interessanterweise stieg sein Wurf dabei nach ca. 150 Metern auf dem relativ rillenbefreiten Teilstück nochmal leicht an - ein Umstand, der vermutlich auch nur an diesem Tag möglich war. Die Holzköppe waren sich an diesem Tag also auch bei der Verteilung der Schöts einig geworden: Jeder hatte zwei erzielt.

Nun hatte der bereits erwähnte Thilo Adomat seinen Auftritt: Er traf die Straße zwar nicht optimal, schaffte es aber vorbei an der Kugel des fairen Gegners und konnte so die Führung für sein Team verteidigen. Waldemar Suntken stand jetzt bereits in Zielnähe und forderte das Glück ein bisschen zu stark heraus. Wie er später zugab, wollte er das Ziel überwerfen und übertrieb schlichtweg. Sein Versuch schoss quer über die Straße in den Graben - der einzige Fehlversuch des Routniers.

Nun oblag es also doch noch dem wieder einmal unter starken Adduktorenproblemen leidenden Jens Ufken, den Zielwurf vorzunehmen. Die für das 9:0 benötigten 150 Meter vor Augen setzte er alles, was sein ramponierter Körper noch zu bieten hatte, in das schwarze Runde, doch leider gab er dem Wurf einen Tick zu viel Daumen mit, sodass die Kugel ebenfalls nach ca. 70 Metern oben ausstieg.

Den Versuch war es wert und letztlich lagen sich alle Beteiligten nach dem historischen 8,055:0-Erfolg in den Armen und konnten ihr Glück kaum glauben. Während Waldemar Suntken und Erich Tirrel bereits in die Vereinskneipe geschickt wurden, um sich die besten Getränke zu sichern, machte sich der johlende Holztrupp freudetrunken auf dem Weg zur noch kämpfenden Gummigruppe, die sich zu diesem Zeitpunkt genau vor der letzten Linkskurve befand.

Tolle Geste: Simon Hanssen musste leider am Sonntag bei der Arbeit ran, ließ es sich aber dennoch nicht nehmen, kurz vor Schluss zu seinen Jungs zu stoßen und diese begeistert anzufeuern.

Die Gummigurken gingen mit Ragnar Hoffmann, Hendrik Bents, Dirk Tunder und Steffen Lengert in der vermeintlichen Bestbesetzung in den Wettkampf. Jan Lengert und Matthias Lottmann akkompagnierten ihre Jungs als begeisterte Fans und kamen aufgrund des bis zum Schluss sehr engen Wettkampfs nicht zum Zuge.

Fast schon traditionell holte Ragnar Hoffmann mit seinem Anwurf die Führung und Bernuthfeld hatte gar ein ordentliches Stück Boden auf dessen Wurf gutzumachen. Doch die Führung blieb nicht lange bei den Roten, sondern wechselte im Nachgang permanent zwischen den Teams hin und her.

Bis zum Ende des Kanals befanden sich die Kontrahenten absolut auf Augenhöhe, wobei Bernuthsfeld aufgrund starker Weiten der Gastgeber mehrfach nur um wenige Meter den Rückstand vermeiden konnte.

Verbog sich für den Erfolg: Steffen Lengert offenbarte zur Mitte des Wettkampfs einige Schwächen, fing sich aber rechtzeitig wieder und trug ebenfalls zur Ergebnissicherung bei. Hier ist er bei seinem letzten Wurf zu sehen.

Ragnar Hoffmann war es dann, der der Unentschiedenheit der Wettbewerber ein Ende setzte: Er jagte die rote Kugel waghalsig knapp an der Rasenkante durch den Rechtsknick auf die Gerade vor Stine Uden und wurde mit dem 1:0 belohnt.

Hendrik Bents, der an diesem Tag wieder einmal geniale aber auch  albtraumhafte Elemente in sein Boßelspiel einbaute, baute die Führung aus, ehe Dirk Tunder mit einem Gewaltwurf von knapp 300 Metern auf 2:0 stellte. Bei diesem Wurfhammer stand er ca. 100 Meter vor dem Lärchenweg und landete kurz hinter dem Neuen Weg hinter der scharfen Rechtskurve - dies gelingt so sicherlich auch nicht jeden Tag.

Ragnar Hoffmann und Steffen Lengert gönnten sich bis zur Wende dann noch beide ein schönes Ei, sodass man die Führung abgeben und mit einem knappen 1:0-Vorsprung umkehren musste.

Gemeinsames Bangen: Ragnar Hoffmann wirft und die ganze Gummigurkenbande wartet: Jan Lengert, Simon Hanssen (der einzige Holzwerfer im Bunde), Matthias Lottmann, Hendrik Bents und Dirk Tunder (v.l.), der auch scheinbar nachts im Bett eine Sonnenbrille trägt.

Die Schwächephase dauerte unglücklichweise auf den ersten Würfen nach der Wende an, sodass Dirk Tunder nach einem perfekt platzierten Wurf Bernuthsfelds in der S-Kurve nicht mehr zufriedenstellend kontern konnte und das Team den Ausgleich schlucken musste.

Die Gummis wussten zu diesem Zeitpunkt bereits von der hohen Führung der Holzgruppe und so wirkte es, als ob sich bei dem einen oder anderen Werfer der Schlendrian einschleichen wollte. Diverse Chancen wurden leichtfertig versiebt und man konnte ernsthaft froh sein, dass das Auswärtsteam die Vorlagen der Gastgeber nicht als Einladungen wahrnahm. Vor allem Ragnar Hoffmann und Steffen Lengert scheiterten an ihren Paradeständen, wurden jedoch nicht für ihr leichtfertiges Wurfverhalten bestraft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn nichts klappt, muss eben das Glück erzwungen werden: Steffen Lengert mit seiner Freundin Venja Lowack. Nach ihrer Ankunft kurz vor Schluss fing sich das Heimteam tatsächlich noch.

Zum Showdown auf der Schlussgeraden fand sich also - wie bereits erwähnt - die Holzgruppe ein und Gummi wusste, dass der Gesamtsieg ungefährdet ist.

Dirk Tunder, der an diesem Tag die beste und konstanteste Wurfleistung ablieferte, leitete mit seinem letzten Wurf eine hervorragende letzte Runde ein. Er war es auch, der zuvor mit Worten auf seine drei Teamkameraden eingeprügelt hatte, um ein letztes Aufbäumen zu erwirken.

Steffen Lengert, Ragnar Hoffmann und Hendrik Bents gelangen sehr ordentliche Weiten und so konnte man die zuvor erkämpfte Führung über die Ziellinie retten. 68 Meter wurden obendrein auf der Habenseite verbucht und konnten zu einem Endergebnis von 8,123:0 addiert werden.

Das gesamte Team zeigte sich nach der Begegnung mehr als happy über den Sieg gegen die Favoriten aus der Nähe des Silbersees. So brüllte Vizekapitän Ragnar Hoffmann seine anschließende Abschlussrede bei Germann lautstark in den gutgefüllten Raum und begründete dabei in seiner unnachahmlichen Art die Lautstärke mit seinem enormen Stolz.

Einen großen Dank sprach Steffen Lengert dann auch noch in Richtung der Männer III aus, deren Mitwirken dieses 8:0 überhaupt erst ermöglichte. Zudem vergaß er nicht, sich auch bei den Werfern zu bedanken, die in den letzten Wochen nicht so häufig zum Zug gekommen sind und dennoch immer vor Ort waren.

Nach diesem Sieg hat sich Westerende eine hervorragende Ausgangslage für die nächsten Wochen geschaffen, da die höherplatzierten Teams aus Schirum-Ostersander und Dietrichsfeld zeitgleich patzten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Warten auf das Wettkampfende: Jan Lengert, Dirk Tunder, Matthias Lottmann, Christian Smid und Männer III-Werfer Reemt Lengert fiebern dem finalen Wurf Hendrik Bents' entgegen.

Westerende ist nun seit 7 Wettkämpfen ungeschlagen und hat sich peu à peu in die oberen Tabellengefilde geschlichen. Auf 24:16 Schöts und 12:8 Punkten darf aufgebaut werden, zumal der aktuelle Tabellenführer aus Schirum nur 4 Verlustpunkte weniger auf dem Konto hat; in dieser engen Kreisligasaison sind diese sehr schnell abgegeben.

Am 7.1.18 gibt sich mit Langefeld ein weiteres Team aus den höheren Tabellenregionen die Ehre an der Holzlooger Straße. Ergattert man dann zwei Punkte, wird das Team mit einer extrem breiten Brust in die Rückrunde starten.

Erwähnenswert ist zudem noch das faire Verhalten der Bernuthsfelder, die trotz der heutigen Klatsche länger als das Heimteam im Gasthof Germann sitzen blieben (Einzelkämpfer Simon Hanssen vertrat als einziger noch die Farben der Roten) und sich nach anfänglichem Groll schnell wieder beruhigt hatten und sich auf launige Gespräche einließen.

 

 

-ju- (Informationen aus der Gummigruppe: Steffen Lengert)


Heimkampf gegen Middels-Osterloog, 10.12.17

Der Holz-Tross marschiert los. Bei ungemütlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt war dies sicherlich kein Vergnügen am gestrigen Nachmittag, zumal zur Mitte des Wettkampfes ein flottes Schneetreiben einsetzte.

11.12.2017

 

5 Partien in Folge ohne Niederlage, bei 7:3 Punkten Ausbeute: Lütje Holt empfing die Gäste aus Middels-Osterloog mit breitgeschwellter Brust (sowie Restalkohol im Blut) und wollte alles dafür tun, zum ersten Mal in der Kreisliga-Saison auf einen positiven Punktestand in der Tabelle zu kommen.

Ein Sieg gegen den bis dato auf Tabellenplatz 10 liegenden Konkurrenten musste also zwingend her und dies nach einem kraftraubenden Samstag, an dem man zuerst von 12.30 bis 16 Uhr die anspruchsvolle Strecke Forlitz-Blaukirchen - Wiegboldsbur bollerwagenboßelnd bezwungen hatte und sich anschließend im Rahmen der Weihnachtsfeier noch beim Bowling maß. Zu diesem recht späten Zeitpunkt war jedoch nur noch knapp die Hälfte des Teams geistig anwesend und der Rest durch die körperlichen Ausdünstungen von namentlich nicht genauer erwähnten Teammitgliedern komplett benebelt.

 

Dieses Wochenende standen die Sterne günstig für die Familie Smid: Nachdem Hartmut bereits am Vormittag bei der Männer II -Vertretung Lütje Holts brilliert hatte, zauberte sein Verwandter Christian am Nachmittag eine sehr ordentliche Vorstellung auf den kalten Asphalt. Hier ist er bei seinem Rekordanwurf zu sehen.

Ingo "Harvey" Weber hatte sich pünktlich vor dem Wettkampf mit einem Messer eine trendige Fleischwunde in seinen linken Daumen geritzt, ließ es sich dennoch nicht nehmen, seine Holzköppe lauthals anzufeuern und als Anweiser zu fungieren.

Christian Smid, Simon Hanssen, Jens Ufken und Thorsten Wienekamp waren es somit, die immer wieder versuchten, das imaginäre Ziel zwischen seinen gespreizten Beinen zu treffen. Dies gelang besonders auf der Hintour sensationell.

Der junge Tischler feuerte seinen Anwurf ungefähr bis auf die Höhe der 190-Meter-Markierung, also weit hinter die auf der rechten Straßenseite liegende Einfahrt. Begünstigt wurde sein Wurf dabei durch eine Eiche, die die Kugel kurz vor der bereits beschriebenen Einfahrt nochmals auf die Straße ablenkte und den bereits tollen Wurf  um weitere 30 - 40 Meter verlängerte. Der Anwurf der Gäste blieb zu tief und der zweite Werfer jagte den Wurf oben raus: Mit dem ersten Wurf ging Lütje Holt ergo 1:0 in Führung.

Simon Hanssen jagte die Kugel in seiner unnachahmlichen Art wiederum ca. 150 Meter weiter in Richtung Rechtsknick und scheiterte nur um knappe fünf Meter an Schöt Nummer 2. Dieser sollte allerdings nicht lange auf sich warten lassen, als Jens Ufken seinen Versuch in die Rille unterhalb der Mittellinie legte, ebenfalls rund 150 Meter überbrückte und es plötzlich nach 3 Würfen bereits 2:0 stand.

Die Holzköppe waren warm und dachten gar nicht daran, auf Konsolidierung zu setzen.

Thorsten Wienekamp befand sich als Schlusswerfer bereits kurz vor dem Rechtsknick und legte seinen Wurf mustergültig knapp unter die Mittellinie, sodass dieser nach der Kurve ganz nach links oben stieg und ebenfalls in die Weitenregion seiner Vorgänger vorstieß. Middels schätzte den Winkel der Kurve falsch ein und so verließ deren Versuch die Straße am oberen Rand und es klingelte zum 3. Mal in diesem Match. Lütje Holt hatte also das Kunststück vollbracht, mit der ersten Runde 3:0 in Führung zu gehen und sich bereits ein ordentliches Stück auf der Geraden nach dem ersten Rechtsknick zu befinden - ein grandioser Start, der sicherlich nicht alltäglich ist.

Christian Smids Freundin Lena Mudder fungierte gestern als Ersatzmaskottchen für den im Süden urlaubenden Eugen Pernak und erledigte ihre Sache mehr als ordentlich.

Es kehrte ein bisschen Ruhe ein, auch weil sich Simon Hanssen und Jens Ufken zwei schwächere Würfe gönnten und so gab man erstmals die Führung ab, ehe es auf den Kanal zuging.

Thorsten Wienekamp stand in einem noch sehr ungünstigen Winkel in der Kurve, brachte die Kugel aber ordentlich auf die Gerade, sodass Christian Smid wiederum eine gute Vorlage für Simon Hanssen erzeugen konnte, der seinerseits rund 100 Meter vor der Linkskurve stehend, einen mustergültigen Wurf aus dem Ärmel zauberte und die Kugel rund 15 Meter weit auf die Gerade brachte.

Middels-Osterloog setzte den ersten Versuch zu tief und stand nun unmittelbar vor der besagten Kurve. Anstatt die Kurve mit Gewalt oder einem gekonnten Trüllversuch zu durchwerfen, setzte der Gegner seinen Versuch aber viel zu tief, sodass deren Kugel tatsächlich noch vor dem Kurvenscheitelpunkt unten im Graben steckenblieb und sich Simon Hanssen nun auch über seinen ersten Wettkampfschöt freuen konnte.

Die Gäste fanden nun auch besser in das Kräftemessen und konnten den guten Würfen des Heimteams ein ums andere Mal Paroli bieten, ehe man sich in die Rechtskurve nach Stine Uden begab. Lütje Holt hatte nach wie vor die Führung inne, doch hatte Simons Hanssens Versuch die Straße bereits kurz hinter der Bushaltestelle verlassen, sodass Jens Ufken jetzt vor der Aufgabe stand, rund 70 Meter bis zum Eingang in die berücktigte Kurve zu überbrücken und diese dann mit wenig Fahrt zu durchqueren, damit der nächste Werfer seinen Versuch auf dem geraden Ende stehend ausführen kann. Nun zahlten sich seine häufigen Trainingssessions im Sommer aus, denn es gelang ihm tatsächlich, das Kunststoffspielgerät trüllend durch die komplette Kurve bis zum 50er-Schild zu bugsieren. Da sein Gegner sich deutlich  näher vor der Kurve befand, kam was kommen musste: Das 5:0 für Lütje Holt manifestierte sich.

Ingo "Harvey" Weber machte einen tollen Job als Anweiser. Hier startete Christian Smid im beginnenden Schneetreiben seinen Versuch auf der Rücktour und überbrückte nahezu die gesamte Gerade und markierte damit das 7:2.

Jeder der rotgekleideten Werfer leistete sich die ein oder andere Auszeit, doch insgesamt muss attestiert werden, dass man eine  überragende Hintour hinlegte, die man mit einem glatten 6:0 abschloss. Jens Ufken komplettierte mit einem konzentrierten Wurf vor der S-Kurve seinen Dreierpack, da sein Versuch auf der Höhe der roten Hütte liegenblieb und das Gästeteam aufgrund eines schlechteren Abwurfwinkels nicht zur Kugel Lütje Holts kam.

Zu diesem Zeitpunkt sah alles nach einem zweistelligen Sieg für das Heimteam aus, zumal Middels den Start komplett verschlafen hatte, aber allmählich in den Wettkampf fand und gleich zu Beginn der Rücktour auftrumpfen konnte.

Das Heimteam absolvierte eine grauenhafte Runde, die vielleicht auch auf den anstrengenden und alkoholreichen Samstag zurückzuführen war, vor und in der S-Kurve und kassierte folglich auf geradezu jämmerliche Art und Weise 2 Schöts, sodass es plötzlich nur noch 6:2 stand. Zu diesem Zeitpunkt begegnete man überdies der Gummigruppe, die von ihrem 3-Schöts-Rückstand berichtete, sodass man wusste, dass ein knapper Sieg in der Holzgruppe unter Umständen nicht  für einen Gesamterfolg langen könnte.

Man berappelte sich recht mühselig: Jens Ufken holte die Führung nach der S-Kurve zurück, Thorsten Wienekamp absolvierte seinen Versuch solide, doch dann schafften es Christian Smid und Simon Hanssen nicht, die Gerade vor der Linkskurve in Richtung Stine Uden zu überbrücken und gaben obendrein die Führung wieder ab, sodass sich der 35-Jährige  wiederum mit der Aufgabe konfrontiert sah, die schwierige Kurve zu entzaubern.

Der Versuch gelang und nachdem Thorsten Wienekamp die schwarze Kugel sehenswert ca. 40 Meter auf die Gerade nach Stine Uden gelegt hatte und damit die Führung zurückeroberte, packte Christian Smid, der an diesem Tag bis auf sein kleines Zwischentief zur Wende einen Glanztag erwischte und aus einem guten Team noch ein wenig herausstach, einen Gewaltwurf aus und warf bis kurz vor die Linkskurve.

Da der gegnerische Werfer auf der linken Seite anlief und seine Kugel die Straße bereits nach einer kurzen Dauer auf der rechten Seite verließ, stand es 7:2 und der psychologisch wertvolle Vorsprung von 5 Schöts war wieder da.

Naturschönheiten: Jens Ufken und Christian Smid (v.l.) freuen sich über die tolle Leistung in der Holzgruppe.

Es ging in den Schlussspurt und in den Jungs wuchs der Hunger nach mehr Schöts. Jedoch hatte man die Rechnung ohne das Gästeteam gemacht. Die fanden die Strecke mittlerweile genauso schön wie das Heimteam und wussten durchaus mit den Weiten der Roten mitzuhalten. Überdies gönnte man sich den ein oder anderen kleineren Wackler nach und vor der Kanalabschlusskurve, sodass an ein Ausbauen der Führung nicht zu denken war. Auf der Schlussgeraden sah sich Thorsten Wienekamp plötzlich einem 200 Meter Wurf seines Gegners gegenüber und konnte sich dabei bei seinem Kollegen Jens Ufken "bedanken", der seinen Wurf vor dem Linksknick stehend einen Ticken zu hoch setzte und somit nur schwache 90 Meter erreichte. Dieser Bärendienst führte zum Verlust der Führung, womit man wieder bei einem rechnerischen 4:0 stand. Gottseidank standen die anderen Teammitglieder - und dies galt für alle vier Werfer im Verlauf des gesamten Wettkampfs - für die schwächeren Versuche ihrer Wurf-Compadres tapfer ein. Christian Smid legte vor und Simon Hanssen beendete mit einem tollen Wurf den Wettkampf, als er nochmal alle Kräfte mobiliserte und die Kugel auf dem flachen Stück rund 170 Meter weit warf. Leider fehlten ihm genau 5 Meter, sodass die Holzköppe sich am Ende nach einem über weite Strecken toll geführten Wettkampf über ein 4,145:0 freuen konnten.

Verteilt sonntags nur Gummikugeln: Matthias Lottmann kam  auf der Startposition 2 zum Zuge.

Die Gummisparte Lütje Holts hatte sich vor Beginn darauf geeinigt, Werfern eine Chance zu geben, die sonst nicht so oft zum Zuge kommen und in der Vergangenheit bereits oft mitgelaufen sind. So kam es, dass Kapitän Steffen Lengert und Hendrik Bents sehr kollegial auf ihre Stammplätze in der Starting-4 verzichteten und das Team in der Formation Ragnar Hoffmann, Matthias Lottmann, Dirk Tunder und Jan Lengert ins Rennen ging.

Middels-Osterloog, die in der Gruppentabelle in der direkten Nachbarschaft der Lütje Holter Gummis rangierten, zeigte eine bemerkenswerte Leistung. Zwar gelang es Anwerfer Ragnar Hoffmann, die Führung für seine Farben zu erzielen, doch gab Matthias Lottmann diese postwendend ab und der Start in die Partie entwickelte sich zu einem Katz-und-Maus-Spiel, wobei die "Maus" Westerende versuchte, nicht in Rückstand zu geraten.

Dieses Unterfangen gelang nur bedingt, denn plötzlich hieß es 1:0 für die Gäste nach einem 250-Meter-Wurf, als Matthias Lottmanns Versuch ein wenig zu kurz blieb.

 

Auf in den Kampf: Hendrik Bents (rechts), Matthias Lottmann und Jan Lengert (verdeckt) begeben sich auf die 3,1 Kilometer lange Strecke in Richtung Neu-Ekels/Wiegboldsbur.

Insgesamt zeigte Westerende zufriedenstellende Würfe, jedoch wurde jede Unachtsamkeit von den solide agierenden Gästen bestraft und so stand es nach dem Kanal 0:2 aus Sicht der Lokalmatadoren.

Vor der Wende geriet der am letzten Wochenende noch als Matchwinner agierende Dirk Tunder vollkommen von der Rolle und schaffte es, in der Folgezeit mit 4 Würfen auf eine Weite von maximal 200 Metern zu kommen. Dies führte zu Unsicherheiten im gesamten Team und so stand es plötzlich schon 4:0 für Middels-Osterloog; insgesamt aber noch 6:4 für Westerende, wenn man beide Gruppenergebnisse addiert.

Zum schlechten Wetter und  Wettkampfverlauf kam die Tatsache, dass man unentwegt mit dem Auffinden der Kugeln beschäftigt war und in einem Fall sogar aus Angst, den Kampf nicht mehr bei ausreichendem Tageslicht beenden zu können, die Suche abbrach.

Auf der Rücktour kam es dann konsequenterweise zum Doppelwechsel: Dirk Tunder wurde durch Steffen Lengert ersetzt, Hendrik Bents kam für Matthias Lottmann in die Begegnung.

Mit diesen Wechseln kehrte auch das Selbstbewusstein zurück. Die Würfe wurden besser und man konnte sich die Führung zurückholen. Jedoch wurde jeder gute Wurf Lütje Holts von den Gästen gekonnt gekontert, sodass es vorläufig zu keinem zählbaren Erfolg für die Weihnachtsfeiergeschädigten kommen sollte.

 

Steffen Lengert erwartet den Wurf Ragnar Hoffmanns am Linksknick vor der finalen Gerade. Sein Wurf war entscheidend, bescherte er dem Team doch eine Führung von genau einem Meter.

Am Teilstück nach Stine Uden kam es aber wiederum zu einem fast folgenschweren Einbruch im Team, als man leichtfertig die mühsam erkämpfte Führung abgab und dann sogar noch das 0:5 verkraften musste. Da man zu diesem Zeitpunkt mit einer 4- oder 5-Schöt-Führung der Holztruppe rechnete, wurde die Sorge groß, dass es am Ende sogar nicht einmal mehr für ein Unentschieden reichen würde.

Doch der Siegeswille in punkto Gesamtergebnis war noch nicht gebrochen und so kamen die Gummigurken am Kanal nochmals stark auf und konnten die Führung wieder zurückholen. Kurz nach der finalen Kanalkurve stand es also 5:0 aus Sicht der Middelser, bei Führung des Heimteams - es roch nach einem Unentschieden. Dramaturgisch wertvoll kamen zudem die Holzgruppen beider Teams angelaufen, die ihrerseits wenig Zeit mit dem Auffinden ihrer Spielgeräte verbracht hatten und sich somit einen satten Vorsprung herauswerfen konnten respektive schon 20 Minuten im Ziel waren.

Nun schlug die Stunde von Kapitän Steffen Lengert: "El Capitano" stand ausgangs der bereits beschriebenen Kurve, legte alles an Kraft in seinen Wurf und jagte die rote Kugel mit hohem Tempo einen Meter am unteren Rand entlang durch den Linksknick. In der Folge stieg die Kugel auf der Geraden wieder auf die Hälfte der rechten Straßenseite und überbrückte so eine Strecke von geschätzten 320 Metern. Für dieses Pfund hatte der Gegner erstmals keine richtige Antwort parat und die Holz- und Gummigruppen Westerendes bejubelten im dichten Schneefall das 1:5. Dieser Schöt bedeutete zu dem Zeitpunkt einen knappen Sieg Westerendes, da man nach wie vor die Führung innehatte.

Nie war ein 1:5 wichtiger: Steffen Lengert holte alles aus seinem Oberkörper und wurde belohnt.

Nun warf sein Bruder Jan, der Rechtshänder legte zu viel Finger in seinen Versuch und blieb tatsächlich genau einen Meter vor dem gegnerischen Versuch liegen. Die Führung war wieder weg, der Heimsieg in weite Ferne gerückt.

Anwerfer Ragnar Hoffmann, der wie Jan Lengert, eine sehr ordentliche und routinierte Leistung brachte, befand sich also Kopf an Kopf mit seinem Gegner vor dem Linksknick, ehe man sich auf die finale Gerade begibt. Typisch für den Verlauf der letzten Runden, platzierte er den Wurf gekonnt und sein Gegner blieb wiederum genau einen Meter vor der Kugel des Heimteams liegen. Führungswechsel, rund 200 Meter vor dem Ziel: Für alle Menschen mit schwachem Herzen war dies sicherlich kein ratsamer Wettkampfverlauf am gestrigen Nachmittag.

Es kam wieder zum direkten Duell: Hendrik Bents musste den Wurf seines neben ihm werfenden Kontrahenten Paroli bieten. Der Wurf der Middelser berührte nur leicht die Mitte und fiel glücklichweise sehr schnell ab. Hendrik behielt die Nerven und steuerte die Gummikugel rund 25 Meter am Gegner vorbei. Knapp 100 Meter vor dem Ziel schickte sich der letzte Werfer der Partie auf Seiten der Gäste nun an, die Kugel über die Linie und an der des Heimteams vorbeizubugsieren. Für ein Unentschieden hätte er sein Wurfgerät um 146 Meter an der roten Kugel Lütje Holts vorbeiwerfen müssen. Die Kugel lief knapp über die Linie, hielt sich ein gutes Stück und landete letztlich bei "nur" 123 Metern.

Westerende hatte es also tatsächlich geschafft: Zwar verloren die Gummigurken mit 3,123 Schöts, konnten sich aber insgesamt bei nun sehr starkem Schneefall über einen 4:3-Erfolg mit einem Überschuss von 22 Metern freuen.

Völlig fertig mit der Welt nach einem anstrengenden Wettkampf checken die Westerender  im Gasthof Germann den Ausgang der anderen Partien: Jan Lengert, Ingo "Harvey" Weber und Simon Hanssen  (von links) waren nicht nur froh, den Wettkampf, sondern auch das anstrengende Wochenende endlich überstanden zu haben.

Mit Blick auf die nächsten Partien beim Tabellenzweiten aus Bernuthsfeld, dessen Holzgruppe aktuell 30:0 Schöts und 16:2 Punkte in der Gruppentabelle aufweist, und das erste Kräftemessen im neuen Jahr gegen den aktuellen Tabellenvierten aus Langefeld, zeigten sich alle sehr froh über den Umstand, das Ziel des positiven Punktekontos endich erreicht zu haben. Mit 10:8 Punkten bei 16:16 Schöts kann man positiv auf die kommenden Aufgaben blicken. In Bernuthsfeld wird man aber - wenn man etwas Zählbares erreichen möchte - eine tadellose Leistung abliefern müssen.

Vor allem wird es für die Holzgruppe darum gehen, sich von der aktuell zweitstärksten Gruppe der Liga nicht abschlachten zu lassen, damit die Gummigruppe eventuell durch einen knappen Gruppensieg das Gesamtergebnis positiv für Lütje Holt gestalten kann.

 

-ju- (Informationen von der Gummigruppe: Steffen Lengert)


Auswärtskampf gegen Georgsfeld, 3.12.17

 

Dirk Tunder zeigte in Georgsfeld, was er in Tannenhausen gelernt hat: Rillenwerfen ist seine Stärke und mit seinem finalen Wurf, der zeitgleich auch den letzten Wurf des Wettkampfes darstellte, überwarf er die gegnerische Kugel um 210 Meter und wurde damit zum Matchretter für seine Farben.

4.12.2017

Endlich wieder boßeln - das dachte sich wohl jeder der Westerender Werfer nach der langen Pause, die auf den  letzten Auftritt in Middels folgte.

Bei regnerischem Wetter machte sich die Truppe sehr früh auf den Weg nach Georgsfeld, da man bereits beim letztjährigen Wettkampf zum Ende hin sicherlich die ein oder andere Taschenlampe hätte benötigen können, um die Kugeln zu finden.

Nach einem kurzen Einwerfen bei der Wallster Feuerwehr, machte man sich auf den Weg, um dann bereits um kurz nach 13 Uhr an den Anwurfpunkt mit Wurfrichtung Walle zu gehen.

Christian Smid warf in Holz an und konnte gleich durch einen wunderbaren Wurf die Führung ergattern. Jens Ufken, Simon Hanssen und Ingo Weber kamen in Runde 1 noch nicht so richtig in Tritt und so wurde die Führung schnell wieder abgegeben und nach dem Wurf Simon Hanssens stand es bereits 0:1 aus Sicht der Roten.

Bereits im Vorfeld wurde die Maxime ausgegeben, das aus den letzten Wettkampfjahren so berüchtigte Wallster Stück, auf dem die Straße scheinbar willkürlich und minütlich in alle Richtungen kippt und sich über die Jahre vor der Wende eine bemerkenswerte Rille geformt hat, einigermaßen schadlos zu überstehen. Dieser Plan war jedoch nach drei Würfen scheinbar schon über den Haufen geworfen worden.

Mieses Wetter, großer Tatendrang: Vor dem Wettkampf freuten sich die Beteiligten noch auf das Kräftemessen.

Doch die Roten fingen sich und fanden allmählich in den Wettkampf, sodass die Führung einige Male zwischen den Teams hin- und herwechselte, Lütje Holt aber auf der Rücktour näher am Ausgleich war als Georgsfeld dem 2:0. Ein traumhafter Wurf Christian Smids wurde ca. 800 Meter vor der Aufnahme von einem Auto gestoppt und in den Graben gelenkt und im Anschluss um nur wenige Meter  durch das Heimteam überworfen. Bei entsprechender Mitarbeit der Fahrerin wäre an dieser Stelle bereits die Führung für Lütje Holt drin gewesen.

Wenig später holten sich die Gäste jedoch die Führung und gingen damit auf die lange Gerade in Richtung Moordorf.

Simon Hanssen hatte die Ehre, den ersten  Rillenversuch zu starten, gab seinem Wurf jedoch zu viel Finger mit, sodass die Kugel nach ca. 120 Metern die Straße verließ. Dieser verunglückte Wurf reichte aber glücklicherweise zum Ausgleich, da sein Georgsfelder Kontrahent die Kugel einmal quer über die Straße jagte.

Miese Laune bei Simon Hanssen und den restlichen Holzköppen: Kein Werfer erreichte an diesem Sonntag Normalform.

Lütje Holt witterte Morgenluft, sah man sich doch aufgrund des vermeintlichen Fahrtvorteils plötzlich dazu in der Lage, die von einer durchgängigen Rille durchzogene Georgsfelder Straße für die eigene Zielerreichung zu nutzen.

Doch jetzt begann das Desaster: Ingo "Harvey" Weber" Weber, noch in Wiesens äußerst zielsicher in punkto Platzierung seiner Kugeln, schaffte es, genauso wie seine Kollegen, nicht ein einziges Mal, das Kunststoffspielgerät auch nur ansatzweise in die Rille zu legen.

Jens Ufken schlug sich die Kugel beim Abwurf ans Bein, Christian Smid jagte diverse Versuche oben raus und Simon Hanssen schaffte es einige Male nicht, dass seine Kugel die untere Straßenhälfte in Richtung Rille verließ. Kurzum: Dieser Tag war für die Holzbuben gebraucht und man konnte froh sein, dass man auf der Rücktour nur noch das 1:2 und nicht Schlimmeres hinnehmen musste. Letztlich hatte man sehr viel Glück, dass auch die Georgsfelder Gastgeschenke verteilten und nur zwei-, dreimal die Rille trafen. An einem Tag mit zwei Werfern in Normalform, wäre der Wettkampf sicherlich positiver für die Gäste gelaufen.

Ingo und sein Kumpel Harvey laufen Arm in Arm in Richtung Walle.

Ein wesentlicher Störfaktor war an diesem Tag schnell ausgemacht: In den Reihen der Lütje Holter sind einige Werfer, die eine gewisse Konzentrationsphase vor ihren Würfen benötigen. Auf dem Georgsfelder Geläuf war an diesem Nachmittag aber überhaupt nicht daran zu denken. Vielmehr war man damit beschäftigt, zwischen den scheinbar endlosen Autostafetten schnell auf die Straße zu springen und den Wurf hinter sich zu bringen. An konzentrierte Würfe war an diesem Tag nicht zu denken und es ist schon fragwürdig, ob Boßelwettkämpfe tatsächlich auf einer derart stark befahrenen Strecke sinnvoll sind. Für die knapp 7 Kilometer wurde auch knappe 3 Stunden benötigt, wobei mindestens eine Stunde davon für das Warten auf Wurfmöglichkeiten verloren ging - ein sehr nerviger Faktor, der dafür sorgte, dass keine rechte Wettkampfstimmung aufkommen wollte und alle froh waren, als das Klubheim des Heimteams in Sichtweite kam.

Holz musste sich an diesem Tag dann sehr schmeichelhaft mit 0:1,046 geschlagen geben und eilte nach dem Wettkampf schnell zu den Gummikollegen, die sich zu dem Zeitpunkt bereits auf Höhe der Fußgängerampel befanden und Dirk Tunder wenig später zum finalen Wurf ansetzen sollte.

Die Gummigurken warten auf den Wettkampfstart. Dirk Tunder (erkennbar am wunderschönen, roten Regenschirm), Hendrik Bents (verdeckt) und Steffen Lengert (rote Schuhe) schauen dem Treiben der Anwerfer zu.

Deren Wettkampf stellte sich komplett anders dar: Die in der Reihenfolge Ragnar Hoffmann, Hendrik Bents, Dirk Tunder und Steffen Lengert werfenden Gummigurken erwischten einen guten Start in Richtung Walle, sodass man bereits vor der ersten Wende mit 1:0 führte. Auf beiden Seiten wurden starke Würfe gezeigt und man hing den Holzgruppen regelmäßig auf den Hacken. Lütje Holt hatte das Näschen aber immer ein Stückchen weiter vorn und  für starke Würfe der Heimteams immer den richtigen Konter parat.

Kurz vor der Aufnahme leistete sich das Gästeteam jedoch eine kleine Schwächephase mit drei kleineren Würfen in Folge, sodass Georgsfeld den Ausgleich schaffte und mit einer ordentlichen Führung auf das lange Stück in Richtung Moordorf ging.

Generell zeigte Ragnar Hoffmann ein paar schöne Weiten, blieb aber ein wenig auf der Hintour unter seinen Möglichkeiten. Ebenfalls schwächelten Dirk Tunder und Hendrik Bents ein wenig, sodass der über den gesamten Wettkampf recht konstant werfende Kapitän Steffen Lengert kurzfristig vor der Entscheidung stand, einen Wechsel vorzunehmen, da er wieder einmal das Luxusproblem hatte, mit Matthias Lottmann und seinem Bruder Jan zwei engagierte Ersatzwerfer an Bord zu haben oder eben auf eine Verbesserung der bisher gezeigten Wurfqualität zu hoffen. Der angehende Gymnasiallehrer pokerte richtig, verzichtete auf einen Wechsel und wurde durch deutlich bessere Wurfleistungen seiner Mannen belohnt.

 

Ragnar Hoffmann (Weste) und Steffen Lengert erwarten den finalen Wurf Dirk Tunders. Im Hintergrund links hofft Christian Smid auf eine Wundertat des an Nummer 3 gestarteten Werfers.

Der Wettkampfverlauf auf der langen Geraden ähnelte dann dem in der Holzgruppe: Westerende jagte die Würfe mit Gewalt oben raus, Georgsfeld wusste mit den Geschenken nichts anzufangen, sodass ständige Führungswechsel die Folge waren, es aber lange Zeit beim Unentschieden blieb.

Das Heimteam versuchte ein ums andere Mal die Rille für sich zu nutzen, was jedoch nicht gelingen wollte, wohingegen Westerende die konventionelle Methode wählte und versuchte, von unten nach oben zu werfen, um auf dieser Art und Weise ordentliche Weiten zu erzielen. Dies gelang den Gästen auch besonders gegen Ende des Wettkampfes immer besser. Mittels eines besonders starken Schlussfinishes, bei dem 5 Werfer ihre Aufgaben hintereinander auf hervorragende Art und Weise erledigten, konnte Lütje Holt  nicht nur die Führung ergattern, sondern sich für eine bis auf eine kleine Schwächephase sehr couragiert und engagiert geführte Partie belohnen, als Dirk Tunder sich beim finalen Wettkampfwurf ein Herz nahm und die Kugel gute 250 Meter weit über die Straße jagte und das Ergebnis seiner Gruppe somit auf 1,060:0 stellte.

Ingesamt holten die Unentschiedenkönige  der Liga mit diesem 1,014:1 das vierte Remis der Saison im 8. Wettkampf und belegen mit 8:8 Punkten bei 11:13 Schöts den 6. Rang in der Tabelle. Hervorzuheben ist dabei, dass das Team bereits 5 Auswärtskämpfe hatte und auch in dieser Statistik ein ausgeglichenes Punktekonto vorweist.

"El Capitano" zeigte sich besonders mit dem Biss der Gummitruppe zufrieden, die aktuell bis  zum Ende jeder Begegnung noch an die eigene  Siegchance glaubt und nicht ohne Grund bei einem Gruppenergebnis von 10:6 Punkten steht, während Holz aktuell nur auf ein Punkteverhältnis von 6:10 kommt.

Insgesamt ist Westerende nach dem bereits thematisierten verkorksten Saisonstart wieder im Rhythmus und bereits seit 5 Partien ungeschlagen - die Initialzündung war der damals hervorragend herausgeworfene Sieg gegen Moordorf.

Zudem lässt sich attestieren, dass die Roten bei allen Punkteteilungen näher am Sieg waren als die jeweiligen Gegner, sodass sicherlich der ein oder andere Punkt auf unnötige Art und Weise auf der Strecke geblieben ist. Letztlich ist es auch der permanente Wechsel in den Startaufstellungen, der für Unruhe und eine geringe Konstanz in der Wurfqualität der einzelnen Gruppen sorgt.

So war es  in dieser Saison nicht einmal der Fall, dass man in beiden Gruppen mit den vermeintlichen stärksten 4 Werfern starten konnte. Vor allem Dirk Tunder und Sven Frerichs fehlen immer wieder arbeitsbedingt, hinzu kam die Urlaubsabwesenheit von Steffen Lengert zu Beginn der Saison.

Bis zum Ende der Hinrunde warten noch drei starke Gegner auf die Männer I. Am Sonntag kommt Middels-Osterloog an die Holzlooger Straße, deren Gummigruppe aktuell das gleiche Punktekonto wie die Westerender Vertretung aufweist. Lediglich deren Holztruppe konnte erst 3 Punkte erwerfen, was zur Folge hat, dass sich der kommende Gegner aktuell auf Platz 10 in der Tabelle befindet.

Im Anschluss folgen die Wettkämpfe gegen Bernuthsfeld und Langefeld, die aktuell Zweit- und Drittplatzierten der Liga, die ihrerseits über bärenstarke Holzgruppen verfügen.

Zwischen 0 und 6 Punkten ist alles drin in dieser Liga, wo die ersten 8 der Tabelle sich gerne gegenseitig die Punkte wegnehmen, jeder also jederzeit jeden schlagen kann. Westerende könnte sicherlich sehr gut mit 4 bis 5 Punkten leben, um die Hinrunde mit einem positiven Ergebnis zu beschließen.

 

-ju- (Informationen Gummi: Steffen Lengert)


Auswärtskampf gegen Middels II, 12.11.17

Behielt beim letzten Wurf des Wettkampfes den Durchblick, obwohl man das beim Anblick dieses Bildes durchaus in Frage stellen möchte: Christian Smid im Blindflug (Foto: Eugen Pernak).

12.11.2017

 

Drei Partien in Folge ungeschlagen, in Middels gegen den Tabellenletzten sollte die Serie am heutigen Nachmittag erweitert werden. Nicht mithelfen konnten dabei in Holz Thorsten Wienekamp, Tammo Frühling und René Böttcher. Überraschenderweise war dagegen Sven Frerichs mit an Bord, hatte er doch am letzten Wochenende noch seine Abwesenheit angekündigt.

Da man die Holzgruppe des Heimteams aufgrund der bisherigen Ergebnisse weitaus stärker als die Gummitruppe,  die bislang noch keine Punkte ergattern konnte, einschätzte, trat Holz in der wurfkraftstarken Formation Christian Smid, Sven Frerichs, Simon Hanssen und Jens Ufken an. Harm Auts wurde zwei Runden vor Schluss für Sven Frerichs eingewechselt.

Ingo Weber lief heute aus taktischen Gründen und aufgrund fehlender Alternativen in Gummi mit, die in der Reihenfolge Ragnar Hoffmann, Hendrik Bents, Jan und Steffen Lengert warfen und auf Wechsel verzichteten. Hier fehlte mit Dirk Tunder, Jelte Eilers, Thilo Adomat, Matthias Lottmann, Timo Saathoff und Timon Menkens ein halbes Dutzend Werfer.

Eugen Pernak begleitete die Truppen wieder in seiner schon typischen Manier und filmte und fotographierte aus allen Lagen.

Passt perfekt in jede Geisterbahn: Jens Ufken kam in Middels gut zurecht und scheint  mittlerweile  nach Wettkampf Nummer 3 in Holz angekommen zu sein (Foto: Eugen Pernak).

In Holz entwickelte sich der bereits im Vorfeld enge Vergleich zwischen beiden Teams, wobei die Westerender vom Start weg der Führung des Heimteams hinterherrannten. Es kristalisierte sich zwar heraus, dass man fahrttechnisch im Vorteil war, doch schlichen sich ab und an ein paar kleine Unsicherheiten ein, sodass man anfänglich kein Kapital daraus schlagen konnte. Im Gegenteil: Fluchs fiel das 1:0 für Middels, doch war dies für die Lütje Holter kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Nachdem Simon Hanssen die Führung zurückerobert hatte, war es dann der an einem akuten Vorhautflimmern leidende Jens Ufken, der den Ausgleich nach einem sehenswerten Wurf auf der zweiten langen Geraden markierte.

Das Spiel bot einiges an Spannung, es fielen beiseitig extrem gute Würfe, doch leider fabrizierte das Auswärtsteam so manchen unnötigen Führungswechsel durch vermeidbare Fehler auf der sehr abwechslungsreichen und interessanten, aber nach Meinung der Gäste viel zu kurzen Strecke.

Gelöste Stimmung bei den Hölzköppen nach der Partie: Christian Smid, Jens Ufken, Harm Auts, Sven Frerichs und Simon Hanssen hatten einen tollen und spannenden Wettkampf erlebt (v.l.).

Auf der lange Geraden in Richtung Spekendorfer Straße fing sich Lütje Holt dann noch auf sehr unglückliche und vermeidbare Art und Weise das 1:2, als Christian Smid auf der komplett linksseitig mit einem hohen Randstein bestückten Strecke seinen Wurf mit Karacho rechts in den Graben jagte. Die Kugel hätte überall hingedurft, nur dort nicht.

Beide Teams quälten sich mehr schlecht als recht duch die fürchterliche Kurve zum Beginn der Spekendorfer Straße und die Holzmänner sahen sich auf der Wende einer äußerst schweren Aufgabe gegenüber, die Sven Frerichs meistern musste, um das 1:3 zu verhindern. Der daumenlastige Werfer hatte die Aufgabe aus einer Linkskurve mittels starker Fingerlast auf die Gerade zu werfen und dabei mindestens 100 Meter zur gegnerischen Kugel zu überbrücken, eine tatsächlich extrem schwere Angelegenheit. Der Zeitsoldat meisterte die Aufgabe derart mit Bravour, dass das fair agierende Heimteam seinen allerhöchsten Respekt kundtat und er die Erhöhung des Rückstands somit erfolgreich verhinderte.

Zurück auf dem Powergeläuf in Richtung Diskothek Rahmann, eroberte das Auswärtsteam die Führung zurück, musste aber bis zu einem schönen Wurf Christian Smids in der langezogenen Linkskurve vor der Bushaltestelle auf das 2:2 und somit etwas Zählbares warten.

Harm Auts kam nun in die Partie und gab mit seinem Premierenwurf gleich die Führung ab, jedoch hielten Simon Hanssen und Jens Ufken dagegen und eroberten die Führung zurück respektive bauten diese aus.

Das Feld bewegte sich auf das Ziel zu, ehe die Kugel des Gegners 24 Meter vor der magischen Linie liegen blieb und Christian Smid nun die Aufgabe hatte, das Ziel um mindestens 126 Meter zu überwerfen, um die Partie für seine Farben zu entscheiden.

Der junge Tischler, der bereits in Wiesens durch seinen finalen Wurf zum Matchwinner avancierte, behielt auch hier die Nerven und jagte die Kugel sogar ganze 138 Meter über die Markierung, sodass die Holzabteilung die Partie mit dem letzten Wurf des Matches mit 1,012:0 gewann, ohne in der gesamten Partie zuvor überhaupt einmal in Führung gelegen zu haben - ein Sieg des Willens in einer anspruchsvollen Begegnung, der natürlich im Anschluss euphorisch gefeiert wurde, ehe man sich auf den Weg machte, um die Gummiabteilung mit der positiven Kunde zu überraschen, da diese immer wieder schlechtere Zwischenergebnisse von ihren Holzkollegen mitbekommen hatten.

Simon Hanssen, Harvey und Ingo Weber feiern zu dritt den Sieg im Vereinslokal Germann.

In Gummi lief der Wettkampf komplett konträr. Vielmehr darf von einem Start-Ziel-Sieg gesprochen werden, da Ragnar Hoffmann bereits mit seinem Anwurf das 1:0 markierte, als er einen wahren Monsterwurf in den Asphalt brannte, über den das Heimteam anschließend beim geselligen Zusammensein in der Diskothek Rahmann noch anerkennend diskutierte.

Dieser erste Wurf war die Initialzündung für die Gummivertretung Westerendes. Die Folge: In den ersten drei Runden rappelte es dreimal für die Gäste. Jan Lengert erhöhte zuerst auf 2:0, sein Bruder Steffen gönnte sich und seinem Team wenig später das 3:0.

Zeigt sich im Vergleich zur Vorsaison nochmals stark verbessert und hat einen wunderschönen Gesichtsausdruck beim Abwurf: Anwerfer Ragnar Hoffmann zeigte sich in Middels auch wieder bestens aufgelegt (Foto: Eugen Pernak).

Mit diesem Ergebnis gingen die Jungs auch über die Wende, nachdem man die schon beschriebene Mistkurve mit einem Gewalt- und einem Trüllversuch sehr ordentlich gemeistert hatte. Insgesamt leistete sich das Team drei Eier auf der Hintour, sodass sich Kapitän Steffen Lengert im Nachgang sichtlich zufrieden mit der Leistung seiner Schäfchen zeigte.

Auf der Rücktour fiel dann rasch das 4:0, das der Kapitän nach einem schönen Wurf erzielte und fortan schnüffelten er und seine Mannen an der "Handvoll". Dieser Schöt wollte jedoch einfach nicht fallen, stattdessen gab es einige Führungswechsel oder Middels kam nach riesigen Würfen Westerendes ein ums andere Mal nur eine Handbreit an den von den Gästen gestellten Herausforderungen vorbei.

 

Jan Lengert zeigte sich - wie auch im Kampf gegen Wiesens - äußerst sicher und trug seinen Teil zum verdienten Erfolg der Gummiköppe bei (Foto: Eugen Pernak).

Ingo "Harvey" Weber brillierte überdies den gesamten Wettkampf übrigens als Anzeiger, obwohl er seine Saisonpremiere bei den Gummikugeldompteuren feierte.

Es kam wie es kommen sollte, wenn man seine Chancen nicht konsequent nutzt: Westerende gönnte sich eine feine Eierrunde vor dem Schluss und gab die Führung ab.

Am Ende stand der nie gefährdete Sieg der Gummitruppe also fest: Mit 3,065:0 verwiesen sie ihren Gegner aus Middels in die Schranken und Westerende konnte die zwei Punkte und 4,077 Schöts dem eigenen Konto gutschreiben.

Steffen Lengert war sehr zufrieden mit dem Auftritt seines Teams in Middels, monierte aber auch noch mal die Kürze der Strecke. Eine Runde mehr auf der Hin- und Rücktour hätte es nach seinem Gusto gerne sein dürfen.

Sein Team ist immer wieder glücklich, wenn er die Wettkämpfe ob seiner Wurftechnik verletzungsfrei übersteht: Linkshänder Hendrik Bents brillierte ein ums andere Mal in Middels. Zu Weihnachten gibt es auf jeden Fall einen neuen Satz extralange Unterhemden geschenkt (Foto: Eugen Pernak).

Nach einem völlig indiskutablen Saisonstart mit 1:5 Punkten haben sich die Roten jetzt berappelt und liegen nach diesem wichtigen Auswärtssieg bei 10:11 Schöts und 7:7 Punkten. Auffällig ist, dass Lütje Holt zwar noch keine zweistelligen Siege im Hurra-Stil eingefahren hat, jedoch auch nirgendwo mit einem hohen Ergebnis unter die Räder gekommen ist, sodass durchaus von einem unbequemen Gegner gesprochen werden kann, der sicherlich niemandem in den restlichen Saisonpartien kampflos die Punkte aushändigen wird. Essentiell wird sein, dass man endlich mal eine ganze Reihe von Wettkämpfen mit allen Stammkräften absolvieren kann und sich untereinander weiterhin so gut anspornt, wie es bisher der Fall gewesen ist.

In drei Wochen geht es weiter in Georgsfeld, gegen die man in der letzten Saison beide Partien erfolgreich gestalten konnte. Deren Heimstärke darf jedoch niemals unterschätzt werden, auch wenn das Team aktuell mit 3:11 Punkten nur auf Rang 10 der Tabelle rangiert.

 

-ju- (Informationen Gummigruppe: Steffen Lengert)

Tolle Mannschaftsleistung seiner Gummigurken in Middels: Kapitän Steffen Lengert (Mitte) umringt von Hendrik Bents, Ingo Weber, Ragnar Hoffmann und Jan Lengert (von links, Foto: Eugen Pernak).


Heimkampf gegen Dietrichsfeld II, 5.11.17

Vereint in den Fight gegen Dietrichsfeld: Die Lütje Holter Männer I-Vertretung, die auf diesem Bild noch nicht einmal vollzählig sind.

Von links nach rechts: Simon Hanssen, René Böttcher, Hendrik Bents,  Steffen Lengert, Christian Smid, Sven Frerichs, Dirk Tunder, Ingo "Harvey" Weber, Matthias Lottmann, Thorsten Wienekamp, Jan Lengert, Harm Auts und Thilo Adomat.

Es fehlten: Jelte Eilers, Tammo Frühling, Timo Saathoff, Timon Menkens, Ragnar Hoffmann und Jens Ufken.

Männer-1-Ehrenmitglied  Eugen Pernak war während des Wettkampfes wieder einmal für das Filmen und Fotographieren zuständig. Sämtliche Darstellungen stammen von ihm.

6.11.2017

 

Dem im Vorfeld mit Spannung erwarteten Kräftemessen gegen die  favorisierten Dietrichsfelder stellten sich  Dirk Tunder, Matthias Lottmann, Hendrik Bents und Steffen Lengert in der Gummigruppe. Jan Lengert und Thilo Adomat feuerten den gesamten Wettkampf über an, kamen aber nicht zum Einsatz.

Bis zum Kanal hatte das Auswärtsteam die Führung inne, ehe Lütje Holt den Spieß umdrehte und nach der Geraden 1:0 in Führung ging. Das Eis war plötzlich gebrochen und man konnte die Führung bis zur Gerade vor der finalen S-Kurve sukzessive auf 3 Schöts erhöhen, als plötzlich das große Rumeiern bei den "Gummis" begann und man nach 3 minimalistisch geprägten Würfen lediglich ein paar Meter auf der Habenseite stehen hatte.

Nichtsdestotrotz fing sich das Team um Kapitän Steffen Lengert, wo Dirk Tunder seine Rolle als Anwerfervertretung für den fehlenden Ragnar Hoffmann sehr gut erledigte. Folglich konnte man wieder bis zum Kanal auf 2 Schöts davonziehen und voller froher Erwartung den finalen Kilometer begehen.

Hendrik Bents zeigte eine ordentliche Leistung gegen Dietrichsfeld. Hier durchwirft er die schwierige S-Kurve nach der Wende. Steffen Lengert zeigt ihm an.

Dietrichsfeld stünde nicht so weit oben im Tableau, wenn sie sich so leicht geschlagen gäben und so drehten sie auf den letzten 500 Metern nochmal richtig auf. Legte Lütje Holt einen tollen Wurf vor, konterte der Gast oder legte sogar noch ein paar Meter gekonnt oben drauf. Als Konsequenz und weil den Westerendern im entscheidenden Moment auch ein wenig die Nerven durchgingen, gaben sie die Führung ab.

Steffen Lengert versuchte dann mit seinem finalen Wurf nochmals alles in die Waagschale zu legen und zielte mit voller Kraft an die obere Straßenkante, doch leider produzierte er einen Aussteiger und Dirk Tunder oblag es dann, den Wettkampf mit einem Resultat von 1,060:0 für die Roten zu beenden.

Der Lütje Holter Kapitän, vielen auch bekannt als "El Capitano", erklärte im Nachgang, dass der Wettkampf extrem energiegeladen und die Atmosphäre sehr angespannt war, man den Dietrichsfeldern zum Ende hin durchaus eine gewisse Unzufriedenheit anmerken konnte. Er hob zudem die Leistung der beiden Dietrichsfelder B-Jugend-Werfer heraus, die ihr Talent ein ums andere Mal eindrucksvoll unter Beweis zu stellen wussten. Das Ergebnis ging für ihn insgesamt in Ordnung, da man einen soliden Wettkampf mit ein paar wenigen Eiern ablieferte und vor allem wieder einmal durch einen ausgesprochenen Teamspirit zu überzeugen wusste. Letztlich konnte das Fehlen von Ragnar Hoffmann aber nicht ganz kompensiert werden und mit ihm in guter Form wäre eventuell noch etwas mehr drin gewesen.

Vielerorts hört man, dass die Holzwerfer aussterben. Lütje Holt ging am Sonntag mit nicht weniger als sieben Männern an den Start.

Holz startete in der Formation Christian Smid - Sven Frerichs - Simon Hanssen und Thorsten Wienekamp und nahm ebenfalls keine Wechsel vor, sodass Ingo "Harvey Weber", René Böttcher und Harm Auts den gesamten Wettkampf als anfeuernde Zuschauer miterlebten. Zwar erwarf der Lütje Holter Anwerfer gleich die Führung, doch kamen in der Folgezeit einige sehr unglückliche Aktionen auf Seiten der Roten zustande, sodass man sich bereits gegen Mitte der Hinrunde zwei Schöts im Rückstand wähnte.

Auffällig war an diesem Tag vor allem das episodische Wurfverhalten bei Sven Frerichs und Christian Smid, die ihre Paradestände reihenweise auf unglücklichste Art und Weise versemmelten, andere Situationen dagegen wieder sensationell meisterten. Simon Hanssen bewies dagegen, dass er seit Wochen in einer überragenden Form ist und hielt das Heimteam zusammen mit dem routiniert und sicher agierenden Thorsten Wienekamp am Leben.

In der Folge kassierte man sogar Gegenschöt Nummer 3, konnte aber zumindest zur Wende auf 1:3 verkürzen, ehe sich die Rücktour zu einer wahren Orgie der Führungswechsel entwickelte, aus der keiner einen entscheidenden Vorteil ziehen konnte, Lütje Holt jedoch am Ende die finale Führung eroberte und somit lediglich mit 0:1,106 verlor und das Ergebnis der Gummigruppe damit egalisierte, Dietrichsfeld in der Endabrechnung nur 46 Meter mit nach Hause nahm.

Christian Smid konstatierte der Gastmannschaft einen verdienten Sieg, weil das Heimteam nie richtig in die Spur fand und um Längen nicht an die Form aus dem Moordorfer Heimkampf anknüpfen konnte. Gerade wenn seine Farben einen sehenswerten Wurf zauberten, konterten die Gäste ein ums andere Mal gekonnt, was einen regelrechten Zermürbungsprozess in der recht jungen Truppe in Gang setzte.

 

Sucht in dieser Spielzeit noch seine Form, was auch auf die häufigen und beruflich bedingten Abwesenheiten zurückzuführen ist: Holzwerfer Sven Frerichs.

Steffen Lengert fasste den Wettkampf am Ende ganz treffend im Gasthof Germann zusammen, als er die Rolle des Stammredners von Ragnar Hoffmann übernahm und sinierte, dass sein Team mit 3 Punkten aus den beiden Kämpfen gegen Moordorf und Dietrichsfeld sehr gut leben könne, holte man doch in der Vorsaison ganze 0 Punkte aus allen vier Vergleichen.

Am nächsten Wochenende geht es für Lütje Holt dann zum Tabellenletzten nach Middels, dessen zweite Vertretung sicherlich nicht zu unterschätzen ist, holte diese doch jüngst bei den heimstarken Georgsfeldern ihren ersten Saisonpunkt.

Für Westerende wird es dabei darum gehen, das Punkteverhältnis nach dem verkorksten Saisonstart endlich ausgeglichen zu gestalten. Nicht dabei helfen können Sven Frerichs und Dirk Tunder, die bereits absagen mussten.

Dafür kehren Ragnar Hoffmann und Jens Ufken wieder zurück in den Kader.

El Capitano lobte intern zudem den großen Kader, musste aber zugeich zugeben, dass man sich für die nächste Saison dringend etwas einfallen lassen muss, um den Ehrgeiz  und die tolle Anfeuerungsarbeit der gut 20 Werfer auch zu belohnen. So kamen diverse Teammitglieder bedauerlicherweise in dieser Saison aufgrund fehlender Wettkampfpraxis und enger Wettkampfabläufe noch nicht zum Einsatz. Im Gespräch sind die Meldung einer überregional agierenden 16er-Mannschaft, wenn es eine entsprechende Anzahl an zuverlässigen Werfern gäbe oder die Gründung einer zweiten Mannschaft, die als 4er-Team starten würde, was vermutlich die realistischere Variante wäre.

 

-ju- aus Dänemark (Informationen: Steffen Lengert und Christian Smid)


Auswärtskampf gegen Wiesens, 29.10.17

Betrachteten vor dem Start aus gutem Grund skeptisch die sehr schmale und anspruchsvolle Strecke in Wiesens: Matthias Lottmann, Jan Lengert, Ragnar Hoffmann und Dirk Tunder (von vorne).

 30.10.2017

Er sollte ein dramaturgisch hoch wertvolles Ende nehmen, dieser Wettkampf gegen den Gastgeber aus Wiesens, der entgegen der scherzhaften Westerender Annahme auch weiterhin zu seinem Namen stünde, wenn man in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die für die Namensnennung verantwortlichen und nach dem 1. Weltkrieg geflanzten 13 Eichen entlang der Bundesstraße zwischen Holtop und dem Sandkrug in Wiesens fällte. Dies jedenfalls versichterte der Kapitän des Heimteams im Anschluss in der Vereinskneipe "Zum Sandkrug".

Die Gummitruppe ging wie gewohnt mit Ragnar Hoffmann als Anwerfer an den Start, der wie schon im Kampf gegen Moordorf seinen Anwurf auf exakt die gleiche Stelle manövrierte, wie es sein Holzpendant Christian Smid kurz zuvor tat. Dirk Tunder folgte auf Position 2 und die beiden Lengert-Brüder Jan und Steffen beschlossen die Starting-4 Westerendes. Matthias Lottmann, Jelte Eilers und Henrik Bents liefen den gesamten Wettkampf mit, da man sich aufgrund des engen Spielverlaufs nicht aus dem Rhythmus bringen wollte, man auf der Strecke in Wiesens sicherlich ein bis zwei Würfe benötigt, um "drin" zu sein. Ehrenmitglied Eugen Pernak begleitete beide Gruppen lässig als Kameramann auf seinem Elektroscooter.  Thilo Adomat und Timon Menkens konnten am gestrigen Tag aus unterschiedlichen Gründen nicht mit von der Partie sein.

 

Bewirbt sich mit seiner Gesichtsentgleisung als Darsteller im nächsten Hulk-Film: Kraftwerfer Dirk Tunder holte alles raus aus seinen Gliedmaßen.

Der Wettstreit kam erst nicht richtig in Wallung. Des Öfteren wechselte die Führung zwischen den Teams hin und her, ehe sich die Gummigurken Lütje Holts kurz vor der Wende die Führung ergaunern konnten, diese immer weiter ausbauten und final durch Steffen Lengert auf der Schlussgeraden vor der Umkehr das 1:0 bejubeln konnten. Dieser erste Schöt wurde gemeinschaftlich mit der Holzgruppe bejubelt, da diese sich zu dem Zeitpunkt bereits auf dem Rückweg befand.

Jan Lengert konnte auf der Rücktour dann auf 2:0 stellen und die Roten lechzten nach der Vorentscheidung, als urplötzlich ein unerklärlicher Bruch ins Team kam, man vor der 90°-Linkskurve die Führung abgeben musste und das große Zitterspiel begann.

Vor den Augen der eilig zwecks Anfeuerung herbeigelaufenen Holzgruppe nahm das Drama seinen Lauf:  Auf der folgenden Geraden holte sich das Heimteam den Anschlussschöt zum 1:2. Der schon sicher geglaubte Sieg für die Gummigruppe war somit plötzlich in weite Ferne gerückt.

Da alle vier Werfer in der Schlussrunde nicht mehr zurück in die Spur fanden und deren Würfe keine wirkliche Gefahr ausstrahlten, kam, was kommen musste: Mit dem letzten Wurf des Wettkampfs sicherte sich 13 Eichen den Ausgleich und konnte obendrein 12 Meter dem Schötkonto gutschreiben. Sichtlich enttäuscht ließen die Gummijungs ihre Köpfe hingen, wurden aber alsbald von den Holzkollegen getröstet, die ihrerseits ebenfalls eine Achterbahnfahrt der Gefühle hinter sich gebracht hatten.

 

Kapitän Steffen Lengert explodiert förmlich bei seinen Würfen.

Der Wettkampf der Holztruppe kann als Gegenentwurf zum obigen Geschehen gesehen werden. Verzichten mussten sie dabei auf eine ganze Reihe an Werfern: Simon Hanssen, Timo Saathoff, Thorsten Wienekamp, Harm Auts und Tammo Frühling, also mehr als eine komplette Holzgruppe, waren gestern nicht mit von der Partie. Rekonvaleszent René Böttcher lief den gesamten Wettkampf mit und muss nach seiner Schulterverletzung allmählich wieder ans Boßeln gewöhnt werden.

Zwar blieb Christian Smid mit seinem Anwurf knapp hinter dem ersten Wurf des Gegners, doch konnte Jens Ufken mit etwas Matschkantenglück die Führung bereits mit dem nächsten Wurf zurückerobern. Sven Frerichs auf Startposition Nummer 3 und Schlusswerfer Ingo Weber taten ihr Übriges, um die Führung mit ihren Würfen weiter auszubauen. Leider fehlten immer entscheidende Zentimeter, sodass  etwas Zählbares noch ein wenig auf sich warten ließ. Jens Ufken markierte dann aber wenig später mit seinem dritten Wurf das viel umjubelte 1:0 für die Gäste.

Sven Frerichs (links) philosophiert, Ingo Weber lauscht. Christian Smid und Jens Ufken (rechts) gehen schon gedanklich den Anwurf durch.

Dieses 1:0 stand jedoch eher auf wackeligen Beinen. Bereits vor der Wende passierte es dann: Der Wiesenser Kapitän zauberte eine Rakete auf den Asphalt und man musste das 1:1 schlucken.

Die Wende stand an und Ingo Weber wechselte sein Alterego Harvey gegen sich selbst ein. Harvey warf noch einen Tick besser als sein ohnehin schon sicher agierender Körpermitbewohner Ingo, doch konnte auch er nicht verhindern, dass das Spiel kippte.

Dem Holzanwerfer Smid gelang zu Beginn der Rücktour ein ganz besonderes Kunststück als er einen Wurf mit voller Wucht direkt neben die Straße setzte, dieser rund 80 Meter auf dem Grünstreifen zurücklegte und im Anschluss nochmal für rund 50 Meter auf die Straße zurückkehrte. Aus einem völlig verunglückten Mistwurf war plötzlich ein starker Versuch geworden, der die zwischenzeitliche Führung zur Folge hatte.

Dieser Kunstschuss blieb jedoch die Ausnahme, da Christian Smid, Jens Ufken und Sven Frerichs mit der Fingerseite nicht zurechtkamen, was zur Folge hatte, dass der Erstgenannte aufgrund seiner Fingerlastigkeit die Würfe quer über die Straße jagte und die daumenbegeisterten Letztgenannten den ein oder anderen Versuch nach 70 - 100  Metern rechts in die Straßenkante drehten. Einzig und allein Routinier Harvey Weber hielt das Westerender Fähnchen hoch. Die Folge: Wiesens setzte sich auf 3:1 ab.

Wie auch im Kampf gegen Moordorf, als man sogar zweimal in Rückstand geriet und noch gewinnen konnte, wollte keiner der Werfer aufgeben und nach einem tollen Versuch von Harvey Weber war die Führung wieder zurück. "Einen Schöt holen wir noch", beschworen sich die Holzköppe ca. 300 Meter vor der bereits beschriebenen Linkskurve.

Bester Holz-Mann in Wiesens: Der Hobbyschizophrene und Alterspräsident Ingo "Harvey" Weber.

Jetzt kam es zum Aufreger des Wettkampfs: Ein Werfer des Heimteams feuerte die  Kugel über die Straße, traf einen im Gras stehenden unachtsamen Mannschaftskameraden dabei so geschickt am Kraber, dass das Spielgerät wieder auf die Straße kam und an der Kugel der Westerender vorbeirollte. Ohne Ablenkung wäre die Kugel im Graben gelandet und es hätte 2:3 aus Westerender Sicht gestanden.

Nach einer kleinen, hitzigen, aber nie unfairen Diskussion zwischen den Teams, einigte man sich auf die Wiederholung des Wurfs. Diesen Versuch steuerte der Werfer auf "legalem" Wege an der Westerender Kugel vorbei, sodass es beim 1:3 blieb.

Diese Szene war dennoch ein "Jetzt-erst-recht-Signal" für die Holzbuben, die in den nächsten Minuten ein regelrechts Gefühlschaos erleben sollten.

Christian Smid gab die Führung in der Folge durch einen schwachen Wurf vor der scharfen Linkskurve ab, Jens Ufken eroberte den Vorteil aber zugleich in der Kurve wieder zurück. Sven Frerichs blieb wiederum hinter dem Versuch des Gegners, sodass Harvey Weber mit seinem Wurf eine möglichst gute Ausgangslage für Christian Smid schaffen musste, befand man sich doch nur noch rund 300 Meter vor dem Ziel.

Harvey Weber tat dies meisterhaft und so lag es an dem auf der Rücktour sehr unglücklich agierenden Christian Smid, den Wurf aus der Schlusskurve möglichst weit auf die Gerade zu befördern. Seine drei Kameraden postierten sich auf dem Buckel der Straßenmitte und gaben ihm zu verstehen, dass er in diesen letzten Versuch alles setzen möge, was er anzubieten habe.

Der junge Tischler ließ sich nicht lumpen und knallte die Kugel in seiner unnachahmlichen Art und Weise 32 Meter über das Ziel. Die Gegner, die den Sieg schon sicher geglaubt hatte, rieben sich ungläubig die Augen und taten kund, dass sie so etwas noch nicht gesehen hätten. Die Konsequenz: Nach dem Folgewurf der Wiesenser eroberte man die Führung zurück und als dem Kapitän des Gegners die Nerven durchgingen und er seinen Wurf zum Glück des Gästeteams auch noch in einer mit Wasser befüllten Treckerspur am Seitenrand der Strecke platzierte, stand es plötzlich 2:3 bei Führung Lütje Holts. Da der letzte Wurf des Holzvergleichs nur 71 Meter an der Westerender Kugel vorbeilief, war das schon nicht mehr für möglich gehaltene Unentschieden plötzlich Gewissheit.

Das Gesamtergebnis belief sich auf ein -0:0,83 aus Westerender Sicht, ein Ergebnis, mit dem die Lütje Holter sehr zufrieden nach Hause fuhren. Platz 7 mit 4:10 Schöts und 4:6 Punkten lautet nun die aktuelle Bilanz der Roten nach 5 von 22 Saisonpartien.

Am kommenden Sonntag kommt nun mit Dietrichsfeld ein ordentliches Kaliber an die Holzlooger Straße, gegen das im letzten Jahr beide Partien verloren gingen. Zwar werden die Werfer Ragnar Hoffmann (Geburtstag seiner Tochter) und Jens Ufken (Dänemark-Urlaub) definitiv fehlen, doch kann das Team in dieser Saison auf einen extrem breit aufgestellten Kader zurückgreifen, der sich diesem Gegner mit aller Macht erwehren wird.

 

-ju-

Partystimmung nach dem Sahneschlusswurf von Christian Smid: Jens Ufken, Ingo "Harvey" Weber und Sven Frerichs (v.l.)


Heimkampf gegen Moordorf, 22.10.17

Als Team lieferten die Mannen um Kapitän Steffen Lengert eine tolle Leistung gegen den Meister der Vorsaison ab.

Von links stehend: Ragnar Hoffmann, Jens Ufken, Dirk Tunder, Christian Smid, Thorsten Wienekamp, Matthias Lottmann, Steffen Lengert.

Von links sitzend: Jan Lengert, Simon Hanssen und Harm Auts (es fehlen: Eugen Pernak, Hendrik Bents und Jelte Eilers).

23.10.2017

 

1:5 Punkte, 1:9 Schöts - so lautete die bescheidene Bilanz der Westerender nach den ersten drei Partien des Jahres. Man tut gut daran, den Saisonstart als absolut verkorkst zu bezeichnen, zumal in den Partien gegen Ludwigsdorf und Pfalzdorf deutlich mehr drin gewesen war und man sich, wie auch in der Vorsaison, selbst um den verdienten Lohn der Arbeit brachte.

Nun stand also die Heimpartie gegen Moordorf, den Vorjahresmeister an. Die Erwartungen waren auf Seiten der Roten äußerst gering, hatte man doch in der Vorsaison beide Partien verloren und befanden sich viele Leistungsträger des Teams in den ersten Wettkämpfen nicht auf dem Klimax des eigenen Wurfvermögens.

 

 

 

 

 

 

 

Gummiwerfer Ragnar Hoffmann überzeugte wieder durch eine sehr ordentliche Wurfleistung und Anfeuerungsarbeit.

Dazu kommt natürlich auch noch sein fast schon unverschämt gutes Aussehen, das auf dem Bild sehr gut zur Geltung kommt.

Gummi ging am gestrigen Sonntagnachmittag mit den Werfern Ragnar Hoffmann, Steffen Lengert, Dirk Tunder und Hendrik Bents ins Kräftemessen mit Ostfrisia. Das 70-jährige Männer I-Ehrenmitglied Eugen Pernak, Jan Lengert, Jelte Eilers und Matthias Lottmann liefen mit und sollten im gesamten Verlauf des Wettkampfes nicht zum Einsatz kommen, da man zum einen eine Unterbrechung des Spielflusses befürchtete und zum anderen kein Werfer eine leistungsbedingte Auswechslung verdient gehabt hätte.

Kapitän Steffen Lengert, der aufgrund seines Asien-Urlaubs zwei Wettkämpfe verpasste und ebenfalls eine sehr starke Leistung zeigte, hob nach dem Wettkampf die faire Grundhaltung der Ersatzwerfer hervor, die sicherlich auch sehr gerne zum Einsatz gekommen wären, aber zu keinem Zeitpunkt Ansprüche erhoben und der sehr guten Leistung der Starting-Four mittels permanenter Anfeuerung Tribut zollten. Zudem war er schlichtweg begeistert vom Teamspirit, der an diesem Tag förmlich in der Truppe zu fühlen war.

"Sollte es bei diesem breit aufgestelltem Kader auch im nächsten Jahr bleiben, müsse sicherlich über die Anmeldung einer zweiten Mannschaft oder die Umstellung auf eine 16er nachgedacht werden, um allen Werfern gewisse Einsatzzeiten zuzusichern", sinnierte er im Anschluss bei Germann über die zukünftige Ausrichtung des Teams.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steffen Lengert biss sich nach einer Formkrise im ersten Wettkampf wieder zurück ins Team und zeigte gegen Moordorf eine tolle Vorstellung. Seine Körperhaltung beim Abwurf ist sicherlich auch keine normale Erscheinung im Boßelsport.

Gummi kam gut in den Wettkampf, da beispielsweise Ragnar Hoffmanns Anwurf bei der Einfahrt hinter der Birke liegen blieb, jedoch musste man trotz guter Wurfleistungen noch vor dem Kanal einem Rückstand hinterherlaufen, als die Moordorfer einen schwächeren Wurf der Westerender auszunutzen wussten. Das Team steckte an diesem Tag aber nicht auf, sondern kam nach der Wende  zum Ausgleich durch einen sehenswerten Wurf von Dirk Tunder. Steffen Lengert packte dann auf der Rücktour auf der Geraden nach der S-Kurve einen aus und katapultierte die Kugel 40 Meter weit auf die nächste Gerade in Richtung "Stine-Uden-Kurve" und schon stand es 2:1 für Lütje Holt.

Ragnar Hoffmann oblag es dann, vor dem Kanal auf 3:1 mit einem sehenswerten Wurf zu erhöhen.

Da Hendrik Bents den letzten Wurf des Wettkampf etwas zu tief ließ, konnte Moordorf noch einen Teil des 3:1 abknabbern, sodass die Gummigurken dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu einem 1,34:0-Erfolg kamen.

Ist jetzt keine Gummigurke mehr, sondern ein Holzkopf: Jens Ufken bei seinem Wurf in der "Stine-Uden-Kurve", der kurz vor der Ringstraße liegen blieb und den Ausgleich zum 2:2 markierte. Witzigerweise hatte er diesen Wurf bereits auf der Hintour aus der anderen Richtung kommend durchgeführt und so das 1:1 erzielt. Christian Smid fieberte links am Seitenrand mit.

Christian Smid und Jens Ufken hatten sich extra eine halbe Stunde vor dem eigentlichen Einwerfen getroffen, um den bisherigen Gummiwerfer Jens auf Holz umzupolen. Es zeigte sich aber, dass nicht nur die beiden einen gesunden Ehrgeiz an den Tag legten, da sich schon fünf Minuten später Simon Hanssen und Thorsten Wienekampf zu ihnen gesellten.

Holz hatte sich also ordentlich warm geworfen und startete in der Konstellation Christian Smid, Simon Hanssen, Harm Auts sowie Jens Ufken, wohingegen Thorsten Wienekampf erst einmal mitlief, seine Chance aber nach der Wende erhalten sollte.

Erwischte einen richtig guten Tag, nachdem auch er schlecht in die Saison gestartet war: Anwerfer Christian Smid.

Christian Smid feuerte seinen Anwurf dann auch ähnlich weit wie sein Gummikollege Ragnar Hoffmann, doch versagten Simon Hanssen, Harm Auts und Jens Ufken danach im Kollektiv, die ihre Würfe allesamt viel zu tief ließen.

Am Ende der Kanalgeraden blieb Harm Auts dann mit seinem Versuch noch vor der Kurve liegen, woraufhin Jens Ufken in die scharfe Linkskurve einwerfen musste, um den Schöt für die Gäste zu verhindern. Zum Entsetzen seiner Kollegen rutschte ihm die Kugel über den Daumen und landete rechts neben der Moordorfer Kugel, was dem 0:1 gleich kam.

Christian Smid hatte an diesem Tag Blut geleckt und teilte dem Unglücksraben mit, dass er heute gewinnen wolle und feuerte seine Kugel daraufhin bis in die nächste Kurve, was die Führung für Lütje Holt bedeutete. Simon Hanssens Folgewurf tanzte fast auf der Grasnaht durch die Kurve und entwickelte sich ebenfalls zu einem tollen Wurf, den die Moordorfer aber wieder kontern konnten. Nach einem ordentlichen Wurf von Harm Auts, schmiss Jens Ufken dann tief in die Kurve hinter Stine Uden und erzielte damit den wohlverdienten Ausgleich, da die gegnerische Kugel vor den Altglascontainern liegen blieb.

Sein Oberkörper nimmt beim Werfen nahezu die Form eines Bogens ein: Simon Hanssen gab gegen Moordorf wieder Vollgas.

Die Partie stand auf des Messers Schneide, konnte jederzeit zu beiden Seiten kippen. Auf der Geraden nach der Kurve gab Lütje Holt die Führung dann nach einem sehr kurzen Wurf ab und kassierte in der letzten S-Kurve dann sogar das 1:2.

Thorsten Wienekamp kam auf der Rücktour für den etwas glücklos agierenden Harm Auts ins Team und fügte sich sehr gut ins Spielgeschehen ein. Bis auf einen Aussteiger am Kanal, der keine Negativismen zur Folge hatte, traf er jeden seiner Würfe.

Die Herren über die Kunststoffkugeln lieferten sich in der Folgezeit weiterhin ein packendes Duell, mit dem besseren Ende für die Rotgekleideten.

Nachdem die Führung nach der S-Kurve wieder an Lütje Holt gegangen war, markierte Jens Ufken das 2:2. Dies war überhaupt erst mit einem ordentlichen Quentchen Glück möglich, da Thorsten Wienekamps schöner Kurvenwurf gegen die Rückseite eines Baums prallte und die Kugel derart quer über die Straße lief, dass der nachfolgende Werfer dadurch nicht mehr im Kurvenradius stand.

Christian Smid zündete im Anschluss nochmal eine Rakete der besonderen Art und setzte seinen Wurf 20 Meter vor die Bushaltestelle auf die Gerade zum Kanal. Die keineswegs schlecht werfenden Moordorfer kamen auch dort hin und mussten dann mit ansehen, wie Simon Hanssen seinen Versuch wieder auf der Grasnarbe platzierte und in die Kanalkurve schmiss. Der Trüllversuch des Moordorfer Werfers misslang und die Holztruppe hatte zum ersten Mal im gesamten Wettkampf die Gesamtführung inne.

Jens Ufken war es wiederum, der am Kanal auf 4:2 erhöhen konnte, als er die Kugel zwar etwas zu tief ließ, diese aber einen Asphaltbrocken traf und dadurch wieder anstieg und bis kurz vor die Kurve lief.

Ob sie da schon ahnten, dass sie einen sensationellen Tag erwischen würden? Die gut gelaunte Männer I-Vertretung Lütje Holts beim  Einwerfen.

In der Folge zeigten die Roten, dass sie sich diesen Sieg an diesem Tag keinesfalls mehr nehmen lassen werden. Lediglich Christian Smids letzter Versuch verließ die Straße nach ca. 100 Metern am oberen Rand, ansonsten war jeder Versuch sehenswert, sodass Thorsten Wienekamp mit seinem finalen Wurf das Ziel überwarf und den Endstand von 2:0 und 64 Metern für die Holztruppe fixierte. Das neu zusammengestellte Team absolvierte die Rücktour im Übrigen in sensationellen 4.1 Runden, eine mehr als bemerkenswerte Leistung.

Mit einem Gesamtergebnis von 3,098:0 im Rücken ging es dann zu Germann, wo der erste Saisonsieg gebührend gefeiert wurde.

Ein Schötverhältnis von 4:9 bei 3:5 Punkten lässt zwar nach wie vor niemandem im Team frohlockend durch die Gegend springen, doch ist der erste Schritt in Richtung positivere Zeiten gemacht.

Der nächste Sonntagnachmittag wartet mit dem nächsten schweren Brocken auf, wenn man es  in Wiesens mit dem Team der 13 Eichen zu tun bekommt. Dann wird man in Holz auch wieder auf den Zeitsoldaten Sven Frerichs zurückgreifen können, der gegen Moordorf nicht mit an Bord sein konnte.

 

-ju-

Darf seit der Meisterfeier nicht fehlen: Das obligatorische Foto der beiden Jensies.


Auswärtskampf gegen Schirum-Ostersander, 8.10.17

Wenn der Vater mit dem Sohne: Manfred Bents übernahm das Anzeigen für seinen Sohn Hendrik und es zeigte tatsächlich Wirkung. Kam Hendrik auf der Hintour überhaupt nicht in den Wettkampf, zeigte er zurück eine ansprechende Leistung. Im Hintergrund ist übrigens eine Seltenheit auf dieser Strecke zu sehen: Ein Auto.

8.10.2017

 

In dieser Saison gibt es in der Kreisliga Strecken, auf die sich sicherlich nur das jeweilige Heimteam freut. Der etwas breitere Fahrradweg in Schirum-Ostersander ist definitiv so ein Geläuf. Nachdem bereits im Sommer die Gemeindemeisterschaften dort stattfanden, wussten die Mannen um Vizekapitän Ragnar Hoffmann, der nach wie vor den Urlauber Steffen Lengert als Kapitän vertrat, was sie erwartete: Präzise Würfe in einem extrem schmalen Korridor, wobei die Mitte der Straße nur selten überworfen werden darf, da diese fast überall zu beiden Seiten hängt - auch auf dem Landstraßenpart nach der Aufnahme. Für die Westerender "Gewaltschmieter" sicherlich nicht die besten Voraussetzungen, um die eigene Wurfkraft auszunutzen, da man in den meisten Wettkämpfen fehlende Präzision durch überbordende Gewalt auszugleichen pflegt.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Aufeinandertreffen startete Gummi heute zuerst, namentlich mit Ragnar Hoffmann, Jan Lengert, Hendrik Hoffmann und Jens Ufken in den Gesamtwettbewerb. Als Ersatz vorgesehen war Matthias Lottmann, der nach langer, studienbedingter Abstinenz auch mal wieder mit an Bord war, wohingegen Stammwerfer Dirk Tunder jobbedingt fehlte.

Da unser Männer II-Team spielfrei hatte, begleitete der 1. Vorsitzende Manfred Bents das Team und bewährte sich fluchs als Anweiser. Manni war es auch, der Jens Ufken den Tipp gab, mit nasser Kugel zu werfen, da er das Wurfgerät in den letzten Wochen oftmals nicht richtig aus der Hand bekam und sich so mancher Baumwipfel vor seiner Wurfkraft fürchten musste. Tatsächlich führte dieser Hinweis dazu, dass Jens eine ansprechende Leistung und lediglich einen kleineren Wurf am heutigen Tag zeigte.

Ragnar, Hendrik und Jan fanden dagegen nahezu auf der gesamten Hintour überhaupt nicht in den Kampf, sodass personell reagiert werden musste. Da Matthias Lottmann sich unsicher fühlte, zog man die Karte "Manfred Bents" und brachte ihn in Runde 5 für Jan Lengert. Mit einem 0:4 aus Sicht der Roten ging es dennoch über die Wende.

Wollte nur anzeigen, stieg dann aber voll ins Geschehen ein: Manfred "Big M" Bents.

Kurz vor der Aufnahme traf der gegnerische Werfer die Rille der Schirumer Straße voll, sodass sich Lütje Holt bei Schirumer Führung einem Rückstand von 222 Metern erwehren musste; und dass auf einer Straße, bei der ein 100-Meter-Wurf bereits allseits bejubelt wird. Die logische Konsequenz: Aus einem 0:4 wurde binnen zweier Würfe ein 0:6.

Die "Gummigurken" steckten jedoch nicht auf, sondern zeigten fortan allesamt eine couragierte Leistung und richtig gute Würfe. Leider war die restliche Strecke nicht mehr lang genug, sodass man das Ergebnis nur noch auf 0:3,40 korrigieren konnte.

Hatte eine Zerrung und warf deshalb erst auf der Rücktour: Mützenfan Harm Auts.

Die "Holzköppe" gingen mit den Burschen Christian Smid, Thorsten Wienekamp, Simon Hanssen und Alterspräsident Ingo "Harvey" Weber auf die Strecke. Harm Auts kam auf der Rücktour für Thorsten Wienekamp, Rekonvaleszent Timo Saathoff wurde noch geschont und schaute dem Treiben von außen zu.

Auch Holz hatte prominente Unterstützung, war es doch Männer III-Werfer Reiner Frerichs, der das Team begleitete und anfeuerte. Da sein Sohn Sven aufgrund seiner Arbeit fehlte, war zumindest ein Familienmitglied von der Partie.

Bis zur Wende war der Kampf zwischen beiden Teams enger als in Gummi. Erst kurz vor der Rücktour konnte sich das Heimteam mit einem Schöt in Führung begeben, Westerende hielt bis dato immer wieder anständig dagegen. Das Pendel schlug dann allmählich immer weiter in Richtung des Heimteams aus, sodass sich diese dann in der Folgezeit Schöt Nummer 2 sichern konnten. Dieses Ergebnis hielt dann auch bis zum Ziel, sodass das Auswärtsteam sich mit 0:2,86 Metern geschlagen geben musste. In der Endabrechnung verlor Westerende somit mit 0:5,126.

Christian Smid fasst die Leistung der Holztruppe wie folgt zusammen: "Wir haben alle eine durchwachsene Leistung erbracht, wobei Simon insgesamt die weitesten Würfe dabei hatte." Holz war ergo  nicht zufrieden mit der eigenen Leistung und hat ebenso wie Gummi in zwei Wochen die Chance, es im Heimkampf gegen Moordorf besser zu machen.

In seiner Ansprache nach dem Wettkampf stellte Ragnar Hoffmann fest, "dass wir hier auch im Vorfeld schon mit einer Niederlage gerechnet haben und am Ende glücklich sind, dass das Ergebnis so moderat ausfiel." Zudem lobte er die Leistung des Heimteams, das die  Tücken der Straße ein ums andere Mal zu ihren Gunsten zu nutzen wusste.

1:5 Punkte stellen sicherlich keinen optimalen Start in die Saison dar, jedoch darf nicht verkannt werden, dass das Team bisher keine zwei Wettkämpfe in Folge mit den gleichen vier Werfern je Gruppe starten konnte, da immer wieder Mannschaftsmitglieder wegen Urlaub oder aus anderen Gründen abkömmlich waren. Überdies waren diverse Athlethen mit einer schwachen Form in die Saison gestartet und müssen sich jetzt nach und nach in die Saison beißen. Nach den Herbstferien werden hoffentlich ruhigere Zeiten auf das Team und dessen Gefüge zukommen und damit auch ein wenig Konstanz in die Wurfqualität kommen, wodurch sich in der Konsequenz sicherlich auch die Ergebnisse wieder verbessern.

 

-ju-

Ragnar Hoffmann (im Trikot des HSV 96) hält die Rede nach dem Wettkampf, Timo Saathoff (l.) und Hendrik Bents (r.) schauen herrlich bedröppelt aus der Wäsche. Harm Auts (2. v.r.) trägt die Niederlage mit Fassung.


Heimkampf gegen Pfalzdorf II, 1.10.17

War an diesem Tag ebenfalls nicht hundertprozentig zufrieden mit seiner Wurfleistung: Holzwerfer Thorsten Wienekamp

1.10.2017

 

"Der Wettergott ist eben doch ein Mann". Mit diesen markigen Worten begrüßte Alterspräsident Ingo Weber seine Sportkameraden um 13 Uhr am Abwurfpunkt an der Holzlooger Straße. "Ich habe mir vorsichtshalber jedoch noch einen wasserabweisenden Sportthermotanga angezogen, da man nie weiß, ob das Wetter umschwenkt. So etwas wie gestern die Frauen I, die während ihres Wettkampfes klitschnass wurden, möchte ich nicht erleben", fuhr er fort.

Man war also outfittechnisch vorbereitet, jedoch sollte dies für den Ausgang des Wettkampfes gegen die Pfalzdorfer keinen Belang haben.

Holz musste auf Anwerfer Christian Smid, der aktuell auf Fuerteventura weilt, verzichten. Ihn vertrat Sven Frerichs, der seine Anwurfaufgabe auch sehr ordentlich meisterte. Überdies fehlten Tammo Frühling und Timo Saathoff.

Sein Anwurf brachte gleich die Führung und wenig später fiel dann auch Schöt Nummer 1 für Holz: Sven Frerichs.

Zusammen mit Sven gingen Thorsten Wienekamp, Harm Auts und Ingo Weber in die Hinrunde. Simon Hanssen wurde zur Wende für Harm Auts eingewechselt.

Nach der schnellen Führung, entwickelte sich bis zur Umkehr ein ausgeglichener Wettkampf zwischen beiden Teams und so kam, was kommen musste: Der Ausgleich folgte unmittelbar. Die Roten fanden nie richtig ihren Rhythmus und so verwunderte es nicht, dass man kurz vor Stine Uden plötzlich mit einem Schöt hinten lag. Die Pfalzdorfer ließen sich diesen Schöt nicht mehr abnehmen, sodass sie am Ende mit 1:0 und 82 Metern über die Ziellinie gingen.

Konzentriert auf dem Weg zum Anwurf: Ragnar Hoffmann, der den urlaubenden Steffen Lengert als Kapitän vertrat. Im Hintergrund Jan Lengert. Ebenfalls fehlte Matthias Lottmann in Gummi, der noch in Aachen im Rahmen seines Studiums weilt.

Bei den Gummigurken lief an diesem Sonntagnachmittag ebenfalls nicht viel zusammen. Viele Würfe gingen knapp oben raus oder blieben unter dem Strich - das Team harderte mit dem Glück, tat aber auch nicht genug, um es zu erzwingen. Jeder blieb - analog zu den Holzkollegen - deutlich unter den eigenen Möglichkeiten.

Ragnar Hoffmann, der wie gewohnt anwarf, kam zwar sehr gut in den Wettkampf, konnte seine gute Form der letzten Wochen dann leider auch nicht über die gesamte Wettkampfdistanz wahren. Das Team führte schnell mit 1:0, ehe man durch einen unglücklichen Wurf vor dem Kanal die Führung abgab und eine Kurve später den Ausgleich hinnehmen musste. Aus der Kanalkurve heraus warf Ragnar Hoffmann wiederum spektakulär 50 Meter weit auf die Gerade in Richtung Stine Uden, was das 2:1 für Lütje Holt bedeutete. Mit diesem Ergebnis gingen zusammen mit Ragnar die weiteren Werfer Dirk Tunder, der auf der Rücktour am Kanal einen wunderschönen Wurf aus dem rechten Arm zauberte, Hendrik Bents und Jens Ufken über die Wende.

A-Jugendwerfer Jelte Eilers unterstützte das Team tatkräftig mit permanter Anfeuerung, Jan Lengert ersetzte Hendrik Bents, der außer zwei grandiosen Würfen leider an diesem Tag nicht viel mehr Zählbares auf den Asphalt brachte, in der S-Kurve vor Stine Uden.

Eben in dieser S-Kurve fiel dann auch der Ausgleich und wenig später sogar das 3:2 für Pfalzdorf. Jens Ufken, der an diesem Tag wieder einige Probleme mit der neuen Kugel hatte, seinen ersten Wurf analog zum Kampf in Ludwigsdorf 20 Meter hoch und 50 Meter weit durch die Luft feuerte, fasste sich dann auf der langen Geraden in Richtung Schlusskurve ein Herz und markierte den Ausgleich durch einen Gewaltwurf. Kurz vor Schluss gab das Team dann wiederum die Führung ab und musste ein Unentschieden mit 139 Metern für Pfaldorf hinnehmen, wodurch sich das Gesamtergebnis für Pfalzdorf auf 2:0 und  71 Meter hochschraubte.

Insgesamt bot die Mannschaft eine indiskutable Leistung und verschenkte leichtfertig zwei Punkte. Die kommenden, weitaus schwereren Aufgaben in Schirum-Ostersander und daheim gegen Moordorf werden der Gradmesser dafür werden, ob man sich in dieser Saison um die Ränge 10 bis 12 streiten wird oder zumindest noch ein wenig auf die Ränge im oberen Mittelfeld schielen kann.

 

-ju-


Auswärtskampf gegen Ludwigsdorf II, 17.9.17

 

 

Sven Frerichs (Arme gekreuzt) und Ingo Weber erwarten den Wurf von "Gewaltschmieter" Simon Hanssen, der in Ludwigsdorf seine starke Trainingsform halten konnte.

18.9.17

 

Licht und Schatten für beide Westerender Gruppen beim Auftritt auf dem Münkeweg: Führten Holz und Gummi doch zwischenzeitlich mit 3 bzw. 2 Schöts, sprang am Ende des Wettkampfes auch dank immer stärker werdender Ludwigsdorfer nur ein Auswärtspunkt für Lütje Holt, die bei anständigem Wetter mit einem Mammutkader in Ludwigsdorf angetreten waren: Insgesamt 6 Holz- und 7 Gummiwerfer waren zum ersten Wettkampf der Saison angereist.

Die Holzgruppe erwischte keinen guten Start und lag unmittelbar nach der ersten S-Kurve mit einem Schöt zurück, konnte die eigene Wurfkraft dann aber auf den langen Geraden Wurf um Wurf ausspielen und zog schnell auf 4:1 davon. Plötzlich kam es jedoch zu einem unerklärlichen Bruch im Spiel der Roten und so vertändelte man den gesamten Vorsprung zwischen der vorletzten Wende und dem Vereinsheim der Ludwigsdorfer. Am Ende waren es lediglich 89 Meter, die das Team über die Ziellinie retten konnte.

Der junge Werfer Harm Auts zeigte an diesem Tag bis zu seinem Weggang nach der zweiten Wende eine großartige Leistung und vor allem die stärkste Steigerung im Vergleich zur letzten Saison. Sven Frerichs und Simon Hanssen konnten ebenfalls mit ihren Wurfleistungen zufrieden sein. Westerender warf in der folgenden Reihenfolge: Christian Smid, Simon Hanssen, Sven Frerichs und Harm Auts (später Thorsten Wienekamp). Der Rekonvaleszent Ingo Weber zeigte am Freitag zwar eine starke Trainingsleistung, verzichtete aber noch auf einen Einsatz.

Verzichtete auf einen Einsatz in der Gummi-Start-4 aufgrund von Trainingsrückstand und bewies damit eine Haltung, die eines Mannschaftskapitäns absolut würdig ist und sicherlich nicht von jedem zu erwarten wäre: Steffen Lengert (mit Weste).

Gummi trat wie folgt in Ludwigsdorf an: Ragnar Hoffmann, Dirk Tunder, Hendrik Bents (später Steffen Lengert), Jens Ufken. Jan Lengert und Jugendwerfer Jelte Eilers liefen mit und kamen folglich nicht zum Einsatz.

Die "Gummigurken" (aufgrund der letztjährigen Saisonleistung haftet diesem Mannschaftsteil dieser Titel an) kamen besser als ihre Mannschaftskollegen, die auch liebevoll als "Holzköppe" bezeichnet werden, in den ersten Saisonkampf. Zum Start gab es einige Führungswechsel zwischen Ludwigsdorf und dem Auswärtsteam, jedoch ergab es nichts Zählbares auf dem Ergebnistableau.

Nach der ersten Wende war es dann soweit und Lütje Holt erzielte das 1:0, dem kurz vor der zweiten Wende das 2:0 folgte. Bis dahin zeigten vor allem Dirk Tunder und Ragnar Hoffmann zum Teil grandiose Wurfleistungen. Jens Ufken und Hendrik Bents erwiesen dagegen ihren Mannschaftskollegen gerade zu Beginn mit zum Teil grandiosen Fehlwürfen einen Bärendienst (keine Baumkrone war vor ihnen sicher), was zur Folge hatte, dass Hendrik Bents bereits nach seinem vierten Wurf andeute, dass ein Weiterwerfen für ihn am gestrigen Tage keinen Sinn ergäbe und Steffen Lengert eingewechselte wurde. Jedoch wusste der Mannschaftskapitän an diesem Tag leider auch nicht zu überzeugen.

In Kombination mit einem unfassbar instabil agierenden Jens Ufken, der mehrfach mit einem Wurf zwar 200 Meter warf, aber den nächsten wiederum nach 70 Metern quer über die Straße jagte, führte dies dazu, dass auch die bis dato tadellos agierenden Dirk Tunder und Ragnar Hoffmann einbrachen und sich der schon sichergeglaubte Sieg der Gummitruppe mit dem letzten Wurf der Ludwigsdorfer in eine Niederlage von 1 Schöt und 29 Metern wandelte.

Insgesamt reichte es für Westerende an diesem Tag also nur zu einem Unentschieden und 90 verlorenen Metern, wobei man in den vergangenen Jahren in Ludwigsdorf schon öfter zweistellig verloren hatte und aus ergebnistechnischer Sicht absolut zufrieden nach Hause fahren konnte. In Anbetracht des Spielverlaufes jedoch sicherlich nicht. Dennoch sollte man mit Blick auf die anderen Ligaergebnisse sowie die Saisonlänge eher von Punktgewinn als von Punktverlust sprechen.

 

-ju-

Erbrachte eine gute Leistung im ersten Wettkampf der Saison: Westerendes Neuzugang Dirk Tunder (Sonnenbrille).


Freundschaftskampf gegen B.V. Ostfrisia Rahe, 1.9.17

Hatten sichtlich Spaß bei ihrem Auftritt in Westerende: Die Landesliga-Werfer von Rahe.

2.9.2017

Gestern war es endlich soweit: Auf der Holzlooger Straße kam es zum ungleichen Nachbarschaftsduell zwischen dem Kreisligisten aus Westerende und dem letztjährig Fünftplatzierten der Landesliga aus Rahe.

Rahe tauchte mit 14 Werfern auf, Lütje Holt ging mit 9 Athleten plus die zwei B-Jugendtalente Thilo und Jelte an den Start. Im Vorfeld hatten die Mannschaften sich darauf geeinigt, dass es zu einem ambitioniert geführten Wettkampf 8 gegen 8 käme und die überzähligen Rahester Werfer eine Trainingseinheit auf fremden Terrain absolvieren würden.

In Holz fanden beide Teams nicht richtig in den Wettkampf und so war das Niveau der ersten Runde eher unterdurchschnittlich. Lütje Holt ging in der Reihenfolge Christian Smid - Simon Hanssen - Sven Frerichs und Thorsten Wienekamp an den Start.  Dem A-Jugendlichen Tammo Frühling blieb zum Start also nur die Rolle des Reservisten, er kam aber zum Ende des Wettkampf noch zum Zuge als Sven Frerichs sich auswechseln ließ. Rahe startete in der Formation Steffen Rewerts, Kai-Ole Look, Kapitän Gert Köllmann und Daniel Hogelücht.

Fieberten gemeinsam vor romantischer Kulisse dem Anwurf von Christian Smid entgegen: Simon Hanssen und Sven Frerichs (v.l.).

Bis zur Wende konnten die Roten noch gut mit den Rahestern mithalten. Es stand zwar in der letzten Kurve zwar 0:2 aus Sicht des Heimteams bei eigener Führung, doch folgte dann der Auftritt Simon Hanssens, der mit einem schieren Gewaltwurf heraus aus der letzten Kurve das 1:2 markierte und man aufgrund der eigenen Führung wieder auf Augenhöhe agieren konnte. Simon Hanssen war es auch, der an diesem Tag die beste Leistung auf Seiten der Westerender erbrachte.

Auf der Rücktour brach Lütje Holt dann ein wenig ein respektive machte sich dann der Klassenunterschied doch etwas bemerkbar, sodass Rahe am Ende mit 4 Schöt über die Ziellinie ging.

Lieferten sich bei herrlichem Wetter einen harten Fight mit Rahe und konnten sich am Ende über ein Unentschieden freuen: Die Westerender Gummiboys Jens Ufken (Schlusswerfer), Ragnar Hoffmann (Anwerfer), Dirk Tunder (2. Werfer) und Hendrik Bents (3. Werfer) (v.l.).

Die Gummigruppen legten einen ähnlich grotesken Start wie die Holzwerfer hin. Die Folge: Ragnar Hoffmann war bereits mit seinem zweiten Wurf in die erste Rechtskurve der Strecke ein; Lütje Holt hatte mit dieser schwachen Leistung sogar noch die Führung inne, was zeigte, dass die beiden Kontrahenten sich anfangs darüber einig waren, nicht durch außergwöhnliche Qualität auffallen zu wollen. Die Devise hieß wohl "Kräfte zum Start schonen  und nach hinten raus überzeugen".

Es entwickelte sich ein hartes Kräftemessen auf Augenhöhe un die Führung wechselte im Minutentakt zwischen beiden Teams hin und her. Kein Team vermochte es jedoch, den Sack im entscheidenen Moment zuzumachen. Die logische Folge daraus: Es ging nach einer Hintour mit einem Wechselspiel aus überragenden Würfen und desaströsen Eiern  mit einem gerechten Unentschieden über die Wende.

 Überflüssig wie ein Kropf, gehört aber zu Westerende wie die Porta Nigra zu Trier: Rahes Arno Penning beim Kugelfischen im Kanal.

Auf der Rücktour hatten sich beide Teams scheinbar eingeworfen, sodass die Quote der schwächeren Würfe zurückging und der Wettkampf noch weiter an Fahrt aufnahm.

Ragnar Hoffmann war es dann, der unfreiwillig für das 1:0 Rahes sorgte als sein Wurf in der Kurve vor Stine Uden beim Trüllen ein wenig zu kurz blieb. Dies war allerdings an diesem Abend neben seinem missglüchten Anwurf der einzige etwas schwächere Moment des Vizekapitäns, der auf Seiten der Westenender die konstanteste und somit beste Leistung zeigte.

Westerende steckte jedoch nicht auf und wiederum Ragnar Hoffmanns oblag es dann nach starken Vorgängerwürfen Hendrik Bents und Jens Ufkens an der ersten Kanalkurve die Führung zurückerobern, als er die Gerade vor dem Kanal wunderbar überbrückte und die rote Kugel sich mit letzter Kraft noch um die Kurve zog. Dirk Tunder legte auf der langen Kanalgeraden entsprechend nach und das Unentschieden war wiederhergestellt.

Jens "Mr. Daumen" Ufken oblag es dann, mit dem finalen Westerender Wurf dafür zu sorgen, dass Rahe keine Chance mehr hatte, die benötigten 150 Meter zu erreichen. Dies gelang, sodass Rahe lediglich nur mit 100 Metern reüssieren und sich die Gummitruppe über das zweite Unentschieden gegen einen Landesligisten freuen konnte.

Die in der Konstellation Arno Penning, Daniel Wurps, Max Wilts und Frank Hölscher an den Start gegangenen Gäste gratulierten den Hausherren zu ihrer ansprechenden Leistung und definierten das Unentschieden als durchaus leistungsgerecht.

Ragnar Hoffmann spricht, der Saal lauscht. Nach dem Wettkampf ging es zu Germann, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

Bei Germann stand im Anschluss das gemeinschaftliche Konsumieren von Würstchen und diversen alkolischen Getränken an, in dessen Rahmen beide Mannschaften betonten, dass dieser Freundschaftskampf für beide Seiten gewinnbringend gewesen sei und man im nächsten Jahr zwingend eine Wiederholung wünsche. Rahes Kapitän Gert Köllmann lobte in einer sehr humorvollen Ansprache die Qualität der Westerender Werfer und betonte, dass ihm und dem gesamten Team sehr viel an einem regen und fairen nachbarschaftlichen Austausch läge. Er ließ es sich nicht nehmen, nochmals auf die aktuell sehr positive Entwicklung bei Lütje Holt hinzuweisen und zeigte sich erfreut darüber, dass die Roten die Notwendigkeit zur Veränderung erkannt und die richtigen Schritte eingeleitet haben.

Rahes 1. Vorsitzender Arno Penning, dessen Bruder Jakob bei uns die Männer III anführt, betonte nochmals, dass vergangene Querelen zwischen beiden Vereinen ad acta gelegt werden sollten und man gemeinschaftlich in die Zukunft blicken müsse, vor allem auch, um den Boßelsport am Leben zu erhalten.

Der Kampf gegen Rahe war der letzte Vorbereitungskampf für Lütje Holt, da angesichts der äußerst reizvollen Konstellation mit 12 Teams in der Kreisliga mit einem baldigen Start der langen Saison zu rechnen ist.

 

-ju-

 

Auf der Männer I-Seite finden sich weitere Wettkampffotos.

An dieser Stelle zudem noch recht herzlichen Dank an Eugen Pernak, der den Wettkampf begleitet hat und mit seinem flotten Elektroroller immer vorangefahren ist, um vor herannahenden Autos zu warnen.


Freundschaftskampf gegen Ostfreesland Reepsholt, 30.6.17

Shakehands vor dem Wettkampf: Die Kapitäne Steffen Lengert (l.) und Matthias Rahmann.

Wie bereits im Vorbericht auf der News-Seite angekündigt, kam es gestern zum Kampf David gegen Goliath auf der Holzlooger Straße zwischen dem Heimteam aus Westerende und den Landesligacracks aus Reepsholt.

Petrus meinte es nicht guten mit beiden Team, goss es während des Wettkampfes die gesamte Zeit wie aus Kübeln. Umso bemerkenswerter war es, dass das dominierende Landesligateam der letzten zehn Jahre sein Wort gehalten hatte und wie verabredet pünktlich um 19 Uhr mit elf Werfern beim Anwurf eintraf. Aufgrund zweier kurzfristiger Absagen, griff Lütje Holts Kapitän Steffen Lengert in die Trickkiste und reaktivierte seinen Vater Reemt kurzerhand als Männer I-Werfer für die Holzgruppe, sodass das Heimteam zehn Mann an den Start bringen konnte (Anmerkung der Redaktion: An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Reemt für seinen Einsatz, da er sich eigentlich schon auf dem Weg in die Sauna befand.).

6 Gummi- und 4 Holzwerfer auf Westerender Seite standen 6 Holz- und 5 Gummiwerfer auf Reepsholter Seite gegenüber. Da jeder Werfer den kompletten Wettkampf absolvieren sollte, entschieden die Ausrichter Matthias Rahmann und Jens Ufken kurzerhand, mit je 2 Gummiteams à 3 Mann und je einer Holzgruppe zu starten. Beim Fight in der Holzgruppe wurde jedoch nicht gezählt, weil Ostfreesland auch nach dem Wechsel seines Kapitäns Matthias Rahmann in Gummi nach wie vor einen Werfer in Holz zu viel hatte und zum Ausgleich kurzerhand auf Reepsholter Seite immer zwei Holzkugeln im Einsatz waren.

In Holz stellten sich Christian Smid, Reemt Lengert, Simon Hanssen und René Böttcher der Truppe um FKV-Champ Manuel Feddermann entgegen, der von Sebastian Gerdes, Thomas Reents, Ingo Wichmann und Hennig Cordes akkompagniert wurde.

Waren heiß auf den Wettkampf: Die Landesliga-Werfer von Ostfreesland.

Die erste Gummi-Truppe trat in der Reihenfolge Ragnar Hoffmann - Dirk Tunder und Jens Ufken gegen Wilko Rahmann - Matthias Rahmann und Jörg Abels an. Dieser Vergleich sollte sich zu einem Kräftemessen auf Augenhöhe entwickelte, da alle Werfer auf beiden Seiten Topleistungen abrufen konnten und das Heimteam die Tücken der Holzlooger Straße - im Gegensatz zu so manchem Wettkampf in der Vergangenheit - ein ums andere Mal zu ihren Gunsten zu nutzen wusste. Westerende führte schnell mit einem Schöt nach einem Wurf von Jens Ufken, gab diesen jedoch gegen Mitte der Hinrunde wieder ab.

Zur Wende hieß es nach wie vor Unentschieden, ehe Reepsholt nach einem Brachialwurf von Matthias Rahmann (der neutrale Beoabachter hätte bei diesem Wurf durchaus Angst haben können, dass die Kugel aufgrund der hohen Geschwindigkeit Feuer fängt) zweihundert Meter hinter Stine Uden auf 2-1 erhöhen konnte. Die Westerender Jungs gaben an diesem Tag jedoch keineswegs auf und kamen nach starken Wurfleistungen am Kanal durch Dirk Tunder wieder zum Ausgleich. Am Ende gelang es dem Trio tatsächlich, dem großen Favoriten aus Reepsholt ein Unentschieden abzukämpfen; lediglich 90 Meter gingen an die Blauen aus Ostfrieslands Osten.

Ein witziges Kunststück brachte Wilko Rahmann noch auf der Rücktour fertig, der seinen Wurf im Kanal versenkte und dann im Nachgang mittels des von Ragnar Hoffmann eilig herbeigebrachten Spezialboßelsuchers mit einem Versuch zwei Kugeln gleichzeitig aus dem Kanal zog. Die zweite Kugel hatte dort scheinbar bereits einige Monate zugebracht, war eine Hälfte doch schon stark verkrustet.

 

 

 

 

 

Die langjährigen Freunde und Initiatoren des Wettkampfes, Jens Ufken (l.) und Matthias Rahmann, waren sichtlich gezeichnet von den Wassermaßen, die über den gesamten Wettkampf auf die Athleten niedergingen. Der guten Laune tat dies jedoch keinen Abbruch.

Die zweite Gummitruppe zog mit Steffen Lengert, Hendrik Bents und Jan Lengert gegen Uwe und seinen Sohn Tom Köster sowie Ihno Gerdes in die Wasserschlacht. Für die Drei lief es an diesem Abend anfangs noch recht ordentlich mit: Zwar lag man schnell 0-1 zurück, schaffte jedoch beim Kanal den Ausgleich.

Die Reepsholter, die bis dato noch kein Mannschaftstraining absolviert hatten, drehten danach immer weiter auf, während Lütje Holt als Folge von sich mehrenden kürzeren Würfen den roten Faden verlor. Am Ende setzte sich die Klasse des Landesligisten durch und Westerende verlor mit 5 Schöt und 90 Metern.

Beim abschließenden Grillen und Trinkgelage im Hause der Smids konstatierte Reepsholt den Westerendern eine ordentliche Leistung und beide Vereine wünschten sich viel Glück für die kommende Saison.

Fest steht bereits, dass es zu einem Rückkampf im KV Friedeburg kommen wird; jedoch erst im Rahmen der Saisonvorbereitung 2018.

Alles in allem war es ein schöner Wettkampf, der auch aufzeigte, dass die Männer I Lütje Holts in dieser Saison sicherlich eine gute Rolle in der Liga spielen wird, wenn man kontinuierlich derartige Leistungen wie am gestrigen Freitagabend wird abrufen können und man immer mit allen Leistungsträgern an den Start gehen kann.

 

-ju-

Vereint in der Partyhütte der Smids: Die Männer I-Teams von Reepsholt und Westerende.


Heimkampf gegen Georgsfeld, 12.2.17

Hat hoffentlich einen guten Orthopäden: Christan Smid beim ersten Wurf des Tages im Wettkampf gegen Georgsfeld.

Eisiger Wind pfiff über die Straßen Westerendes. Der Showdown um Platz 3 stand an und das Heimteam musste mit einer echten Rumpftruppe antreten. Ganze 8 Mann hatten sich zum Wettkampf eingefunden, wobei Harm Auts sogar noch extra von Steffen Lengert angerufen werden musste, da dieser eigentlich schon aufgrund einer hartnäckigen Erkältung abgesagt hatte.

In Gummi traten Mannschaftsführer Steffen Lengert - Ragnar Hoffmann - Jens Ufken und Jan Lengert in gewohnter Formation an, in Holz dagegen gesellten sich zum Anwerfer Christian Smid der normalerweise in Gummi werfende Timo Saathoff, Simon Hanssen und eben jener grippegeschwächte Harm Auts. Die Stammwerfer Ingo Weber und Sven Frerichs fehlten wegen Krankheit respektive aus beruflichen Gründen, den Gummiwerfer Thorsten Wienekamp hielten private Ereignisse vom Wettkampf fern.

Holz legte los wie die Feuerwehr und führte mit Wurf 3 des Wettkampfes bereits mit 1:0, weil Simon Hanssen mal wieder einen "ausgepackt" hatte. Leider versenkte die Truppe wenig später in der ersten Kurve ihre Kugel zu präzise, sodass sie nicht in den zulässigen 15 Minuten gefunden werden konnte. Interessanterweise schaffte diese Kunststück auch die Gummigruppe - ca. 50 Meter dahinter.

Holz war eine verschollene Kugel jedoch nicht genug Schaden an diesem Tage und so nahm sich Christian Smid ein Herz und zertrümmerte den Boßelkraber bei der Suche nach dem schwarzen Spielgerät im Geäst eines Grabens.

Am Kanal gelang Harm Auts überdies ein Kunstwurf, da sein Wurf, der eigentlich bereits als "im Gewässer versenkt" abgehakt worden war, plötzlich noch quer über die Eisschicht rollte und wertvolle Meter erwirtschaftete.

Deutlich in der Bildmitte zu erkennen: Die Furchen von Harm Auts Eisbelastungstest.

Bis zur Wende hielt man das 1:0, ehe es Harm Auts mit einem katastrophalen Wurf oblag, das 2:0 zu erzielen - sicherlich begünstigt durch das Zutun des Gegners, der ebenfalls ein Ei der Sonderklasse auf die Straße zauberte.

Leider ruhte sich das Team ein wenig zu stark auf der Führung aus und so kam es wie es kommen musste: Bei Stine Uden fiel das 2:1 und kurz vor dem Kanal gar das 2:2. Letztlich rettete Westerende das Unentschieden ganz knapp über die Ziellinie und konnte mit 39 Metern triumphieren.

Sieht aus wie 250, ergab aber nur 75 Meter: Steffen Lengert wirft ab und trifft die nahegelegene Weide auf der rechten Seite.

Gummi musste also die sprichwörtlichen Kastanien aus dem Feuer holen und tat dies auch mit einem famosen und filmreifen Dr.-Jekyll-und-Mr.-Hyde-Auftritt. Die Hinrunde wurde mit teilweise grandiosen Würfen und in glatten 5 Runden absolviert, die Rückrunde konnte dagegen wieder in die Rubrik "Wieso Westerende den Meistertitel nicht holt" eingeordnet werden.

Ragnar Hoffmann, der gerne den Mann für den ersten Schöt mimt, zauberte dieses Mal bis zum Kanal sogar zwei Schöts aus dem schwarzen Ärmel. Jens Ufken erhöhte auf 3 und 4:0, ehe Jan Lengert mit einem geglückten Harakiriwurf vor der letzten S-Kurve sogar auf 5:0 erhöhte. So ging man auch über die Wende, gab aber sogleich die Führung ab und kassierte wenig später das 1:5.

Am Kanal holte Steffen Lengert dann sogar noch das 6:1 und alles sah so kurz vor Schluss nach einem souveränen Sieg der Gummigruppe aus, doch besannen sich die Herren auf ihre altbekannten Schwächen und begannen mit dem großzügigen Versenden von Einladungskarten in Richtung Georgsfeld, die das gegnerische Team sogar noch auf 4:6 heranbrachten. Ragnar Hoffmann schaffte es dann jedoch, die Kugel über das Ziel zu bugsieren und markierte den Endstand von 1 Schöt und 81 Metern. Insgesamt blieben die letzten Punkte der Saison 2016/17 also bei einem Ergebnis von 1 Schöt und 120 Metern in Westerende, das die Spielzeit auf einem ordentlichen 3. Tabellenplatz abschloss.

 

Werfer des Tages:

Jan Lengert in Gummi

Simon Hanssen in Holz

Gute Stimmung vor und nach dem Wettkampf: v.l. Ragnar Hoffmann, Christian Smid und Simon Hanssen

 

-ju-


Heimkampf gegen Ostfrisia Moordorf, 5.2.17

 

 

Vor den fachkundigen Augen von Reepsholts Mannschaftskapitän Matthias Rahmann und der Frauen 1-Mannschaftsführerin Imke Pupkes wagte sich Lütje Holt in den Heimkampf gegen den bereits feststehenden Meister aus der unmittelbaren Nachbarschaft.

In Gummi traten die Westerender in der Reihenfolge Steffen Lengert - Ragnar Hoffmann - Jan Lengert und Jens Ufken an. Thorsten Wienekampf wurde nach 2/3 des Wettkampfes für Jan Lengert eingewechselt.

Holz bot die Werfer Christian Smid, Simon Hanssen, Sven Frerichs und Ingo Weber auf. Harm Auts blieb am heutigen Tage nur die Rolle des Zuschauers.

Die Holzkämpfer legten los wie die Feuerwehr und führten gegen den bis dato ungeschlagenen Meister bereits nach der ersten Kurve mit 1:0 und konnten diese Führung gar bis zur Wende auf 3:0 ausbauen. Dies lag aber auch daran, dass die Moordorfer Holzwerfer sich das ein oder andere grobe Ei gönnten und nicht sofort in den Wettkampf fanden. Die Sensation lag in der Luft, doch zeigte Moordorf auf der Rücktour doch noch, warum man bislang verlustpunktfrei durch die Saison gegangen war und gönnte dem Heimteam letztlich nur einen Sieg nach Metern; 111 an der Zahl.

In Gummi kam es zu einem nervenaufreibenen Auf und Ab. Die Wurfqualität war auf dem Weg zur Wende auf beiden Seiten zum Teil unterirdisch und kein Team konnte sich über das Unentschieden zur Wende beklagen. Dabei hatte es nach der frühen 1:0-Führung durch Ragnar Hoffmann zwischenzeitlich nach einer herben Klatsche ausgesehen; führten die Moordorfer doch zwischenzeitlich mit 4:1. Jens Ufken oblag es dann, Schöt Nummer 2 und 3 für Westerende zu erwerfen. Leider konnte er seine gute Vorwochenform aus Dietrichsfeld dennoch nicht auf die Heimstrecke retten und versagte ein ums andere Mal jämmerlich, fahrlässig oder kläglich.

Mit der Führung im Rücken ging es also über die Wende, die auch die symbolische Wende im Wettkampf einläutete. Moordorf hatte mittlerweile wieder zu alter Stärke zurückgefunden, während Westerende diverse Chancen unterirdisch vergeigte. Auf Westerender Seite zeigte an diesem Tag eigentlich nur Kapitän Steffen Lengert eine ansprechende Leistung in der Gummigruppe. Bei dem Rest der Truppe wechselten Licht und Schatten in erheblichen Maße ab, leider mit Vorteilen für den Schatten.

So schraubten die Moordorfer folgerichtig das Ergebnis durch zum Teil brilliante Würfe auf 7:3 hoch.

Steffen Lengert war es dann erneut, der mit seinem letzten Wurf die Führung herausholte und dafür sorgte, dass Moordorf nur mit 3 Schöt und 93 Metern in Gummi reüssierte.

Das Gesamtergebnis von 2 Schöt und 132 Metern für Moordorf stellte zeitgleich den niedrigsten Saisonsieg von Ostfrisia dar. Ein Umstand, auf den Lütje Holt laut Aussage des Kapitäns der Auswärtsmannschaft sicherlich stolz sein könne.

Insgesamt ging das Ergebnis für Moordorf in Ordnung, auch weil der Meister auf der Rücktour schneller in die Spur fand als das Heimteam.

In der nächsten Woche geht es für Westerende im Heimkampf gegen Georgsfeld um Platz 3 im Abschlussklassement.

 

Werfer des Tages:

Steffen Lengert in Gummi

keiner ragte in Holz heraus

 

-ju-


Auswärtskampf gegen Dietrichsfeld II, 29.1.17

Nur Fliegen ist schöner: Simon Hanssen beim zweiten Wurf des Wettkampfes.

Beim Einwerfen in Westerende sah es noch nach einem Regenwettkampf aus. Alle Werfer von Lütje Holt fuhren also dicht verpackt nach Dietrichsfeld.

Aufgrund eines Arbeitseinsatzes fehlte Stammwerfer Sven Frerichs, der in Holz durch Männer-III-Werfer Erich Tirrel würdig vertreten wurde. Verletzungsbedingt oder aufgrund anderer Ursachen fehlten des Weiteren René Böttcher, Harm Auts, Matthias Lottmann, Thorsten Wienekamp und Timon Menkens.

Gummi konnte mit der Bestbesetzung aufwarten und trat in der Reihenfolge Ragnar Hoffmann - Timo Saathoff - Steffen Lengert - Jens Ufken an. Jan Lengert blieb für den gesamten Wettkampf die Reservistenrolle. In Holz stellte sich die Abfolge der Werfer wie folgt dar: Christian Smid - Simon Hanssen - Ingo Weber und Erich Tirrel.

Die Gummigruppe fand nicht richtig in den Wettkampf und lag nach zwei Runden bereits zwei Schöt hinten, ehe Ragnar Hoffmann auf 1:2 verkürzen konnte. Wieder einmal konnte die Truppe ihr gesamtes Potential nicht komplett auf die Straße bringen und auch trotz mehrmaliger Eroberung der Führung nie den Ausgleich erzielen. Immer dann, wenn Dietrichsfeld II die Einladungskarte in Form eines schwachen Wurfes verschickte, konterte Westerende mit zwei bis drei noch schwächeren Würfen und gab obendrein die Führung leichtfertig her. So kam es wie es kommen musste und Dietrichsfeld konnte gegen Mitte des Wettkampfes auf 3:1 davonziehen.

Endlich hatte Westerende dann auch in den Kampf gefunden und ein ums andere Mal durch starke Weiten für Aufsehen gesorgt, jedoch hielt der Gegener immer wieder überragend dagegen oder der gute Lauf wurde durch ein überraschendes "Ei" jäh gestoppt.

Dem Kapitän Steffen Lengert oblag es dann doch noch in einer Art Shootout mit dem stärksten Werfer der Dietrichsfelder mittels eines Gewaltwurfes, die Führung zurückzuerobern und die Niederlage der Gummigruppe auf ein Schöt und 134 Meter herunterzukorrigieren. Insgesamt zeigte Gummi einen guten Wettkampf, hätte aber sicherlich ohne die bereits schon berühmt-berüchtigten Schwächephasen mehr holen können.

In Holz lief der Wettkampf etwas anders ab. Zwar fiel das Endergebnis mit 3 Schöt und  34  Meter etwas höher aus als in Gummi, doch zeigte sich das Team durchaus zufrieden mit der eigenen Leistung, da man immerhin gegen eine ungeschlagene Holzgruppe zu Felde gezogen war und den Wettkampf über kaum schwache Würfe zu beklagen hatte.

Wie die andere Gruppe auch, lag die Holztruppe schnell 0:2 zurück und kassierte in der Wettkampfmitte sogar das 0:3, ehe Simon Hanssen durch einen klasse Wurf auf 1:3 verkürzen konnte. Leider fehlte dem Team an diesem Tag ein wenig das Quäntchen Glück, wurden doch viele Führungswechsel aufgrund von Meterentscheidungen vergeben, die darauf zurückzuführen waren, dass Dietrichsfeld II den Fahrradweg optimal als Ausrollzone nutzen konnte, wohingegen Westerende zielstrebig die Kugeln in den Hecken der Anwohnerschaft versenkte oder die Kugel abrupt am Leitpfosten einparkte.

So fiel am Ende noch das 1:4, was auch den Endstand markierte.

Insgesamt zeigte sich Kapitän Steffen Lengert zufrieden mit der Leistung seines Teams, trauerte aber insbesondere den vergebenen Chancen in Gummi nach.

 

Endstand: 0:5 aus Sicht von Westerende

 

Werfer des Tages:

Jens Ufken in Gummi

Erich Tirrel in Holz

 

-ju-

Ragnar Hoffmann nimmt Maß. Brachte in diesem Fall überhaupt nichts.